Der chinesische Elektroautobauer Nio hat im zweiten Quartal 2026 insgesamt 107.658 Elektroautos ausgeliefert. Das waren 49,4 Prozent mehr als im Vorjahresquartal und 29,0 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten 2026. Davon entfielen 60.945 Fahrzeuge auf die Kernmarke Nio, 29.124 auf Onvo und 17.589 auf Firefly.
Mit dem höheren Absatz stieg auch der Umsatz deutlich. Nio erzielte zwischen April und Juni Erlöse von 32,14 Milliarden Renminbi, umgerechnet circa 4,18 Milliarden Euro. Gegenüber dem zweiten Quartal 2025 entspricht das einem Plus von 69,1 Prozent, gegenüber dem ersten Quartal 2026 einem Anstieg um 25,9 Prozent. Allein der Fahrzeugumsatz erhöhte sich im Jahresvergleich um 80,1 Prozent auf 29,06 Milliarden Renminbi (3,78 Mrd. Euro). Als Gründe nennt Nio neben dem höheren Volumen auch einen gestiegenen durchschnittlichen Verkaufspreis infolge eines veränderten Modellmixes.
Auch die Profitabilitätskennzahlen verbesserten sich gegenüber dem Vorjahr. Die Fahrzeugmarge lag bei 18,5 Prozent nach 10,3 Prozent im zweiten Quartal 2025, die konzernweite Bruttomarge stieg von 10,0 auf 18,4 Prozent. Im direkten Vergleich mit dem ersten Quartal 2026 gingen beide Werte allerdings leicht zurück. Unter dem Rechnungslegungsstandard GAAP schrieb Nio weiterhin rote Zahlen: Der Nettoverlust belief sich auf 528 Millionen Renminbi (68,6 Mio. Euro). Bereinigt um aktienbasierte Vergütungen und weitere definierte Effekte weist das Unternehmen dagegen einen Non-GAAP-Nettogewinn von 26,1 Millionen Renminbi (3,4 Mio. Euro) aus.
Die operative Entwicklung setzte sich nach dem Quartalsende mit hohen Stückzahlen fort. Im Juli lieferte Nio konzernweit 35.934 Fahrzeuge aus, im August waren es 35.836. Damit erreichten die Auslieferungen von Januar bis Ende August 262.893 Einheiten und lagen nach Unternehmensangaben 57,9 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Für das dritte Quartal prognostiziert Nio 108.000 bis 111.000 Auslieferungen sowie einen Umsatz zwischen 33,29 und 34,05 Milliarden Renminbi (4,33 bis 4,43 Mrd. Euro).
Für den europäischen Markt lassen sich die stark gestiegenen weltweiten Auslieferungen nicht unmittelbar übertragen, da Nio seine Quartalszahlen nicht als regional aufgeschlüsselte Europa-Bilanz veröffentlicht. In Deutschland bietet die Marke weiterhin mehrere batterieelektrische Modelle wie ET5, ET5 Touring, ET7, EL6, EL7 und EL8 an, gilt derzeit aber als wenig erfolgreich.

Futureman meint
Ähnlich wie VW verzettelt sich Nio in immer mehr Untermarken. Erfolgreiche E-Auto-Hersteller konzentrieren sich auf einige wenige Modelle und machen damit guten Gewinn. Da Nio jetzt auch noch Roboter (neben Telefonen) bauen will, wird es mit der Gewinnzone wohl so schnell nichts.
eBikerin meint
Meinst so wie der erfolgreichste E-Autohersteller BYD – oh moment ….
David meint
„In Deutschland bietet die Marke weiterhin mehrere batterieelektrische Modelle wie ET5, ET5 Touring, ET7, EL6, EL7 und EL8 an, gilt derzeit aber als wenig erfolgreich.“
Das dürfte wohl die Untertreibung des Jahres sein. Man hat in acht Monaten 19 Fahrzeuge zulassen können.
wosis meint
In ganz Europa waren es 2026 immerhin 171 Fahrzeuge. Dafür läuft es wohl in China ganz gut.