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Polestar nimmt weitere 400 Millionen Dollar Kapital ein

03.02.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 17 Kommentare

Polestar-Elektroautos

Bild: Polestar

Der schwedisch-chinesische Elektroautobauer Polestar hat eine Eigenkapitalbeteiligung in Höhe von 400 Millionen US-Dollar durch Feathertop Funding Limited und die Standard Chartered Bank bekannt gegeben. Beide Institute stellen jeweils 200 Millionen bereit, dafür erwarten sie festgelegte Renditen.

Bei der Feathertop Funding Limited handelt es sich um eine Zweckgesellschaft der Sumitomo Mitsui Banking Corporation, wie Polestar erklärt. Feathertop und Standard Chartered aus Hongkong haben parallel zur Eigenkapitalbeteiligung an dem Stromer-Hersteller jeweils eine Put-Optionsvereinbarung mit einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Geely Sweden Holdings AB abgeschlossen. „Diese ermöglicht den Finanzinstituten im Falle eines Ausstiegs nach drei Jahren mit festgelegten Renditen im Rahmen dieser Eigenkapitalfinanzierung“, so das zum chinesischen Geely-Konzern gehörende Polestar.

„Nach Abschluss der Transaktion mit der Sumitomo Mitsui Banking Corporation und der Standard Chartered Bank wird keines der beiden Finanzinstitute mehr als zehn Prozent der ausstehenden Anteile von Polestar halten“, heißt es in der Mitteilung weiter. „Die Finanzinstitute unterliegen – vorbehaltlich geltender Wertpapiergesetze – keinen Beschränkungen beim Weiterverkauf der erhaltenen Class-A-ADS. Der Abschluss der Transaktionen wird bis zum 5. Februar 2026 erwartet, da keine behördlichen Genehmigungen erforderlich sind.“

Die Bedingungen ähneln den Eigenkapitalfinanzierungsvereinbarungen, die Polestar im Dezember 2025 angekündigt hatte. Damals hatte man sich über ein Darlehen 600 Millionen Dollar von dem Mehrheitseigner Geely gesichert. Die Hälfte davon stand Polestar direkt zur Verfügung, die zweite Tranche hängt von der weiteren Entwicklung ab.

Polestar benötigt Kapital für den Ausbau seiner Produktpalette und Produktion sowie die internationale Expansion. Die Geschäftszahlen für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2025 wurden noch nicht veröffentlicht, in früheren Quartalen wurden aber stets hohe Verluste ausgewiesen.

„Nach der neuen Eigenkapitalfinanzierung und den im Dezember angekündigten Finanzierungszusagen sowie mit der Unterstützung von Geely Holding erzielen wir weiterhin Fortschritte bei der Verbesserung unserer Liquidität und der Stärkung unserer Bilanz“, sagt Polestar-CEO Michael Lohscheller. „Nach einem Rekordjahr im Einzelhandel konzentrieren wir uns nun voll und ganz darauf, Polestar noch stärker zu machen.“

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Via: Polestar
Unternehmen: Polestar
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. R2D2 meint

    03.02.2026 um 17:46

    Kapital nimmt man auf, wenn es nicht mehr läuft.

    Antworten
    • Future meint

      04.02.2026 um 13:20

      Amazon war doch auch erst nach 9 Jahren profitabel. Bei Tesla hat es auch gedauert. Risikokapitalgeber waren aber immer genug da.

      Antworten
      • Mary Schmitt meint

        04.02.2026 um 13:51

        Ob es Tesla überhaupt noch den Kopf über die Nullgrenze streckt, bleibt dahingestellt. Nehmen wir an, das wäre nicht der Fall, dann wäre Musk gut beraten, die 1,7 Milliarden aus dem eigenen Vermögen reinzuschmeißen, damit es auf das Ergebnis kommt, das wir sehen. Denn er hat Aktien-Optionen, die er erst dieses und nächstes Jahr einlösen kann und die deutlich mehr bringen, wenn der Kurs hoch bleibt. Damit sage ich nicht, dass es so war. Aber ich sage, man kann bei Tesla den Zahlen nicht trauen. Man kann auch nicht nachschauen so lange das Unternehmen seinen Kopf über Wasser hält. Bis gespannt, wie das dieses Jahr wird. Der Januar scheint bei den Zulassungen mal wieder eine totale Klatsche geworden zu sein.

        Antworten
        • Future meint

          04.02.2026 um 20:16

          Deutschland besteht ja vor allem aus Old-Economy-Größen und Mittelständlern. Es fehlen wohl auch deshalb Mut und Risikokapitalgeber. Vielleicht kommt auch deine Haltung daher.

  2. Gernot meint

    03.02.2026 um 12:32

    Polestar muss sich strecken. Die Strukturen sind zwar extrem schlank. Plattformen und Produktionskapazitäten bekommt Polestar aus dem Geely-Konzern, was den Kapitalbedarf stark senkt, aber profitabel kann Polestar nur werden, wenn sie einen Nachfolger für den Polestar 2 bringen und möglichst noch ein Model darunter. Der Polestar 2 ist von 2020 und basiert noch auf der CMA-Verbrenner/Hybrid-Plattform aus 2017.

    Mich wundert allerdings immer wieder, was für gebrauchte Polestar 2 aufgerufen wird. Ein Polestar 2 LR Single Motor kostet als Jahreswagen genau so viel wie ein Polestar 4, der viel größer ist (27cm mehr Radstand), alles ein bisschen besser kann, weil er 4 Jahre jünger ist und auf einer reinen BEV-Plattform basiert

    Antworten
    • Mary Schmitt meint

      03.02.2026 um 15:34

      Wer wirklich einen gebrauchten Polestar möchte, schaut in Belgien oder Niederlanden bei den bekannten Händlern und da steht im Preis eine „1“ vorne. In Deutschland haben die Wagen kaum Verbreitung und die wenigen Angebote haben daher manchmal „Träumer-Preise“. Nach dem Motto: Jeden Tag steht ein D.um.mer auf.

      Antworten
      • TeamV meint

        03.02.2026 um 17:13

        Und schon wieder Marys Märchenstunde.

        Den ID.4 GTX kriegst für 20T€. mit 120TKM auf der Uhr.
        Und da musst noch ned mal nach NL.
        Ist schon ziemlich wertstabil, die ID.Tupperbüchse… :-)

        Antworten
        • Mary Schmitt meint

          03.02.2026 um 18:26

          Wisch dir mal die Tränchen ab. Tesla ist am Ende, egal, wohin du wütend trittst.

        • M. meint

          03.02.2026 um 20:09

          Das habe ich gerade mal auf mobile einem Faktencheck unterzogen.
          Ergebnis: der günstigste ID.3 GTX, den es aktuell dort gibt, kostet….
          (ohne Unfallfahrzeuge)
          .
          .
          37.390 Euro.

          Ganz, ganz knapp daneben, würde ich sagen.
          „TeamV“ kann man also unter Fakenews einsortieren.

        • Fred Feuerstein meint

          03.02.2026 um 21:35

          Zum Leseverständnis von Mister M.oralapostel braucht man nicht viel zu sagen, ein id.3 GTX ist ungleich id.4 GTX. Aber auch meine Suche hat ergeben, dass der günstigste id.4 GTX 23.390 € (brutto) kostet.
          Wertstabil ist da tatsächlich gar nichts, aber das sieht man auch schön an den id.3, da muss ich Team V recht geben.

        • Mäx meint

          04.02.2026 um 10:21

          ID.4 GTX aus 09/22 mit 117kkm 23,4k (windiger Händler) NP ca. 60-65k
          ID.4 GTX aus 10/22 mit 113kkm 25k (5* Händler) NP ca. 60-65k
          Tiguan 2,0TDI DSG 4Motion mit 115kkm 26,5k (VW Autohaus) NP ca. 60k

          Für mich sieht das eigentlich recht normal aus für VW Verhältnisse.

        • Fred Feuerstein meint

          04.02.2026 um 10:41

          Der „windige“ Händler hat 3,5 von 5 Sternen und ist seit 22 Jahren bei Mobile. Neupreis des angebotenen id.4 GTX lag sicherlich bei > 65 k,
          Aber lustig, dass hier ein normaler Tiguan mit Allrad mit dem Topmodell vom id.4 GTX verglichen wird. Egal…Fakt ist: Die VW id. Modelle sind alles, aber nicht Restwertstabil. Ist mir aber auch egal, unserer ist billigst geleast. Soll sich VW mit dem Restwert herumschlagen.

        • M. meint

          04.02.2026 um 11:14

          Faktencheck Fred:
          Stimmt, ich hab tatsächlich nach ID.3 geschaut.

          Trotzdem ist auch kein ID.4 GTX (auch nicht die alte Version) für 20k aufzutreiben.
          Es ist und bleibt Fakenews.
          Aber weißt du, was ich gefunden habe? Ein TMY LR AWD mit 65k km für 22,9k€.

          Es scheint so, als wollte hier jemand einen Skandal machen, wo keiner ist.

        • Fred Feuerstein meint

          04.02.2026 um 11:30

          Schön, dann hast du immerhin erkannt, dass du an deinem Leseverständnis arbeiten musst.
          Interessanterweise sind 23400 €, netto keine 20.000 €. Vielleicht kann TeamV ohne Mehrwertsteuer kaufen. Hilft dir auch nicht…
          Schon lustig, dass du ein Angebot für ein TMY von Privat aus Litauen zitieren musst. Ich weiß, ein Händlerpreis ist bei dir das gleiche wie ein Privatverkauf. 🤡

        • Fred Feuerstein meint

          04.02.2026 um 11:38

          Mal genauer hingeschaut, hat mich dann doch interessiert. Du vergleichst ernsthaft einen verunfalltes und aus den USA importiertes Model Y ohne CCS einer Privatperson mit einem id.4 von einem Händler? Wow, auf die Idee muss man erstmal kommen…🤡

        • M. meint

          04.02.2026 um 18:37

          Da war natürlich der Wunsch Vater des Gedanken – wer kauft sich denn ein SUV? Ein ID.3 GTX hat ja noch was.
          Egal.
          Wenn dich das ausgesuchte Auto stört, nehmen wir den hier:
          Tesla Model Y Dual Motor AWD Performance
          Erstzulassung 12/2022
          Kilometerstand 77.237 km
          unfallfrei, aus Deutschland
          22980,-
          Ganz ohne irgendwelchen Schwa++sinn+argumente wie „aber ohne Mwst. wäre es…“
          Du bist ein Witzbold…

        • Fred Feuerstein meint

          04.02.2026 um 19:52

          Kannst ruhig nehmen, ist auch ein Privatanbieter. Wie gesagt, nur du kommst auf die Idee ein Privatangebot (der noch nicht mal einen Text formuliert hat, ob Unfallschaden etc.) mit dem eines Händlers zu vergleichen. 🤦‍♂️

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