Im August 2026 verzeichneten die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland mit 212.563 Fahrzeugen einen Anstieg um 2,6 Prozent zum Vorjahresmonat, bei gleicher Zahl an Arbeitstagen. Dies geht aus der Analyse der Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) durch den Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) hervor.
Seit Jahresbeginn wurden demnach insgesamt 4,8 Prozent mehr Fahrzeuge neu zugelassen als in den ersten acht Monaten des Vorjahres. Das waren zusammen 1.965.024 Pkw, darunter 875.179 Fahrzeuge von internationalen Marken, die so seit Jahresbeginn einen Gesamtmarktanteil von 44,5 Prozent hatten. Im Monat August lag dieser Anteil bei 47,0 Prozent – das ist der bislang höchste statistisch erfasste Wert.
„Die internationalen Hersteller erreichen im August gleich zwei wichtige Rekordmarken: Mit 47 Prozent erzielen sie ihren bisher höchsten Marktanteil am deutschen Pkw-Markt, gleichzeitig kommt mehr als jedes zweite neu zugelassene rein batterieelektrische Fahrzeug von einer internationalen Marke“, erklärt VDIK-Präsidentin Imelda Labbé. „Das zeigt, dass Vielfalt und Produktangebot im Einstiegssegment den Hochlauf der Elektromobilität voranbringen. Entscheidend ist jetzt, diesen positiven Trend mit verlässlichen und wettbewerbsfreundlichen Rahmenbedingungen für bezahlbare Mobilität weiter zu stärken.“
68.930 rein batterieelektrische Pkw (BEV) wurden im August 2026 neu zugelassen, das entspricht einem Anstieg um 75,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Neuzulassungen bei internationalen Marken stiegen laut dem VDIK voraussichtlich überdurchschnittlich um 118,4 Prozent auf 35.080 Fahrzeuge an und hatten damit einen BEV-Marktanteil von 50,9 Prozent. Das ist der bislang höchste monatliche BEV-Marktanteil internationaler Marken.
Der BEV-Gesamtmarktanteil lag im August 2026 bei 32,4 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen, rund 13,4 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat. Das ist der historisch zweithöchste BEV-Marktanteil beziehungsweise der mit Abstand höchste Anteil seit der Reduzierung der E-Auto-Kaufförderung im Dezember 2022. Seit Jahresbeginn wurden insgesamt 515.545 BEVs neu zugelassen, das entspricht einem Wachstum von 53,1 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Davon machten internationale Marken rund 46,2 Prozent aus. Der BEV-Marktanteil liegt in Summe der ersten acht Monate 2026 bei 26,2 Prozent.
Auch Plug-in-Hybride (PHEV) verzeichneten im August wieder einen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die PHEV-Neuzulassungen stiegen im vergangenen Monat um 6,0 Prozent auf 25.406 Fahrzeuge an. Dies entspricht einem Marktanteil von 12,0 Prozent, was damit rund 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahresmonatswert liegt. Im PHEV-Markt haben die internationalen Marken im August voraussichtlich 11.098 Fahrzeuge neu auf die Straßen gebracht, ihr Marktanteil lag damit bei 43,7 Prozent des gesamten PHEV-Marktes. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn 219.808 PHEV-Pkw neu zugelassen (+15,6 %), damit liegt ihr Marktanteil kumuliert bei 11,2 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen. Internationale Marken hatten seit Jahresbeginn einen Marktanteil von 41,1 Prozent des gesamten PHEV-Marktes.
Insgesamt kommen die Elektrofahrzeuge – also BEV und PHEV zusammen – im August damit auf 94.336 Pkw-Neuzulassungen, 48,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Ihr Marktanteil lag bei 44,4 Prozent (August 2025: 30,6 %). Seit Jahresbeginn wurden 735.353 Elektrofahrzeuge neu zugelassen, dadurch beläuft sich ihr Marktanteil auf 37,4 Prozent.
Die Zahl der Nutzfahrzeugneuzulassungen lag im August bei 26.308 und damit 2,9 Prozent niedriger als im August des Vorjahres. Seit Januar 2026 wurden 223.440 Nutzfahrzeuge neu zugelassen (-2,3 %)

MK meint
Wie heißt es so schön: Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.
Smart gilt durch die Historie als Mercedes-Tochtergesellschaft z.B. als „deutsche Marke“, wird aber in China produziert und entwickelt. Ein Tesla Model Y gilt als „internationales“ Produkt, wird aber in Deutschland montiert.
Anderes Beispiel: Mein Skoda gilt als internationales Produkt (und wird ja auch in Tschechien endmontiert). Motor und Achsen aber kommen z.B. aus deutschen VW Werken. Auch sonst kommen über den Baukasten gemeinsam mit den VW ID-Modellen sehr viele Zulieferteile aus Deutschland. Und während ein „deutscher“ VW ID.Polo in Spanien montiert wird, wird der „spanische“ Cupra Born in Zwickau montiert.
Lange Rede, kurzer Sinn: In Zeiten internationaler Produktionsnetzwerke macht diese Statistik einfach überhaupt gar keinen Sinn mehr.
F. K. Fast meint
Doch, macht schon Sinn, aber es ist mehr Arbeit, es auseinanderzuklamüsern.
MK meint
@F.K.Fast:
Dann hätte ich mich anders ausdrücken sollen: Eine Statistik, wo die Unterscheidung rein nach Markenlogo und nicht z.B. nach Wertschöpfungsanteil getroffen wird, macht keinen Sinn.
Future meint
Es ist eben bei den Autos wie im guten Supermarkt. Da die deutschen Bauern nicht genügend Bioprodukte anbauen wollen oder können, muss ich Biokartoffeln aus Ägypten kaufen und Bioäpfel aus Österreich. Aber so geht das eben im schönen Kapitalismus mit der Marktwirtschaft aus Angebot, Nachfrage, Preis und Leistungsbereitschaft.
eBikerin meint
Du solltest vielleicht mit deiner Häme etwas warten. Könnte nämlich sein, dass da die deutschen Bauern ihre Bioäpfel von ihren Tschechischen und Spanischen Plantagen geholt haben.
Die genaue Auswertung fehlt nämlich noch. Genau weiss man es nur von den reinen eAuto Herstellern.
Tesla: 3034
Xpeng: 1163
Smart: 491
Zeekr: 94
Future meint
Du verstehst nicht, was ich meine. Es geht nicht um »Häme«, sondern um Marktwirtschaft. Kunden wollen kaufen, was sie gerne hätten. Bei den Biolebensmitteln schätzen Branchenverbände wie AMI und BÖLW, dass der Importanteil am Bio-Markt in Deutschland etwa 30 % bis 35 % beträgt. Trotz des Wachstums in diesem Bereich, kann die heimische Agrarindustrie also nicht genug liefern. Ich finde, das ist vergleichbar mit den Elektroautos.
eBikerin meint
Äpfel mit Birnen – in deinem Nio Markt findest du nämlich auch Bio Südfrüchte.
Muss ich jetzt nicht erklären, oder? Oder vielleicht doch?
Aber so geht das eben im schönen Kapitalismus mit der Marktwirtschaft aus Angebot, Nachfrage, Preis und Leistungsbereitschaft.
Versuch mal die Nachfrage mach Bio Bananen mit Leistungsbereitschaft aus Deutschland zu decken.
Die heimische Agrarindustrie kann so wieso nur 80-85% des Bedarfs decken – schlicht weil nicht mehr Produziert werden kann. Und wenn die heimische Agrarindustrie mehr Bio produziert wird der Importanteil noch mehr steigen, da Bio Lebensmittel weniger Ertrag abwerfen.
Ist also überhaupt gar kein Vergleich mit der Auto -Industrie.
Future meint
Du willst es wirklich nicht verstehen und kommst mit Bananen. Bleibe doch einfach mal bei Birnen, Äpfeln und Kartoffeln, die man importieren muss, obwohl davon mehr in der Heimat angebaut werden könnte. Die Nachfrage ist höher als das Bio-Angebot – deshalb wird importiert. Und die importierte Ware ist genauso hochpreisig wie die heimische.
eBikerin meint
Dann nochmal für dich – es kann nicht mehr Obst produziert werden, weil die Kapazitäten ausgelastet sind. Wenn man nun anstatt herkomlichem Obst Bio Obst produziert, muss man zwar weniger Bio importieren dafür aber umso mehr konventionelles Obst.
Aber wenn ich mich recht erinnere bist du ja ein Hamburger Jung – ich ein Land-Ei. Wir Landeier wissen schon warum wir immer bei solchen Themen etwas abwertend von „Stadtkindern“ sprechen.-
Future meint
Und was ist mit der ganzen Überproduktion vom Obst, das regelmäßig auf dem Müll landet. Da fällt mir schon wieder die Autoindustrie als Vergleich ein ;-)
Future meint
Das musst du mir nachsehen, ich habe in meinem Leben noch keine Streuobstwiese gesehen, und meine Kinder glauben immer noch eine echte Kuh wäre Lila.
Future meint
Bruder, ich weiß ja, dass man »lila« in den hübschen Dörfern am Bodensee nicht so gerne hat. Die größte Empörung über den neuen »Jaguar« kam doch aus der Ecke. Aber ich kann dich beruhigen, Bruder, lila ist in den Metropolen ganz normal.
MK meint
@Future:
Sehe ich genauso. Wenn VW einen Kunden auch mal mit 15 Monaten Lieferzeit vertrösten will, bestellt man halt da nicht, sondern z.B. bei BYD.
eBikerin meint
Welcher VW hat den gerade 15 Monate Lieferzeit?
Ach BYD hatte im Augsburg 5262 Zulassungen – natürlich PHEV und BEV
MK meint
@eBikerin:
Aktuell weiß ich es tatsächlich nicht. Als ich letztes Jahr noch mehr Leute kannte, die selber gesucht haben, war es auf jeden Fall so. Heute meldet ja die Automobilwoche, dass die Wartezeit beim ID.Polo schon vor der ersten Möglichkeit zur Probefahrt sich auf „mindestens“ 10 Monate aufgestaut habe, beim ID.3 Neo wird grade von 9 Monaten gesprochen.
Und ja, BYD wächst rasant…sicher auch weil VW Kunden und Autohäuser nahezu dort hin drängt.
Elektroautos 123 meint
Genau aus diesem Grund bestelle ich keinen VW ID. Polo, sondern einen Renault R5 – und ich habe in den letzten Jahren schon mehrere Elektroautos gekauft. Das größte Problem der deutschen Autoindustrie sind einfach diese endlosen Lieferzeiten bei Elektro-Bestellfahrzeugen!
MK meint
@Elektroautos123:
Es zeigt halt, dass man weiterhin eigentlich gar keine BEV verkaufen will…lange hat das funktioniert: es gab halt keine Alternative. Mittlerweile gibt es die aber.
Futureman meint
Und bei Technikprodukten (auch Autos gehören jetzt in die gleiche Rubrik wie Smartphones, Computer und TV) war es schon immer so: Sobald es in die Massenproduktion geht, kommt die Ware aus Asien. Oder die deutschen Firmen (inkl. Landwirtschaft) scheuen sich vor neuen Produkten und wollen lange am Alten festhalten, bis es zu spät ist.
Da muss sich Deutschland für die Zukunft dringend was Neues suchen, wie z.B. Konzepte für die Altenpflege. Bei der Altersstruktur ist Deutschland führend und kann evtl. solche Konzepte exportieren.
MK meint
@Futureman:
Und wer hat definiert, dass Autos jetzt ein Technikprodukt seien? Für mich dient mein Auto (Elroq) weiterhin einem einzigen Zweck: Mich von A nach B zu bringen. Sonst habe ich mit dem Ding nichts zu tun…ja, ich habe auch gelesen, dass ich da jetzt auf dem Auto-Display spiele spielen könnte…aber warum sollte ich das tun? auf dem Sofa in der Wohnung ist halt doch bequemer. Und das Display nutze ich in erster Linie für Android Auto (z.B. Navigation, Nachrichtenaustausch per Sprachsteuerung, Telefonate). Im Endeffekt also nur eine Bildschirmübertragung des Handys. Brauchen zukünftige Anwendungen mehr Rechenleistung, brauche ich also ein besseres Smartphone, aber kein anderes Auto.
Futureman meint
Die verbauten Komponenten wie E-Motor, Akku, Display, Software kommen nun einmal aus dem Technikbereich. Und vier Reifen und ein paar Sitze mit Metall drumherum sind Standard und können von (fast) jedem gebaut werden. Bei den Technikkomponenten kommt es aber auf Skalierung und Entwicklung an. Und da sind die deutschen Autobauer weit (sehr weit) abgeschlagen. Dazu steht in vielen Ländern das Thema, was mach ich, wenn das Auto steht (bei Stau, Mittagspause, Laden) in dem Auto sehr weit oben auf der Liste der „must-have“´s im Auto.
MK meint
@Futureman:
Ein Verbrennungsmotor aus den 1970ern kommt genauso aus dem Technikbereich wie ein Elektromotor aus 2026…es ist nur halt eine andere Technik.
Was bleibt, ist also letztlich das sogenannte „Infotainment“. Und abgesehen davon, dass ich nicht im Auto sitzen bleibe, wenn ich nicht fahre (auch nicht zum Laden…ich habe bisher immer sinnvollere Beschäftigungen gefunden, die ich auch bei einem Verbrenner so oder so gemacht hätte und die abseits des Autos stattfinden), sind wir da wieder beim Thema Android Auto: Das Auto braucht nur ein Display. Den ganzen Rest stellt das Smartphone bereit. Die Auto-Software und die Hardware dahinter muss also nichts können außer eine Verbindung zu Android Auto herzustellen und das Bild flüssig zu übertragen. Das bekommt sogar mein Skoda hin ;) Ob auf dem Handy dabei eine kleine App auf einem Gerät mit 2 GB Arbeitsspeicher werkelt oder eine komplexe KI, die 256 GB Arbeitsspeicher braucht, ist dem Auto vollkommen egal.