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ADAC-Studie: Reparaturkosten für Alltagsschäden am Auto werden immer höher

13.02.2026 in Autoindustrie, Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 7 Kommentare

Volvo-XC60

Bild: Volvo

Mit einem modernen Auto können bei alltäglichen kleineren Unfällen schnell tausende Euro an Reparaturkosten fällig werden. Der ADAC hat in einer Markterhebung mit 21 Fahrzeugmodellen die Reparaturkosten für drei fiktive Szenarien erhoben: ein Parkrempler vorne links und hinten rechts sowie ein Tausch der Windschutzscheibe, etwa nach einem Steinschlag. Ein unabhängiger Sachverständiger erstellte mit einer Kalkulationssoftware die Kostenvoranschläge für die Reparaturen, die auch eine Fachwerkstatt des Herstellers aufrufen würde.

Dabei zeigen sich erhebliche Unterschiede bei den verschiedenen Marken und Modellen. Der Tausch einer Windschutzscheibe hätte früher oft nur wenige hundert Euro gekostet. Bei modernen Fahrzeugen hingegen muss die Kamera für Fernlichtautomatik und Spurhaltesystem mit ausgebaut und später neu kalibriert werden. Die Kosten liegen fast in allen Fällen im vierstelligen Bereich, wobei der VW Golf mit über 2400 Euro (brutto) am teuersten ist.

Nur beim elektrischen MG4 zahlen Verbraucher unter 1000 Euro für die kompletten Arbeiten inklusive Kalibrierung der Kamera. Unverständlich ist zudem die Differenz beim Suzuki Swace und Toyota Corolla: Obwohl beide Fahrzeuge baugleich sind und in England sogar vom gleichen Band laufen, kostet die Windschutzscheibe beim Suzuki über 200 Euro mehr.

Noch extremer fallen die Kosten beim Parkrempler vorne links aus: In dem fiktiven Beispiel müssen Scheinwerfer und Stoßfänger getauscht werden. Hier ist vor allem die Lichttechnik der große Kostentreiber. „Während die Kosten beim Fiat 500 mit knapp 3000 Euro noch einigermaßen im Rahmen sind, schießt der BMW 330e mit fast 8000 Euro Gesamtkosten durch die Decke“, so der ADAC. Hintergrund ist der dort verbaute (und inzwischen aus dem Programm genommene) Laser-Scheinwerfer, der rund 3300 Euro netto pro Stück kostet. Zum Vergleich: Ein LED-Scheinwerfer würde eine Ersparnis von etwa 1700 Euro bedeuten.

Auffällig hoch fallen auch die Reparaturkosten beim Volvo XC60 aus: Trotz vergleichsweise niedriger Kosten für die Lackierarbeiten kommen Kunden hier auf eine Gesamtsumme von knapp 6000 Euro.

Wenig besser sieht die Lage beim simulierten Parkrempler am Fahrzeugheck aus. In dem Beispiel muss der Stoßfänger mitsamt Sensoren getauscht werden, was je nach Hersteller große Preisunterschiede mit sich bringt. Auf den ersten Blick überrascht, dass das Tesla Model Y als vergleichsweise günstiger Kandidat aus diesem Szenario hervorgeht. Der Elektroautobauer verzichtet im Fahrzeugheck auf zusätzliche Sensorik und nutzt die Daten der Kamera für die Assistenzsysteme. Dementsprechend werden „nur“ gut 2800 Euro für die Maßnahme fällig.

Abermals stellt sich der VW als teuer heraus, was nicht nur am überdurchschnittlich hohen Arbeitslohn, sondern vor allem an den Sensoren liegt: Für die Reparatur müssen zwei Steuergeräte getauscht werden, die jeweils 674 Euro netto kosten. „Das ist unnötig teuer, denn in dem simulierten Unfall wurde nur eines der Steuergeräte beschädigt“, bemängelt der ADAC. Dass trotzdem beide getauscht werden müssen, liegt am vorgesehenen Reparaturplan von VW, da sich ein altes und ein neues Gerät scheinbar nicht aufeinander abstimmen lassen.

Herstellervorgaben treiben Kosten

Ein weiterer Kostentreiber ist bei vielen der Beispiele, dass Hersteller mögliche Reparaturen an den Stoßfängern verbieten, da diese im Anschluss nachlackiert werden müssten. Das könne aufgrund der unterschiedlich dicken Lackschichten zu einer Fehlfunktion der Sensoren führen, so die Argumentation. Kurios ist allerdings laut dem ADAC, dass die Ersatzteil-Stoßfänger vom Hersteller oft lediglich grundiert geliefert werden und sie ohnehin noch händisch in der jeweiligen Wagenfarbe lackiert werden müssen. Es besteht also der Verdacht, dass hier höhere Kosten entstehen, obwohl sie durch einfache Reparaturen vermeidbar wären.

Dieser Punkt ist eine der Kernforderungen, die der ADAC aus der Markterhebung ableitet: „Hersteller können dafür Sorge tragen, dass die verbauten Systeme robust, langlebig und vor allem reparaturfreundlich ausgelegt werden. Bei einer beschädigten Scheinwerferabdeckung muss es beispielsweise möglich sein, diese zu tauschen und nicht die komplette Lichteinheit für mehrere tausend Euro. Das ist nicht nur unnötig teuer, sondern auch nicht im Sinne der Nachhaltigkeit. Zudem haben die hohen Reparaturkosten zur Folge, dass auch die Versicherungsbeiträge weiter ansteigen.“

Verbrauchern empfiehlt der ADAC, dass sie nach einem Unfall mehrere Kostenvoranschläge einholen, um die Preise zu vergleichen. Ein wesentlicher Kostentreiber seien meist die Stundenlöhne, weshalb es sich oft lohne, bei freien Werkstätten anzufragen.

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Via: ADAC
Tags: Kosten, ReparaturUnternehmen: ADAC
Antrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. R2D2 meint

    13.02.2026 um 14:22

    Uns ist letztens jemand rückwärts beim ausparken an die Front gefahren…. Unfall war schnell geklärt, Verursacher inkl. 3 Beifahrer haben das bestätigt – wir waren sitzend im Auto.. Polizei alles ausgenommen und damit zur Fachwerkstatt, da unser Wagen Leasing ist. Dem „Schaden“ nach hätte ich gesagt, das wir nur das vordere Nummerschild nötig hätten… Nach dem Gutachten bin ich vom Stuhl gefallen… Schadensumme 6.700 Euro netto… unfassbar. Alleine 800 Euro netto für das „Gutachten“. 20 Min. in der Werkstatt… selbst wenn der noch 2 Std. Nachbearbeitung hat, was sind das für Stundenlöhne?

    Antworten
    • Jeff Healey meint

      13.02.2026 um 23:46

      Einfach nur noch abgehoben, das Ganze.
      Und da wundert man sich tatsächlich darüber warum immer weniger Menschen bereit sind sich für ein Auto zu verschulden?
      Wo sind die unlackierten Stossfänger und die tragbaren Instandsetzungskosten älterer Modelle geblieben? Heute wird doch von jeder Seite nur noch der Kunde abgekocht, ausgenommen wie die berühmte Weihnachtsgans. Nur das sich das immer weniger Menschen leisten können, daran denkt niemand. Bis die endlose Gier Einiger das ganze System zum Fallen bringt.

      Antworten
    • Future meint

      14.02.2026 um 14:14

      Nachdem die Wartung meines Elektroautos bei BMW aktuell über 500 Euro kosten sollte, bin ich damit zur freien Werkstatt. In 40 Minuten ist das erledigt – ich konnte drauf warten und habe die Hälfte bezahlt. Vor ein paar Jahren war es bei BMW ähnlich günstig. Die Werkstattkosten sind extrem gestiegen. Unfälle sollte man also möglichst vermeiden.

      Antworten
  2. F. K. Fast meint

    13.02.2026 um 10:58

    Der ADAC könnte bspw. die Reparaturkosten in einer Datenbank sammeln/ermitteln und darauf basierend die Reparierbarkeit bewerten. Das könnte für die Hersteller ein Anreiz werden, besser zu werden. Rumjammern hilft nicht weiter.

    Antworten
    • Jeff Healey meint

      13.02.2026 um 23:53

      Eine durchaus interessante Idee.
      Nur, was wäre der Anreiz für den ADAC diesen Aufwand zu betreiben?

      Antworten
  3. Citystromerer meint

    13.02.2026 um 10:56

    Bei Unfall, und sei er noch so klein, immer auch Gutachter und Anwalt beauftragen. Das ist dann kein unerheblicher Posten in der Abschlussrechnung, und der Gutachter lässt nicht den geringsten Zweifel daran, dass es eine Verbindung zwischen Höhe des Schadens und seiner Vergütung gibt. Selbstverständlich noch Werkstatt-Ersatzwagen dazu, höchstmögliche Klasse.
    Letztendlich will auch die Leasingfirma ihre Entschädigung für den Wertverlust. Ich bin der Meinung, der ADAC hat mit seinen Kalkulationen noch deutlich untertrieben.

    Antworten
    • Jeff Healey meint

      13.02.2026 um 23:50

      Ein völlig aus dem Ruder gelaufenes System zur maßlosen Bereicherung Einzelner, ohne jegliche Kontrolle durch eine zur Neutralität verpflichtete Instanz.

      Antworten

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