DS Automobiles plant eine grundlegende Neuausrichtung des DS 3, berichtet AutoExpress. Die französische Edelmarke des Stellantis-Konzerns will den eher schlecht verkauften kleinen Crossover als „raffiniertes“ Fließheckmodell neu auflegen. Designchef Thierry Métroz betont, das Projekt habe höchste Priorität und solle an den Erfolg der ersten, von 2009 bis 2016 gebauten Generation anknüpfen – mit hohem Volumen, attraktivem Preis und auffälligem Design.
Gestalterisch soll sich der neue DS 3 klar vom Mainstream absetzen. Elemente wie ein niedriges Dach zur Verbesserung der Aerodynamik, Zweifarblackierungen, markante Leuchten und ruhige Flächen sollen das Erscheinungsbild prägen. Ziel sei es, eine neue Designphilosophie zu etablieren und bewusst mit Konventionen zu brechen. Métroz spricht von einem „sehr kreativen“ Auto, das Regeln hinterfragt.
Feststeht: Der neue DS 3 wird ein Fließheckmodell, ein Crossover-Ableger ist nicht geplant. Anders als das Original erhält das Modell fünf Türen, deren Griffe aus aerodynamischen Gründen kaschiert werden. Offen ist, ob das markentypische „Haifischflossen“-Fenstermotiv erneut prominent eingesetzt wird oder nur noch als dezentes Detail erscheint.
„Wir sind keine sportliche Marke“
Inhaltlich grenzt sich DS klar von sportlich positionierten Marken ab. „Wir sind keine sportliche Marke“, sagt Métroz. Schon der erste DS 3 habe nicht auf extreme Sportlichkeit gesetzt, sondern mit Eleganz und Ausgewogenheit überzeugt – auch bei der Kundschaft, die damals zu gleichen Teilen aus Männern und Frauen bestand. Die Balance zwischen Dynamik und Raffinesse soll erneut erreicht werden.
Gleichzeitig soll der Wagen Charakter zeigen. „Niemand will ein langweiliges Auto“, so Métroz. Viele Käufer wünschten sich ein dynamisches Fahrgefühl und eine starke Persönlichkeit, ohne dass dies zulasten von Komfort und Stil gehe. Diese beiden Eigenschaften bleiben laut DS zentrale Markenwerte.
Größenseitig bleibt der neue DS 3 dem bisherigen Format treu. Mit rund vier Metern Länge soll er weiterhin im Kleinwagen-Segment angesiedelt sein und nur moderat wachsen. Als technische Basis ist die Plattform STLA Small des Mutterkonzerns Stellantis vorgesehen, die ab 2027 auch beim neuen Peugeot 208 und später beim Opel Corsa zum Einsatz kommen soll. Sie wurde auf geringes Gewicht ausgelegt und bietet moderne Technologien wie Steer-by-Wire.
Beim Antrieb hält sich DS noch bedeckt. Die STLA Small war ursprünglich als reine Elektroplattform konzipiert, doch Métroz erklärt: „Der DS 3 könnte elektrisch sein, aber es ist noch zu früh, darüber zu sprechen.“ Hintergrund sind Anpassungen bei Stellantis, die künftig auch Hybridantriebe vorsehen, etwa eine Kombination aus 1,2-Liter-Turbobenziner und kleinem Elektromotor.
Preislich soll der neue DS 3 konkurrenzfähig sein. Métroz will einen „sehr attraktiven“ Einstiegspreis und verweist auf den Renault 5 als direkten Rivalen. Mit Blick auf die Historie zeigt er sich optimistisch: Der DS 3 der ersten Generation war zeitweise Marktführer in Großbritannien und für ihn „eine Liebesgeschichte zwischen DS und den Kunden“ in mehreren europäischen Ländern, darunter auch in Deutschland.

Yoyo meint
Bei Gründung der Automarke DS wurden die Auto noch bei normalen Citroen-Händlern verkauftm zum Teil auf extra abgetrennten Verkaufsflächen.
Da änderte sich später, als nur noch ausgewählte DS-Stores den Verkauf (und die Wartung) durchführten.
na hatte cersucht, mit dem Namen der alten Déesse eitwas Exclusives neu zu schaffen.
DS ist und bleibt zu klein, um auf Dauer im Stellantis-Konzern zu überleben.
In fünf oder spätestens 8 Jahren ist Schluß.
Die englische Autoindustrie in den 60/70ern (Britisch Leyland) ist die Blaupause.