BMW M hat im Werk München das einmillionste Fahrzeug produziert. Das Jubiläumsmodell der sportlichen BMW-Tochter ist ein M3 in der Sonderlackierung Feuerorange III. Zukünftig soll am selben Standort auch der erste vollelektrische M3 gefertigt werden. Als Vorschau veröffentlichte der Hersteller Bilder eines getarnten Fahrzeugs.
„BMW M verbindet Straßen- und Rennstreckentauglichkeit mit Alltagsfreundlichkeit“, so Markenchef Franciscus van Meel. „Das einmillionste BMW M Fahrzeug zeigt, dass diese Werte bei unseren Kunden auch 40 Jahre nach der Markteinführung des ersten BMW M3 immer noch höchste Wertschätzung genießen. Für uns ist dies ein Ansporn, unser BMW M High-Performance-Fahrzeugportfolio auf Basis der BMW M Neue Klasse Technologie auch vollelektrisch anhand unseres zentralen Markenversprechens kontinuierlich weiterzuentwickeln.“
Der nur mit Strom betriebene M3 wird das erste High-Performance-Modell auf Basis der „BMW M Neue Klasse-Technologie“. Nach dem jüngst gestarteten vollelektrischen i3 entsteht damit ein weiteres Batterie-Modell der „Neuen Klasse“ in München. Die aktuelle M3-Generation wird bereits seit 2020 im Stammwerk produziert.
Ab nächstem Jahr fertigt die BMW Group im Werk München ausschließlich Elektroautos. Dafür wurde der Standort bei laufendem Betrieb umgebaut. Auf rund einem Drittel der Grundfläche entstanden ein neuer Karosseriebau, eine neue Fahrzeugmontage und zusätzliche Logistikflächen.
Die BMW Group investiert eigenen Angaben nach rund 650 Millionen Euro in die Umstellung des Münchner Werks auf die Produktion vollelektrischer Fahrzeuge. Moderne Produktionsstrukturen, Digitalisierung sowie die Zusammenarbeit mit Entwicklungsteams und Lieferanten sollen die Produktion des Elektro-M3 ermöglichen. Die Herstellung des High-Performance-Modells soll ausschließlich im Münchner Stammwerk erfolgen. Dort wird seit mehr als 100 Jahren produziert.
„Der BMW M3 ist eng mit dem Stammwerk der BMW Group in München verbunden“, sagt Peter Weber. „Wir freuen uns sehr, dass künftig auch der erste vollelektrische BMW M3 in München gefertigt wird. Für unsere Mitarbeitenden hat BMW M eine besondere emotionale Bedeutung. Umso mehr erfüllt es uns mit Stolz, die Zukunft dieser Ikone aktiv mitzugestalten.“

Van Meel hat den elektrischen M3 als „eigener natürlicher Feind“ des Verbrennungsmotors bezeichnet. Das Ziel sei es, Käufer durch überlegene Dynamik von der flankierend angebotenen neuen Benzin-Variante wegzulocken. „Es mag Kunden geben, die sagen, sie wollen einen Verbrennungsmotor, weil ihnen der Sound oder das Aussehen gefällt oder sie zu Hause nicht aufladen können“, so der BMW-M-Chef. „Das ist völlig in Ordnung. Aber wenn man sich für Rennsport oder Fahrdynamik begeistert, könnte man sagen, dass der Elektro-M3 der beste M3 ist.“
Der nur mit Strom fahrende M3 setzt auf vier E-Motoren. Der Fokus liegt nicht auf maximaler Leistung oder Drehmoment, sondern auf der Verbesserung der Agilität und des Fahrerlebnisses durch präzise Fahrzeugdynamik. Der Zentralcomputer „Heart of Joy“ steuert die vier Maschinen, um Vorteile bei der Stabilität und Wendigkeit zu erzielen. Gezieltes Bremsen der inneren und Beschleunigen der äußeren Räder soll das Kurvenverhalten optimieren. Der E-M3 wird simulierte Gangwechsel bieten, außerdem einen von den E-Motoren inspirierten neuen Klang.

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