General Motors glaubt weiter an die Elektrifizierung und hält an Investitionen in die Elektromobilität fest. In Europa versucht der US-Konzern derzeit mit Elektroautos der Edelmarke Cadillac wieder Fuß zu fassen. Die finanzielle Situation ermöglicht dem Unternehmen Investitionen in das erwartete zukünftige Geschäft.
Die gesunde Finanzlage von General Motors verschaffe dem Konzern einen Puffer, der es ihm ermöglicht, die Elektrifizierung weiter voranzutreiben, obwohl die Technologie für den US-Traditionshersteller noch nicht rentabel ist. Das sagte Finanzvorstand Paul Jacobson laut Automotive News Anfang Februar bei einer Veranstaltung des Branchenportals.
„Dank unserer finanziellen Leistungsfähigkeit und der von uns geschaffenen Puffer sind wir in der Lage, kurzfristige Verluste in Kauf zu nehmen“, während man gleichzeitig die langfristige Rentabilität von Elektrofahrzeugen anstrebe, so Jacobson. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund einer allgemeinen Zurückhaltung der Automobilhersteller bei ihren Plänen zur Produktion von E-Autos in Nordamerika. Hintergrund ist die geringer als erwartete Nachfrage und das Auslaufen einer Steuergutschrift in Höhe von 7500 US-Dollar.
General Motors hat im vierten Quartal mehr als 7 Milliarden US-Dollar an Aufwendungen verbucht, da der Konzern seine Produktionskapazitäten für Elektrofahrzeuge umstrukturiert und für 2026 einen Verlust von etwa 1,5 Milliarden US-Dollar in dem Bereich erwartet. Dennoch plant man, weiterhin E-Fahrzeuge zu verkaufen und in die Technologie zu investieren, die CEO Mary Barra als den „Nordstern“ des Unternehmens bezeichnet.
General Motors glaubt, dass seine Elektrofahrzeuge gut positioniert sind, um Marktanteile zu gewinnen und letztendlich Rentabilität zu erzielen. „Mit unserem Portfolio haben wir die Möglichkeit, unseren Marktanteil zu steigern und dies auf eine Weise zu tun, die uns für die nächsten drei bis fünf Jahre gut aufstellt“, sagte Jacobson.

Thomas meint
Die laxen Umweltstandards und extrem hohen Energieverbräuche der Fahrzeuge in der US-Heimat haben dazu geführt, dass die „Autos“ (Trucks) der US-Hersteller eben nur in Petrostaaten verkäuflich sind. Dementsprechend fehlen Skaleneffekte bei den Stückzahlen. Folglich haben alle US-Hersteller schon in den letzten Jahren extrem an Marktanteil verloren. Ford wurde von BYD überholt, GM hat ca. 40% Absatz eingebüßt.
Der Kampf der MAGAs gegen eAutos könnte ein Sargnagel für GM & Co. werden. Bei eAutos dürften sie nun völlig den Anschluss verlieren. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Verbrenner in immer mehr Ländern schlicht verboten werden, wenn man sieht wie problemlos eMobilität im Alltag ist und wie groß die Nachteile von Erdöl-Autos sind.
Jeff Healey meint
„Ford wurde von BYD überholt, GM hat ca. 40% Absatz eingebüßt.“
Wer als Autohersteller auf Dinosaurier baut, wird deren Schicksal teilen.