Im Juni 2026 wurden weltweit 2,0 Millionen Elektrofahrzeuge (reine Stromer und Plug-in-Hybride) verkauft, berichten die Analysten von Benchmark Mineral Intelligence. Damit erreichten die globalen Verkäufe seit Jahresbeginn 9,6 Millionen Einheiten. Gegenüber Juni 2025 stiegen die Verkäufe um 7 Prozent, gegenüber Mai 2026 um 11 Prozent.
Die Entwicklung unterschied sich deutlich nach Regionen. Der europäische Markt blieb der wichtigste Wachstumsmotor und erreichte im zurückliegenden Monat einen neuen Verkaufsrekord. Seit Jahresbeginn lagen die E-Fahrzeug-Verkäufe in Europa 27 Prozent über dem Vergleichszeitraum 2025. Im Juni nahmen die Verkäufe gegenüber dem Vormonat um 28 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat um 31 Prozent zu.
Als unterstützende Faktoren werden von den Branchenkennern gesetzliche Vorgaben, nationale Förderprogramme und erhöhte Kraftstoffpreise genannt. Ein Teil der starken Juni-Zahlen entfiel dabei auf E-Fahrzeuge, die unmittelbar nach Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten gekauft und inzwischen ausgeliefert wurden. Zugleich kommen mehr kleine Elektrofahrzeuge europäischer Hersteller auf den Markt, deren Produktion hochgefahren wird. Diese Modelle werden durch gesetzliche Regelungen in der Region stark unterstützt. Sie gelten als ein Bereich, der das Wachstum in den kommenden Monaten und im nächsten Jahr stützen könnte.
In Nordamerika lagen die E-Verkäufe nach dem ersten Halbjahr 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Als Belastungen werden schwächere gesetzliche Vorgaben und fehlende Fördermaßnahmen in den USA genannt. Die Verkäufe lokaler Hersteller blieben nach Strategiewechseln und erheblichen Abschreibungen schwach.
Der E-Markt in China verzeichnete im Juni ein Minus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn lagen die Verkäufe 14 Prozent niedriger, nachdem sich die zuvor einsetzende Erholung wieder verlangsamte. Gleichzeitig erreichten die chinesischen NEV-Exporte (New Energy Vehicle) im Juni mit fast 500.000 Einheiten einen weiteren Monatsrekord.

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