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Mercedes startet Produktion der neuen elektrischen C-Klasse

14.07.2026 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | Kommentieren

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Bilder: Mercedes‑Benz

Mercedes-Benz erweitert den ungarischen Standort Kecskemét und baut dort die flexible Fertigung von Modellen im „Core“- und Kompaktsegment aus. Zwei neue Hallen für Karosserie- und Montagelinien wurden eröffnet. Hinzu kommen ein zweites Presswerk, eine neue Lackiererei und eine Batteriemontage.

Die Werksfläche wächst durch die Erweiterung von 200 auf 440 Hektar. Kecskemét wird damit zum größten Automobilproduktionsstandort Ungarns und zu einem der größten Standorte im weltweiten Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz. Im Rahmen des Businessplans 2022 bis 2026 investiert das Unternehmen rund eine Milliarde Euro.

Mit dem Produktionsstart der neuen elektrischen C-Klasse fertigt Kecskemét erstmals ein batterieelektrisches Core-Modell. Karosserieteile und Antriebsbatterien für die dort produzierten Elektrofahrzeuge GLB und C-Klasse entstehen direkt am Standort.

In der bestehenden Halle können Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und batterieelektrische Modelle auf einer Linie gefertigt werden. Die neue Halle ist auf die Produktion vollelektrischer Fahrzeuge ausgerichtet. Künftig kann unter anderem der elektrische GLC bedarfsgerecht in Bremen und Kecskemét produziert werden, während eine kompaktere Version der G-Klasse exklusiv in Kecskemét gefertigt werden soll.

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Mercedes-Werk Kecskemét (Zum Vergrößern anklicken) | Bild: Mercedes-Benz

Die neuen Hallen verbinden digitale Produktionstechnologien, ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze und KI-gestützte Anwendungen. Über die MO360 Data Platform werden Produktions-, Qualitäts- und Lieferkettendaten standortübergreifend vernetzt. Für den „Digital Factory Twin“ wurde erstmals eine komplette Montagehalle in Kecskemét digital abgebildet, sodass Produktionsprozesse simuliert, geplant und nachverfolgt werden können. Das MO360 Vision System unterstützt die Qualitätskontrolle mit kamerabasierten Anwendungen und erkennt Abweichungen am Fahrzeug in Echtzeit.

Mercedes betont auch das Thema Nachhaltigkeit. Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 42,3 MWp können demnach rund 25 Prozent des jährlichen Energiebedarfs des Werks decken. In der neuen Lackiererei sinkt der Energieverbrauch gegenüber der bestehenden Anlage um rund 20 Prozent, während die CO₂-Emissionen um etwa 80 Prozent reduziert werden.

„Mit der Werkserweiterung in Kecskemét erhöhen wir die Resilienz und Flexibilität unseres globalen Produktionsnetzwerks“, sagt Produktionsvorstand Michael Schiebe. „Der Standort definiert die Zukunft unserer Fertigung: intelligent, vernetzt, digital und konsequent auf Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit ausgerichtet. So können wir Modelle wie den GLB und die neue elektrische C-Klasse wettbewerbsfähig produzieren und stärken gleichzeitig den gesamten Produktionsverbund. Mein ausdrücklicher Dank gilt dem Team vor Ort für seinen außergewöhnlichen und leidenschaftlichen Einsatz.“

Die neue elektrische C‑Klasse ist seit Mai bestellbar. In Deutschland beginnen die Preise für den C 400 4Matic elektrisch mit 360 kW/490 PS starkem Allradantrieb, 762 Kilometer Reichweite und bis zu 330 kW Ladeleistung bei 67.711 Euro. Weitere Modelle mit Heck- und Allradantrieb sowie verschiedene Batterievarianten sollen für die erste nur mit Strom betriebene C-Klasse folgen. Dazu zählt ein Heckantriebsmodell mit einer erwarteten Reichweite von rund 800 Kilometern.

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Via: Mercedes‑Benz
Tags: Mercedes C-Klasse, Produktion, UngarnUnternehmen: Mercedes-Benz
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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