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Mercedes-Technikchef Burzer sicher: Elektrische G-Klasse wird sich durchsetzen

24.04.2026 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | 2 Kommentare

Mercedes-G-580-EQ-Elektroauto

Bild: Mercedes‑Benz

Die noch unter schwachen Absatzzahlen leidende elektrische G-Klasse wird sich nach Meinung von Mercedes-Technikchef Jörg Burzer durchsetzen. „Wir sind mit dem Produkt sehr zufrieden, denn es hat zum besten Absatzjahr in der Geschichte der G-Klasse beigetragen. Das Auto ist unglaublich gut – offroad verschiebt es an einigen Stellen die Grenzen sogar“, sagte der Manager im Interview mit Auto Motor und Sport.

Burzer räumte ein, dass es „Kundenbedürfnisse in Bezug auf große Motorisierungen gibt“, verwies aber darauf, dass man versucht habe, „das Thema Prestige“ mit neuen Features in die elektrische Variante zu bringen. Als Beispiel nannte er, wenn sich das Auto einmal um die eigene Achse dreht. „Wenn man das selbst mal gemacht hat, ist das ziemlich cool.“

Dass die Kunden trotz solcher Features in wichtigen Absatzmärkten eher zu den Verbrenner-Varianten greifen, liege daran, dass dort die Elektromobilität noch nicht so stark entwickelt sei. „Die Frage ist, ob die Märkte, die heute bei der G-Klasse stark sind, gleichzeitig auch besonders stark in der Elektromobilität sind. In den USA sehen wir gerade eine Veränderung der Perspektive“, so das Mercedes-Vorstandsmitglied. „Es gibt auf der anderen Seite Märkte, die mehr elektrische G als Verbrenner absetzen. Wir sind davon überzeugt, dass das Auto sehr gut ist, arbeiten aber natürlich daran, das Gesamtpaket so zu gestalten, dass es noch besser angenommen wird.“

Mercedes hat die 2024 eingeführte elektrische G-Klasse im März für das Modelljahr 2026 mit einigen Verbesserungen ausgestattet. Die Batterie des G 580 mit EQ Technologie bietet nun eine Nettokapazität von 117 kWh, was eine leichte Steigerung gegenüber den bisherigen 116 kWh darstellt. Dies führt zu einer leicht erhöhten Reichweite von 479 Kilometern nach WLTP-Norm, gegenüber den zuvor angegebenen 473 Kilometern.

Auch die Ladeleistung wurde verbessert: Die maximale Ladeleistung mit Gleichstrom (DC) steigt von 200 auf 210 kW, wodurch sich die Zeit für den Standard-Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent von 32 auf 29 Minuten verkürzt. Eine weitere Neuerung stellt der optional angebotene 22-kW-Bordlader für schnelleres Wechselstromladen (AC) dar. Dieser kostet einen Aufpreis von 655 Euro.

Der 432 kW/587 PS starke Allradantrieb mit vier Permanentmagnetmotoren bleibt unverändert, ebenso wie das Zwei-Gang-Getriebe und die Doppelinverter-Technologie. Optisch gibt es kaum Änderungen – vor allem die Wegnahme der bisherigen Black-Panel-Front, die nun durch einen klassischen Kühlergrill ersetzt wurde. Außerdem wird die G-Klasse nun in einer neuen Uni-Außenfarbe namens Aquamint angeboten, einem hellen Mintgrün. In puncto Preis startet der G 580 EQ bei 143.669 Euro (zuvor 142.621,50 Euro), wobei der Listenpreis aktuell mit einem Herstellerrabatt auf 129.302 Euro sinkt.

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Via: Auto Motor und Sport
Tags: Mercedes G-KlasseUnternehmen: Mercedes-Benz
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Besser-BEV-Wisser meint

    24.04.2026 um 10:35

    Reichweite wäre ja noch OK bei so einem Stadtauto. Aber die Nachladezeit von 29 min nicht. Wenn du dann doch mal weitere Strecken fährst und auf der Autobahn alle 150-200 km ein halbe Stunde Pause machen musst, schreckt das sehr ab.
    Insgesamt ist die heutige G-Klasse einfach ein skuriles Auto… Taugt eigentlich nur noch für die Poser aus dem Buntlichtvierteln….

    Antworten
  2. David meint

    24.04.2026 um 10:23

    Na, irgendwann schon. Man hat halt aktuell für die G-Klasse eine ganz spezielle Klientel, die bei den Frauenrechten im Mittelalter ist, so dass man ihnen fast nicht böse sein kann, wenn sie durch das ausräumen ihrer Cats im G 63 beweisen, beim Antrieb eines Autos sind sie nur 50 Jahre hinter der Zeit.

    Antworten

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