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Elektroauto-Leasing: Aktuelle Angebote & Vergleich

Ford-Vorsitzender: „Machen bei Elektroautos keinen Schritt zurück“

22.01.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 25 Kommentare

Ford-Explorer

Bild: Ford

Ford rechtfertigt den Rückzug aus Teilen seiner Elektroauto-Strategie mit den veränderten Marktbedingungen. Der Kurswechsel geht mit einer Belastung von nahezu 20 Milliarden Dollar (17,1 Mrd. Euro) für das Ergebnis einher und markiert das Ende des Elektro-Pick-up-Trucks F-150 Lightning in seiner jetzigen Form. Zudem wird der Fokus bei der E-Mobilität weg von großen, kostspieligen E-Autos hin zu günstigeren Strom-Modellen sowie Hybriden forciert.

Auf der Detroit Auto Show erklärte Vorstandsvorsitzender Bill Ford laut Automotive News, der Abschreibungsbedarf sei eine Anerkennung der Realität gewesen. „Niemand nimmt so eine Abschreibung gern hin“, sagte er. Die Erwartungen an einen raschen Durchbruch der Elektromobilität hätten sich branchenweit nicht erfüllt. Bereits im Dezember hatte Ford angekündigt, geplante Modelle zu streichen und den US-Markt wieder stärker auf Hybrid- und Benzinfahrzeuge auszurichten.

Der US-Traditionskonzern gehörte zu den frühen Vorreitern bei Elektrofahrzeugen, insbesondere mit der vollelektrischen Variante des Pick-up-Bestsellers F-150. Doch das nur mit Strom betriebene Modell wird eingestellt, künftig bietet Ford neben den Verbrennerversionen eine sogenannte Range-Extender-Variante an, bei der ein Verbrennungsmotor als Stromgenerator für den E-Motor mehr Reichweite ermöglicht.

Konzernchef Jim Farley betonte, dass Ford sich nicht von Elektroautos verabschiede, sondern den Fokus verschiebe. „Wir machen bei E-Autos keinen Rückschritt“, erklärte er. „Wir beschleunigen tatsächlich die Anzahl der Elektrofahrzeuge, die wir auf den Markt bringen. Wir werden nur weniger aktiv ein, als wir geplant hatten. … Als Vorreiter im Bereich Elektrofahrzeuge und als Hersteller mit einem vollständigen Produktangebot haben wir viel gelernt; wir haben viel darüber gelernt, wo wir unser Kapital einsetzen müssen.“

Vorstandsvorsitzender Bill Ford verwies zudem auf ein neues, preisgünstigeres Elektro-Projekt: Ein mittelgroßer Batterie-Pick-up für rund 30.000 Dollar vor Steuern (25.700 Euro) soll 2027 in den USA und später auch in anderen Ländern starten. Für dieses und folgende erschwinglichere Modelle hat Ford eine neue E-Auto-Plattform und ein dazugehöriges Fertigungssystem entwickelt.

Ein zentrales Problem vieler E-Autos sei ihre mangelnde Bezahlbarkeit gewesen, so Bill Ford. Elektrofahrzeuge sollen künftig bei Ford Teil eines breiten Antriebsmixes bleiben, neben weiteren elektrischen und konventionellen Varianten.

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Unternehmen: Ford
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Thorsten Jung meint

    23.01.2026 um 21:19

    Ford hat ein Großen Fehler gemacht sich gleich voll E Autos zu versteigern.sie hätten 2 Gleisig bauen müssen Verbrenner und E Autos wie andere Hersteller. Denn die Modelle Mondeo, Galaxy, Fiesta und Focus brachten noch Geld. Jetzt versucht man E Autos mit VW Technik und dem nächst ein Fiesta mit Renault R5 Technik zu verkaufen. FORD bringt kein eigenes E Auto auf den Markt weil sie den Anschluss verloren haben. Ford kann sich auch gleich aus Europa zurück ziehen.

    Antworten
  2. Tom meint

    23.01.2026 um 08:54

    Sorry aber Ford war kein früher Vorreiter bei der E-Mobilität, sondern recht spät dran verglichen mit anderen OEMs

    Antworten
    • Jan meint

      01.02.2026 um 22:10

      2011 wurde der erste elektrische Ford in Deutschland angeboten, der Kleintransporter Transit Connect Electric. Wann haben die anderen Hersteller E-Autos zum kauf angeboten?

      Antworten
  3. ap500 meint

    23.01.2026 um 07:20

    Baut einen bezahlbaren E-Fiesta (50er Akku) und E-Focus(80er-100er Akku) und schon läuft das wieder.

    Antworten
  4. Simon Roth meint

    23.01.2026 um 00:30

    Ich habe einen Ford Mustang Mach E und einen Kuga Phev. Ich bin grundsätzlich zufrieden mit den Autos. Leider hat der Kuga immer Rückruf und ich darf nicht laden… Katastrophe wie es gehandhabt wird! Jeder Chinese ist besser und billiger… leider die Wahrheit

    Antworten
  5. Deine Mudder meint

    22.01.2026 um 19:22

    Ford in Europa ist so gut wie tot und in den USA sind E-Autos absehbar tot.

    Wenn ich Ford wäre, würde ich die Namensrechte in Europa für teuer Geld an die Chinesen verkaufen.

    Antworten
    • South meint

      22.01.2026 um 20:34

      Völliger Quatsch. Die USA sind kein Einheitsbrei, die einzelnen Bundesstaaten sind da frei genug z.B. Kalifornien. Und auch sehr fraglich, ob die ohne Zweifel nicht nur in Umweltbelangen, sondern in vielen Gebieten rückwärtsgewandte Politik von Nachfolgern in den USA so fortgesetzt wird. Und zum Dritten, auch fraglich, ob sich Verbrenner tatsächlich in den USA halten können, wenn E Autos immer mehr im Vorteil sind und international durchsetzen.
      Sehr wahrscheinlich hat der Präsident, der keinen Sachverstand besitzt und nachgewiesen Schlicht ein notorischer Lü ge nbo ld ist, der amerikanischen Autoindustrie eher einen Bärendienst erwiesen.

      Antworten
      • Deine Mutter meint

        22.01.2026 um 20:55

        Die Weltmachtstellung der USA gründet unter anderem auf dem Petrodollar, auch kein Demokrat hätte ein Interesse daran etwas zu ändern.

        Das Stromnetz der USA ist 3. Welt Niveau, das Klügste wäre dort aus billigstem Strom Benzin zu synthetisieren. Benzin ist am Ende einfacher zu transportieren und zu speichern als Strom, alleine daran wird das Batterieauto scheitern, wo Strom quasi nichts kostet, kann man auch Benzin daraus machen.

        Antworten
        • South meint

          23.01.2026 um 08:14

          Ne, so eindimensional denkt auch Trump, aber das ist viel zu simpel. Bodenschätze haben viele andere Länder sogar mehr. Natürlich liefert das Öl gute Einnahmen, aber das Öl in den USA ist relativ teuer zu fördern.
          Amerika’s Erfolg fußt eher auf technologischen Innovationen, großen Binnenmärkten, starkem Konsum und viele Schlüsselindustrien vom Silicon Valley Google und Co. bis zur Rüstung. Zudem hat Amerika weniger demographische Probleme, weil sie eben Migration haben. Die amerikanischen Elite Unis sind finanziell sehr gut aufgestellt und ziehen Experten weltweit an. Billige Arbeitskräfte am unteren Ende liefern die Latinos.
          Die USA haben kein ausgeklügeltes Stromnetz, aber Fläche für Solar und Windenergie ohne Ende und Accus sind wirklich günstig. Das ist auch der Grund, warum die USA trotz Trump steigende EE Anteile haben…

        • South meint

          23.01.2026 um 08:18

          Mal kurz gegoogelt…
          Die USA haben 2025 26% erneuerbar Energien, tendenz stark steigend.
          „Über 64 GW neue Kapazitäten, hauptsächlich Photovoltaik (ca. 33 GW), gefolgt von Batteriespeichern (ca. 18 GW) und Windkraft (ca. 8 GW).“ …

    • MK meint

      23.01.2026 um 07:46

      Ford ist da schon dran, nur statt China geht es in die Türkei.
      Alles was unter Transit läuft kommt von Ford-Otosan, das Werk in Rumänien wurde auch an Ford-Otosan verscherbelt.

      Bei Ford-Otowan ist Ford nur Minderheitsteilhaber.

      Antworten
  6. R2D2 meint

    22.01.2026 um 17:58

    von welchen E-Autos spricht Ford da? Diese Kastenwagen die Faktor 2 kosten zum Diesel, aber nur 25% Reichweite vom Diesel haben? Oder diese ID Bug Clone?

    Antworten
  7. Gerry meint

    22.01.2026 um 15:42

    Ford kann ja auch keinen Schritt mehr zurück, die stehen eh schon mit dem Rücken an der Wand.

    Antworten
  8. Mary Schmitt meint

    22.01.2026 um 14:54

    Warum sollten sie auch? An Tesla sind sie im drittgrößten Markt für Elektroautos, also bei uns, schon lange vorbei.

    Antworten
    • Ben meint

      22.01.2026 um 16:29

      Ist das so, warum schleißt dann Ford das Werk in Köln und Grünheider produziert weiter?

      Antworten
      • Jan meint

        22.01.2026 um 16:40

        Wo wird berichtet, dass Ford das Werk in Köln schließt? Quelle?

        Antworten
        • Tom meint

          23.01.2026 um 08:57

          @Jan: bisschen gesunder Menschenverstand ist die Quelle. Runter auf 1-Schicht Betrieb, die Karren Explorer und Capri verkaufen sich nicht. Die Modelle der neuen Kooperation mit Renault werden in Frankreich gebaut. Warum also sollte man das Werk halten?

        • Jan meint

          23.01.2026 um 14:07

          @Tom
          „Warum schließt dann Ford das Werk in Köln…“
          Dann zeig mal die Quelle wo seine Aussage belegt wird, dass es geschlossen werden soll bzw. schließt.

    • Die Wahrheit meint

      22.01.2026 um 17:04

      Finde den Fehler:
      FORD schreibt hohe Verluste mit seinen BEV.
      TESLA schreibt Gewinne mit seinen BEV auch wenn es weltweit in 2025 (wie bei vielen Autobauern) einen Umsatzrückgang gab.

      Der Umsatzeinbruch in 2025 war bei Porsche höher als bei FORD.
      Porsche konnte den Zusammenbruch in China nirgendwo ausgleichen.

      FORD konnte den schwierigen Markt in Deutschland aber in USA kompensieren.

      Wer wackelt jetzt stärker?

      Antworten
      • Future meint

        22.01.2026 um 17:25

        Wie kriegt Tesla das denn hin, mit Elektroautos Gewinne zu machen? Tesla hat volle Taschen.
        Und warum kriegt eine große Firma wie Ford das nicht hin, obwohl die so viel Erfahrung mit den Autobauen haben?
        Mary wird uns das erklären können, wie sowas möglich ist.

        Antworten
        • brainDotExe meint

          22.01.2026 um 18:10

          Spartanische Autos zu hohen Preisen verkaufen, ganz einfach.
          Kann sich bloß kein traditioneller Hersteller leisten, da die Kunden dort kritischer sind.

          Zum Glück bekommt auch Tesla langsam zu spüren, dass das keine gute Strategie ist.

        • Mary Schmitt meint

          22.01.2026 um 18:43

          Teslas Gewinne sind minimal. Da ist schon lange die story over. Was kommt, kommt bisher aus Co2-Ablasszetteln. Aber ich glaube auch, Musk schiebt da schon mal ne Milliarde über Umwege rein. Um die Bälle in der Luft zu halten.

        • Andi EE meint

          23.01.2026 um 10:39

          @Brain
          „Spartanische Autos zu hohen Preisen verkaufen, ganz einfach.“
          Du kommst mir vor, wie einer der das erste Mal ein Smartphone in den Händen hat und es in den Eimer schmeißt, weil es keinen Knöpfe hat. 😉

          „Kann sich bloß kein traditioneller Hersteller leisten, da die Kunden dort kritischer sind.“
          Ich denke die verwirrte Gesellschaft hier wird noch ein paar Jahre Knöpfe kaufen, um dann auch zur Besinnung zu kommen.

        • Future meint

          23.01.2026 um 11:18

          »Tradition« ist vermutlich immer teurer in der Herstellung. Hier in der Nachbarschaft haben die Investoren einige alte Gründerzeitvillen saniert und zu Luxuswohnungen umgebaut. Einige haben sie aber auch abgerissen und dann einen modernen Wohnkomplex errichtet mit deutlich mehr Fläche. Bei den Autos ist es ähnlich wie mit den Gründerzeitvillen. Das rechnet sich eben nicht immer, siehe Ford.

    • Tom meint

      23.01.2026 um 08:58

      😂😂😂 10.000€ Verlust pro E-Auto

      Antworten

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