Der Münchner Automobilkonzern BMW verzeichnete im zweiten Quartal 2026 einen deutlichen Rückgang der Gewinne. Nach Steuern verdiente das Unternehmen nur noch 1,2 Milliarden Euro, was einem Minus von knapp 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Umsatz sank um 7,9 Prozent von 34 auf 31 Milliarden Euro.
Besonders stark war der Rückgang im Automobilgeschäft ausgeprägt. Das operative Ergebnis sank dort um mehr als 60 Prozent auf 629 Millionen Euro. Infolgedessen erwirtschaftete BMW im abgelaufenen Quartal mit seinen Finanzdienstleistungen einen höheren Gewinn als mit der Produktion von Fahrzeugen.
Ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung war China. Im weltgrößten Automarkt verzeichnete BMW einen Absatzrückgang von fast einem Drittel, während gleichzeitig der Wettbewerb zunahm.
Im Zuge der wirtschaftlichen Lage plant BMW den Abbau von bis zu 8000 Stellen, unter anderem durch ein Abfindungsprogramm in Deutschland. Vorstandsvorsitzender Milan Nedeljković, der Mitte Mai das Amt übernahm, kommentierte die Situation: „Die Herausforderungen in der gesamten Automobilindustrie nehmen rasant zu: Ein harter globaler Wettbewerb, steigende regulatorische Anforderungen und die Auswirkungen geopolitischer Konflikte werden unser Geschäftsmodell in den nächsten Jahren prägen. Daher gilt es, schlank und agil zu sein.“
Finanzvorstand Walter Mertl betonte die Notwendigkeit von Effizienzmaßnahmen zur Senkung der Kostenbasis. „Nach Einsparungen von 2,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr intensivieren und beschleunigen wir unsere Effizienzmaßnahmen und gehen strukturelle Veränderungen gezielt an. Unser Ziel ist weniger Komplexität und eine niedrigere Kostenbasis.“ Schon 2025 war die Zahl der Mitarbeiter bei BMW gesunken.
Für das gesamte erste Halbjahr beläuft sich der Gewinn des Konzerns auf rund 2,9 Milliarden Euro. Im Vergleich zu den 4,0 Milliarden Euro aus dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang von fast 30 Prozent.

David meint
Da kann man für die Marktumstände nicht meckern. BMW ist auf einem guten Weg. Seit der Zipse weg ist, quatscht auch keiner mehr dazwischen.
Paule meint
Gewinn – pah!
Marktanteile sind das Entscheidende!
Der Marktanteil der Marke BMW bei Pkw-Neuzulassungen in Deutschland lag im Gesamtjahr 2025 bei rund 8,3 Prozent (253.712 Neuzulassungen) und stieg im Jahresverlauf 2026 weiter an (beispielsweise auf 8,8 Prozent im Juni 2026).
BMW hat sich im zweiten Quartal 2026 den zweiten Platz bei den Elektroauto-Neuzulassungen in Deutschland zurückgeholt!
Ich bin lernfähig und habe nach jahrelangem Studium hier nun verinnerlicht: Marktanteil Deutschland ist die relevante Kennzahl zur Bewertung, ob ein Unternehmen erfolgreich bist. Bei BMW: läuft….
Ben meint
Geld regiert die Welt. Hast du hohe Marktanteile und verdienst vergleichsweise kein Geld, bringt dir das auch nichts. Es sieht lediglich gut aus, wenn dir ständig ein BMW entgegenkommt, mehr auch nicht.
Kein Gewinn = Kein Geld für Entwicklung (im besten Fall für die beste Technik die es dann auf dem Markt gibt)
Paule meint
Ben, das war mir nicht bekannt. Ich habe hier immer gelesen, Gewinn (weltweit) ist irrelevant, nur der Marktanteil Deutschland zählt.
Bitte nimm mir diese Illusion nicht!
Future meint
Der deutsche Automarkt soll ja besonders wichtig sein, das schreiben viele hier. Aber Deutschland könnte seinen fünften Platz in der Welt bald an Brasilien abgeben. Demnach müssten wir uns dann immer Brasilien anschauen, um zu bewerten, ob es bei einer Marke richtig »läuft« oder so.
Gerd Pörl meint
Wenn ich ein dänischer Automobilhersteller :) wäre und führend im Marktanteil in Dänemark: Was hilft‘s mir in meiner Rolle auf dem Weltmarkt? Vor allem, wenn ich früher ein wesentlicher Player dort gewesen wäre und entsprechend meine Strukturen und Personal aufgestellt.
Miro meint
Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.