Im ersten Quartal 2026 hat die Mercedes-Benz Group 499.700 Pkw und Vans abgesetzt. Der Absatz batterieelektrischer Fahrzeuge stieg dabei auf Konzernebene mit 50.400 Exemplaren um 11 Prozent. „Die starke Nachfrage nach neu eingeführten Modellen sowie das anhaltende Wachstum in wichtigen Märkten stützten den laufenden Modellhochlauf im Jahr 2026“, teilen die Schwaben mit.
Mercedes-Benz Cars
Mercedes-Benz Cars verkaufte im ersten Quartal 419.400 Pkw (-6 %), darunter 44.300 Elektroautos (+9 %). Ohne China stieg der weltweite Absatz gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent. Das Wachstum in den USA und in Europa konnte die rückläufige Entwicklung in der Volksrepublik teilweise ausgleichen. Der Markt in China sei durch Modellzykluseffekte, makroökonomische Unsicherheiten und ein anspruchsvolles Marktumfeld geprägt gewesen, erklärt das Unternehmen.
„Das erste Quartal war geprägt vom Absatzwachstum außerhalb Chinas und einer hervorragenden Resonanz unserer Kundinnen und Kunden auf unsere neuen Modelle. Allein der neue vollelektrische GLC wurde in den ersten drei Monaten häufiger bestellt als jedes andere Elektrofahrzeug in unserer Unternehmensgeschichte. Und auch bei den anderen neuen Modellen – darunter die neue Mercedes-Benz S-Klasse – übertrifft der Auftragseingang unsere Erwartungen deutlich“, berichtet Mathias Geisen, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG, Vertrieb & Kundenerlebnis.
In Europa setzte sich der positive Trend des Vorquartals fort: Der Absatz in der Region stieg um 7 Prozent. Besonders erfreulich entwickelte sich der deutsche Markt mit einem Plus von 9 Prozent. Getrieben vom neuen vollelektrischen CLA verzeichnete Mercedes-Benz in Europa ein Wachstum bei batterieelektrischen Fahrzeugen in Höhe von 34 Prozent. In Deutschland lag das Plus bei 36 Prozent.
Da die Nachfrage nach dem neuen CLA die weltweiten Produktionskapazitäten übersteigt, läuft die Fertigung im Werk Rastatt im Drei-Schicht-Betrieb mit voller Auslastung. In Rastatt werden neben dem CLA Coupé und dem CLA Shooting Brake auch die A-Klasse, der GLA und der EQA gefertigt. Im Werk Bremen wird der elektrische GLC produziert – ebenfalls im Drei-Schicht-Betrieb, einschließlich zusätzlicher Samstagsschichten. Die kürzlich erfolgte Markteinführung der CLA-Hybridmodelle dürfte das Wachstum bei der Baureihe in den kommenden Monaten weiter stützen, hofft der Hersteller.
Die USA erwiesen sich im ersten Quartal als Wachstumstreiber und verzeichneten ein Absatzplus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mercedes-AMG (+5 %) und Mercedes-Maybach (+34 %) verzeichneten ein klares Wachstum gegenüber dem Vorjahr.
Wie erwartet ging der Absatz in China im ersten Quartal zurück – „vor allem aufgrund einer aktiven Vertriebssteuerung und des planmäßigen Auslaufens einiger Modelle vor anstehenden Generationswechseln, insbesondere im Entry-Segment“, heißt es. „Mercedes-Benz konnte dabei seine führende Position im Fahrzeugsegment oberhalb von 1 Million RMB behaupten.“ 2026 sei in China ein Übergangsjahr, das maßgeblich durch Wechsel bei mehreren Schlüsselmodellen geprägt werde. „Das Unternehmen baut dabei sein Portfolio sowohl bei vollelektrischen Fahrzeugen als auch bei Fahrzeugen mit elektrifizierten Hightech-Verbrennern zügig aus“, so die Stuttgarter.
In der Region Rest of World (Rest der Welt) verzeichnete Mercedes-Benz einen Absatzrückgang um 14 Prozent. Dies war vor allem auf niedrigere Absatzvolumina in der Türkei sowie auf die Auswirkungen der anhaltenden geopolitischen Herausforderungen und des Konflikts im Nahen Osten zurückzuführen.
Mercedes-Benz verzeichnete ein Wachstum beim Absatz von Elektroautos in Höhe von 9 Prozent, getragen von der „starken Nachfrage“ nach der neuen Generation der vollelektrischen Modelle. Der neue batteriebetriebene CLA mit EQ Technologie zahlt besonders auf das kräftige E-Auto-Wachstum in Europa (+34 %) und in Deutschland (+36 %) ein, wo das Fahrzeug bereits für Kunden verfügbar ist. Während in Europa der xEV-Anteil (E-Autos + Plug-in-Hybride) auf 41 Prozent stieg (Q1 2025: 37 %), führte das planmäßige Auslaufen von Plug-in-Hybrid-Modellen in China zu einem globalen xEV-Anteil von 19 Prozent (Q1 2025: 20 %).
Mercedes-Benz Vans
Mercedes-Benz Vans setzte im ersten Quartal 80.300 Fahrzeuge ab. „Der Absatz war insgesamt vom weiterhin volatilen und wettbewerbsintensiven Marktumfeld sowie von einer rückläufigen Nachfrage nach Midsize-Vans in China beeinflusst“, so das Unternehmen. „Teilweise wurde dies durch die positive Entwicklung in der Region Rest of World (+35 %) dank einer gesunden Kundennachfrage in verschiedenen Absatzmärkten kompensiert. In Europa – einschließlich Deutschlands – erreichte der Absatz im ersten Quartal das Vorjahresniveau. Darüber hinaus verzeichnete die Division im ersten Quartal einen stärkeren Auftragseingang als im Vorjahreszeitraum (+2 %).“
Der Absatz von gewerblichen Vans blieb im Vorjahresvergleich auf einem stabilen Niveau. Insbesondere die Large Vans verzeichneten weiterhin eine solide Nachfrage und legten im Absatz um 4 Prozent zu. Der Absatz von elektrischen Vans stieg im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 29 Prozent auf 6100 Fahrzeuge und führte zu einem leicht gestiegenen globalen Elektroanteil von 8 Prozent (Q1 2025: 6 %). In Europa erreichte dieses Segment 10 Prozent (Q1 2025: 8 %).

Besser-BEV-Wisser meint
10% BEV Quote. Enttäuschend.
Hätte Mercedes nach dem Start des CLA letztes Jahr mehr zugetraut. Wurde ja in Q1 schon voll produziert.
Aber GLC läuft ja erst an.
MK meint
@Besser-BEV-Wisser:
Zum einen wurde aber im ersten Quartal die Produktion des CLA noch mal gedrosselt, um den Shooting Brake in die Produktionslinie zu integrieren, zum zweiten wurde eben dieser Kombi dann vorproduziert, die Auslieferungen aber erst Ende März begonnen. Die Zahl tatsächlich zugelassener dürfte bisher sehr überschaubar sein.
Dazu kommt man eben von einem sehr niedrigen Niveau und hat mit dem von Ihnen angesprochenen CLA bisher eben nur ein einziges wirklich erfolgreiches Modell.
M. meint
„Das Wachstum in den USA und in Europa konnte die rückläufige Entwicklung in der Volksrepublik teilweise ausgleichen.“
Ich sag ja: ganz langsam raus dort, kein Geld mehr verbrennen.
Tinto meint
Das habe ich schon letztes Jahr hier geschrieben, die Entwicklung sich vom Chinesischen Markt weniger abhängig zu machen begrüsse ich sehr. Auch wenn es zu Beginn eine schmerzhafte Erfahrung für die Autohersteller war, profitieren wir in Europa enorm. Auch weil so mehr Kapazität für die hiesigen Märkte bleibt. Das Werk in Raststatt ist sowieso schon voll ausgelastet, und BMW München stellt bald komplett auf BEV um.
Wir brauchen die Chinesen nicht mehr, eine sehr gute Entwicklung.
Paule meint
„Wir brauchen die Chinesen nicht mehr,“
Das meinst du nicht wirklich im Ernst, oder?
Achso, du hattest ja auf den noch bestehenden Monat April hingewiesen. Jetzt kann ich es einordnen.
Future meint
In der Landwirtschaft ist es ja auch angesagt, im lokalen Bauernladen einzukaufen. Warum also auch nicht beim Automobil?
Die deutschen Fabriken würden sich dann nur noch auf Europa konzentrieren. Die restlichen Weltmärkte könnte man so einfach den Chinesen überlassen. Das wäre eine interessante Strategie für die deutsche Wirtschaft ohne diese anstrengenden Exporte in eigenartige Märkte. Man sollte das mal mit den Experten von EY diskutieren. Wenn dann weniger Fabriken gebraucht werden sollten im Oand, könnten die Leute einfach im Tourismus arbeiten.