Seit Kurzem ist das Förderportal zum Einreichen von Anträgen für die neue staatliche Elektroauto-Kaufprämie nutzbar. Das Interesse an dem auch für bestimmte Plug-in-Hybride und sogenannte Range-Extender-Stromer verfügbaren Zuschuss ist offenbar groß.
Binnen 24 Stunden nach Start des Verfahrens gab es nach Angaben des Bundesumweltministeriums bereits knapp 17.000 Anträge. Umweltminister Carsten Schneider (SPD) warb für die Alternative zu Wagen mit Verbrennungsmotor: „Es gibt immer schnellere Autos, günstigere Modelle und mehr Ladesäulen. Zudem ist man unabhängig von Krisen in der Welt und hohen Spritpreisen.“
Das Portal für das neue Elektroauto-Förderprogramm für Privatpersonen wurde am 19. Mai offiziell freigeschaltet. Wer sein Elektroauto oder bestimmte Plug-in-Hybride sowie Elektroautos mit Verbrennungsmotor als Stromgenerator („Range Extender“) ab dem 1. Januar 2026 neu zugelassen hat oder zulässt und unter bestimmten Einkommensgrenzen liegt, kann eine Förderung von bis zu 6000 Euro beantragen.
Die Höhe der staatlichen Subvention unterscheidet sich je nach Automodell, Einkommen und Familiengröße. Förderfähig sind sowohl der Kauf als auch das Leasing von Neuwagen. Die vorhandenen Mittel in Höhe von insgesamt drei Milliarden Euro reichen laut dem Umweltministerium für geschätzt 800.000 geförderte E-Fahrzeuge im Zeitraum von 2026 bis 2029.
Das Förderprogramm wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) umgesetzt. Das Antragsverfahren läuft digital ab und ist über das Portal der Förderzentrale Deutschland zu erreichen. Hier können Privatpersonen, die sich für den Umstieg auf einen neuen Stromer entschieden haben, je nach Einkommen, Familiengröße und Modell eine Förderung zwischen 1500 und 6000 Euro beantragen.
„Wir tun mit diesem Förderprogramm etwas für die Umwelt, für die Autoindustrie und für die Haushalte, die sich sonst kein Elektroauto leisten könnten“, so Bundesumweltminister Carsten Schneider. „Das ist angesichts der geopolitischen Lage wichtiger denn je. Denn die aktuelle fossile Krise ist längst nicht vorbei und könnte jederzeit wiederkommen. Elektromobilität ist unsere Chance, unabhängig zu werden von teurem Diesel und Benzin. Die Bedingungen dafür sind günstiger als je zuvor: Die Reichweiten der E-Autos werden besser, es gibt immer mehr Lademöglichkeiten und die Hersteller bieten endlich auch mehr Kleinwagen an. Außerdem spricht sich rum, dass Elektroauto-Fahren einfach Spaß macht. Elektromobilität kommt jetzt in der breiten Bevölkerung an. Unser Förderprogramm gibt dafür den nötigen Schub.“

MK meint
Warten wir mal das Wochenende ab, wenn die Leute etwas mehr Zeit haben, sich damit zu befassen.
Aber auf den ersten Blick erscheinen 17.000 Anträge bei wie vielen in 2026 schon zugelassenen BEV? 250.000? Dazu noch mal über 100.000 Plugin-Hybride? nicht all zu viel.
Das würde dann dafür sprechen, dass der Anteil der Leute, die wirklich WEGEN der Prämie ein eAuto kaufen und darauf angewiesen sind, sehr gering ist und die meisten die einfach nur gerne mitnehmen.
MichaelEV meint
Der bis 2029 angelegte Topf würde mit dieser Rate stolze 47 Tage halten. „Nicht viel“ ist da relativ.
Und eher wenige, die wegen der Prämie bestellt haben, werden ihr Fahrzeug bereits geliefert haben.
MrBlueEyes meint
Man konnte erst ab gestern (Dienstag) Anträge stellen… 🙄
BEV meint
und wie hoch ist der Firmenwagenanteil? Denke mal ziemlich hoch
bei den Privatkäufen gibts dann auch noch das Problem mit der Einkommensgrenze
ich verzichte ja super gern auf die Förderung, meien Steuern sollen lieber die Bedürftigen bekommen, inkl. der Beamten und besonders für die höheren Diäten der Abgeordneten und natürlich für deren „Mitarbeiter“ und Berater und wo das Geld sonst noch so versickert
hab mich ja freiwillig für den Kauf entschieden, die Förderung ist mir dabei nicht so wichtig, als dass sich der Umweg über die Eltern o.ä. gelohnt hätte
das beste Auto der Klasse ist ohnehin günstiger als die anderen
Andreas meint
Die meisten Zulassungen sind gewerblich und dafür kann keine Prämie beantragt werden.