Die angekündigte Erweiterung der G-Klasse-Reihe wird ein kleineres SUV, das ebenfalls besonders geländetauglich sein soll. Eigentlich sollte der „Baby G“ nur als Elektroauto angeboten werden, kommt nun aber laut Autocar auch in einer Hybridversion. 2027 soll zunächst das vollelektrische Modell starten.
Die technische Basis stellt nach Informationen des Portals nicht wie eigentlich vorgesehen die Elektroauto-Plattform MB.EA-M, die kürzlich mit dem neuen GLC EQ eingeführt wurde. Stattdessen soll eine „einzigartige“ Architektur mit einer Reihe von maßgeschneiderten Teilen verwendet werden, die rein sowie teilelektrischen Antrieb ermöglicht. Damit wolle Mercedes die unterschiedlichen globalen regulatorischen Anforderungen mit den Präferenzen der Verbraucher in Einklang bringen.
Der Motor, der im kleinen G zum Einsatz kommen soll, ist offenbar der turbogeladene und hybridunterstützte 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner, der auch im neuen CLA auf der vorrangig für Vollstromer entwickelten MMA verbaut ist. Er wurde von Mercedes entwickelt, soll jedoch von Horse Powertrain, einem Joint Venture von Geely und Renault, in China produziert werden.
2027 Mercedes 'Little G' to offer choice of hybrid or EV https://t.co/RgtI8ssmaK pic.twitter.com/3rowv61LHf
— Autocar (@autocar) February 23, 2026
Die rein elektrische Version des Little G soll mit zwei Mercedes-Elektromotoren angeboten werden: einem für die Vorderräder und einem leistungsstärkeren für die Hinterräder. Eine NMC-Batterie (Nickel Mangan Cobalt) mit 85 kWh Speicherkapazität soll eine Reichweite von über 700 Kilometern nach WLTP-Norm möglich machen.
Unabhängig vom Antriebsstrang soll der Baby G ausschließlich mit Allradantrieb verkauft werden, um eine überzeugende Offroad-Leistung zu bieten. Sowohl die Hybrid- als auch die E-Auto-Version sollen mit einem ausgeklügelten Energiemanagementsystem ausgestattet werden. Die Drehmomentverteilung soll eine individuelle Antriebskraftverteilung auf jedes Rad erlauben, um eine ähnliche Offroad-Leistung wie die Modelle der großen, inzwischen unter anderem vollelektrischen G-Klasse zu bieten.
Infolge des Wechsels auf eine eigenständige Plattform wird davon ausgegangen, dass Mercedes die kleine G-Klasse mit einem neuen Leiterrahmen-Chassis entwickelt. Das fünfsitzige Fahrzeug soll Autocar zufolge bis zu 4400 Millimeter lang sein. Zum Vergleich: Der reguläre G streckt sich 4825 Millimeter. Testfahrzeugen zufolge wird der Baby G ein deutlich kompakteres Modell, insbesondere in Bezug auf die Höhe. Die Standard-G-Klasse ist 1969 Millimeter hoch.
Das Design des kleinen G ähnelt Berichten zufolge mit seiner kantigen Ästhetik den bisherigen Modellen und verfügt über drei Seitenfenster in voller Größe sowie ein fest montiertes Reserverad. Der scheidende Mercedes-Designchef Gorden Wagener erklärte kürzlich gegenüber Autocar, dass das neue Modell die wichtigsten Designelemente der größeren G-Klasse beibehalten werde – darunter die charakteristischen runden Scheinwerfer und die an den Kotflügeln angebrachten Blinker.


Powerwall Thorsten meint
Reichweite > 700 km mit dem Luftwiderstandsbeiwert einer Schrankwand – Ich bin gespannt, ob 84 Kilowattstunden da ausreichend sein werden.
Powerwall Thorsten meint
Aber hey, der Plugin verbraucht ja wahrscheinlich auch weniger als 2 Liter auf 100 km
;-)
CJuser meint
Ich bin schon richtig gespannt auf die Kiste, allerdings ausschließlich die EQ-Modelle. Gerade, wenn die Kiste dann eine so gute Raumausnutzung wie der große Bruder hat. Und mal abwarten, ob hier wirklich maximal NMC-Zellen mit 85 oder bis zu 94 (dann eben auch LFP-Zellen mit 64) kWh verbaut werden. Die Grundfläche vom Akkupack ist ja identisch, unterscheiden sich „nur“ bei der Höhe. Cool wäre außerdem, wenn man auch eine AMG-Variante mit dem Antrieb von CLA EQ & GLA EQ bringt (soll ca. 550 PS haben).
Eine sehr schicke Grafik habe ich auch noch hier gefunden:
https://www instagram com/kolesaru/p/DVF5xFyEhoB/
MK meint
Wäre dann nach CLA und dem neuen GLB das dritte Modell, dass nur elektrisch und dem kleinen 4-Zylinder Benziner „M252“ kommt, also auch vollständig ohne Diesel. Das zeigt doch sehr klar, wo die Reise hingeht…und selbst beim „alten GLB“ (/EQB) lag der Anteil rein elektrischer Fahrzeuge in 2025 schon über 50%.
Envision meint
„Baby G“ ist ein schöner Name, sollten sie beibehalten, zieht bestimmt auch gut bei den Bling Bling Promis und Influencern – aber sehe gerade hat hat Casio schon für Uhren Serie könnte Problem werden.
Future meint
Casio hat die Marke 1996 erstmaks eintragen lassen und die Schutzklassen in 2000 und 2026 nochmal erheblich ausgeweitet. Allerdings hat Casio nach meinen Informationen den Automotive Sektor vergessen. Mercedes könnte sein Baby G also auf die Autos draufkleben.
Tinto meint
Beruhig dich wieder, der Name Baby G beschreibt das Projekt und ist bei Mercedes nur für interne Zwecke.
Future meint
Deshalb hat Mercedes ja auch vergessen, sich den Namen zu schützen. Aber als Kampagnentitel würde Baby G natürlich auch sehr gut zur Zielgruppe des Fahrzeugs passen. Die Rapper im Spot sollten dann natürlich alle eine Casio am Handgelenk tragen.
LOL meint
Wozu?
Tim Leiser meint
Zum fahren.