Die Kraftstoffpreise in Deutschland bewegen sich erneut auf einem hohen Niveau. Eine aktuelle Umfrage des Auto-Vergleichsportals und -Marktplatzes Carwow von Ende Juli unter 1000 Nutzern legt nahe, dass viele Verbraucher hohe Kraftstoffpreise inzwischen nicht mehr als kurzfristige Belastung betrachten, sondern ihre Mobilitätsentscheidungen langfristig danach ausrichten.
87 Prozent der Befragten geben an, dass Kraftstoffpreise ihre nächste Fahrzeugentscheidung beeinflussen werden. 61,1 Prozent sagen, dass sie ihre Entscheidung definitiv beeinflussen werden. 61,9 Prozent sehen den Umstieg auf ein Elektroauto als beste langfristige Antwort auf dauerhaft hohe Kraftstoffkosten.
Die Ergebnisse deuten laut den Studienautoren auf einen Strategiewechsel hin: Für viele Verbraucher sei das Elektroauto längst nicht mehr nur eine nachhaltige Alternative, sondern zunehmend die wirtschaftlich sinnvollere Entscheidung, um sich unabhängiger von steigenden und schwankenden Kraftstoffpreisen zu machen.
Vom ersten Impuls zur langfristigen Kaufentscheidung
Bereits Mitte März hatte eine Carwow-Umfrage ergeben, dass steigende Kraftstoffpreise und die damals eingeführte Stromer-Förderung das Interesse an Elektro- und Hybridfahrzeugen deutlich erhöhten. Damals gaben 48 Prozent der Befragten an, aufgrund steigender Kraftstoffpreise eher ein elektrifiziertes Fahrzeug in Betracht zu ziehen.
Die aktuelle Befragung zeigt nun, dass sich diese Entwicklung weiter verfestigt hat. Knapp 60 Prozent der Befragten ziehen inzwischen den Kauf eines effizienteren oder elektrifizierten Fahrzeugs in Betracht. 44 Prozent berücksichtigen hohe oder volatile Kraftstoffpreise inzwischen dauerhaft bei ihren Mobilitätsentscheidungen, während sich 42 Prozent weiterhin Sorgen über die Entwicklung der Kraftstoffpreise machen.
„Die Ergebnisse zeigen damit: Die Sorge über hohe Kraftstoffpreise ist keineswegs verschwunden“, so Carwow. „Statt auf kurzfristige Entlastungen oder sinkende Preise zu hoffen, beziehen viele Verbraucherinnen und Verbraucher inzwischen dauerhaft höhere Mobilitätskosten in ihre langfristige Fahrzeugentscheidung ein.“
Carwow-Daten bestätigen den Wandel
Auch die Fahrzeugkonfigurationen auf Carwow spiegeln diese Entwicklung wider. Zu Jahresbeginn lag der Anteil der Elektroauto-Konfigurationen noch bei 41 bis 43 Prozent. Nach den Kraftstoffpreisanstiegen im Frühjahr überschritt der E-Anteil erstmals dauerhaft die Marke von 60 Prozent. Seitdem ist die Nachfrage auf einem konstant hohen Niveau geblieben. Aktuell entfallen 70 bis 74 Prozent aller Fahrzeugkonfigurationen auf Elektroautos.
Im Gegenzug ist die Nachfrage nach klassischen Antrieben weiter zurückgegangen. Der Anteil von Benzinern liegt derzeit bei 11 bis 15 Prozent, Diesel erreichen nur noch 2 bis 4 Prozent.
„Im Frühjahr haben wir gesehen, dass steigende Kraftstoffpreise zusammen mit der EV-Förderung das Interesse an Elektroautos deutlich verstärkt haben. Unsere aktuellen Daten zeigen nun, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher dauerhaft mit höheren Mobilitätskosten rechnen und ihre Kaufentscheidung entsprechend ausrichten“, so Philipp Sayler von Amende, CEO von Carwow Deutschland. „Das Elektroauto wird dadurch immer stärker zu einer wirtschaftlichen Entscheidung. Für viele Menschen geht es heute weniger darum, auf den nächsten Preissprung an der Zapfsäule zu reagieren, sondern ihre Mobilitätskosten langfristig besser kalkulieren zu können.“

Future meint
Jetzt wird offenbar vielen klar, dass Strom eben doch viel effizienter und verfügbarer ist als Diesel. Es ist wohl wie immer, dass Kriege eben auch ihre guten Seiten haben, denn sie beschleunigen wirtschaftlche Innovationen. Man kann sich also bei Putin, Trump und Netanyahu dafür bedanken und vermutlich ahnen sogar die Deutschen in den besonders blauen Gemeinschaften unter uns, dass diese Kriege noch eine Weile weitergehen könnten und es nie wieder so biliges Öl wie damals geben könnte. Aber Sonne und Wind ist ja für alle da und sowas von billig.
Referendar meint
„dass Kriege eben auch ihre guten Seiten haben“
Satire oder doch Menschliche Verrohung?
Future meint
Weder noch. Es geht in meinem Text um Wirtschaf und nicht um Menschen. tMan muss das also unemotional sehen. Schauen wir uns die deutsche Industriegeschichte an und schon sind wir bei der erfolgreichen Old Economy des Landes, die von den Kriegen, die die Deutschen angezettelt haben, so sehr profitierten. Ja, auch der Gründungsmythos von Volkswagen gehört dazu. So ist das eben mit den Kriegen. Heute wie damals. Alles wiederholt sich, deshalb ist Geschichte auch immer noch das wichtigste Schulfach und nicht Mathematik oder Chinesisch.
Referendar meint
Dein Kriegs-Keynesianismus stützt sich auf die in der Ökonomie längst widerlegte Denkfigur vom “ Trugschluss der zerbrochenen Scheibe“.
Deine Behauptung, Kriege seien gut für die Wirtschaft, übersieht den massiven Wohlstands- und Kapitalverlust durch Zerstörung und Inflation. Erhöhte Energiepreise bremsen die Gesamtwirtschaft, anstatt nachhaltigen Fortschritt zu schaffen. Krieg zerstört Kapital, Infrastruktur und Menschenleben, Stichwort Opportunitätskosten, also was statt des Krieges möglich wäre. Friedlicher Wettbewerb, zivile Forschung und gezielte staatliche Förderungen treiben den technologischen Fortschritt im Alltag nachhaltiger und zielgerichteter voran.
Future meint
Alle Unternehmen, die jetzt Elektroautos in die Welt liefern können, machen gute Geschäfte. Das hat wohl auch mit den Kriegsfolgen zu tun.
Alle Gesellschaften in der Welt machen sich nun Gedanken, wie sie mit weniger fossilen Brennstoffen klarkommen können. Das hat vermutlich auch mit den Kriegsfolgen zu tun. Also, es profitiert nicht jeder vom Krieg. Aber das habe ich so auch nicht gemeint. Für die Transformation zur klimafreundlichen grünen Zukunftsindustrie ist der Krieg allerdings wohl ein enormer Beschleuniger, wenn man das Wort »Glücksfall« vermeiden will. Niemand hätte mit so einer Entwicklung vor ein paar Jahren gerechnet. Sogar Europa muss sich jetzt also an einen neuen »Kalten Krieg« gewöhnen, was dem Kontinent immer noch nicht leicht fällt, aber es wird den Kontinet viel grüner machen.
Referendar meint
Als China-Influencer musst du sowas schreiben, das ist klar. Wohl auch als Rechtfertigung für den China-Taiwan Konflikt.
Future meint
Natürlich wird China Taiwan bekommen. Und Amerika wird Grönland bekommen. Russland wird einen Teil der Ukraine bekommen. Und die Straße von Hormus wird auch jemand bekommen. Die Weltordnung ändert sich gerade gewaltig.
Referendar meint
Dann wirst auch du bald was bekommen: Ein schönes neues Auto von der KP
Glückwunsch :-)
banquo meint
Es ist bedauerlich, dass bei der Mehrzahl der Deutschen, die einen PKW haben Umweltthemen keine Rolle spielen. Erst wenn der Sprit durch Ursachen auf die Regierung keinen Einfluss hat etwas teurer wird, wird das Kaufverhalten beeinflusst.
Viele hundert Milliarden Dollar gehen durch dieses Verhalten an die fossile Wirtschaft und die Umwelt (Pflanzen, Tiere, Menschen) wird weiterhin zerstört.
Future meint
Interessant sind auch die Meldungen in den Medien, dass der Treibstoffdiebstahl in Europa massiv zunimmt. Das wird auch etwas machen mit den Menschen, wenn sie sich diese Bilder von den Löchern in den Autotanks angucken. Strom kann man nicht so leicht klauen wie Diesel und Benzin. (Quelle: Forococheselectricos)
David meint
An Umfragen glaube ich nicht. Ich sehe aber Autoschlangen an Tankstellen, wenn der Sprit zu bestimmten Zeiten deutlich günstiger wird. Das ist deutlich ausgeprägter als früher. Ich interpretiere das so, dass die fossilen Kraftstoffpreise bei immer mehr Verbrauchern langsam Richtung Schmerzgrenze wandern.
Das Gute an der aktuellen Situation ist, dass dank des großartigen amerikanischen Kriegsherrens wir jetzt schon ein halbes Jahr sehr hohe Preise sehen. Und zwischendrin hatte er sich kurz abgemildert, um dann richtig aufzudrehen. Psychologisch sehr günstig, um jemanden die Hoffnung zu nehmen. Ebenso ist das Thema aus der politischen Diskussion getreten, denn man hat sich dran gewöhnt und außerdem ist Sommerpause. Auch hat es bisher kein relevanter Wahlkämpfer in den betreffenden Bundesländern gewagt, konkrete Preissenkungen nach seiner Wahl anzukündigen. Da ist also keine Abhilfe in Sicht.
Von daher ist es nur ganz logisch, dass zumindest die, die jetzt sowieso vor einer Kaufentscheidung stehen, demnächst nicht mehr zu den 70 % Verbrenner
-Käufern zählen. Das Gute an der Geschichte ist aus meiner Sicht, dass damit das Elektroauto aus der Umweltschützer und Technik-Nerd Ecke kommt und die Juli Zahlen zeigen eindrücklich, dass die Tesla Blase mit ihren permanenten Unwahrheiten zum Schaden aller anderen Elektrofahrzeuge, einfach nicht mehr beachtet wird.
Mäx meint
Fast….wirklich fast hättest du es geschafft keinen Bezug zu Tesla zu ziehen den es nicht gebraucht hätte.
Halber Akku meint
Ja, in der Tat gut geschrieben. Und ich dachte, kommt die obligatorische Tesla Ohrfeige noch? Oder dieses Mal zum ersten Mal nicht? Spannung bis zum Schluss. Es bestand Hoffnung. Und, oh nein, dann doch…
David meint
Herzlichen Dank für eure wertvollen Rezensionen. Ich bin ganz sicher, die Redaktion wird sich bei euch melden, wenn sie neue Moderatoren braucht.
Ben meint
Als bezahlter VW Schreiberling(Hatespeacher)muss er natürlich gegen Tesla hetzen.
Bin mal gespannt was FUDavid Mitte nächste Woche schreibt nachdem die außerordendlichen Betriebsversammlungen bei VW in den deutschen Werken durch sind, wird da endgültig über die Schließung der 4 Werke endschieden wärend Grünheider über 1000 neue Mitarbeiter sucht ?