Die seit Anfang des Jahres für Kauf und Leasing geltende neue staatliche Elektroauto-Kaufprämie soll vor allem Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen zugutekommen. Nach der jüngsten Auswertung des zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) wurde eine Subvention am häufigsten für das Tesla Model Y bewilligt.
Die E-Auto-Förderung der Bundesregierung kann seit dem 19. Mai beantragt werden, gilt jedoch rückwirkend für seit 1. Januar zugelassene Autos. Die Förderung richtet sich vorwiegend an Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen und kann je nach Automodell, Haushaltsgröße und Einkommen 1500 bis 6000 Euro betragen. Bezuschusst werden neben Elektroautos bestimmte Plug-in-Hybride sowie sogenannte Range-Extender-Elektrofahrzeuge.
Die Top-10-Liste der E-Auto-Modelle, für die es bis zum 1. Oktober am häufigsten Zuschüsse gab, führt laut dem Spiegel das mittelgroße SUV-Coupé Tesla Model Y mit 10.744 bewilligten Förderungen an. Dahinter folgen das Kompakt-SUV Škoda Elroq (5710), die Mittelklasselimousine Tesla Model 3 (3845), der Kleinwagen Citroën ë-C3 (3583), der Kleinstwagen Leapmotor T03 (3561), der Kompaktwagen VW ID.3 (3541), der Kleinstwagen Hyundai Inster (3337), das kompakte SUV BMW iX1 (2939), der Kompaktwagen Cupra Born (2806) und das kleine SUV Dacia Spring (2402).
Bei den Konzernen ist der Spitzenreiter die Volkswagen Group mit 20.624 Bewilligungen. Danach kommen Stellantis (13.670), Tesla (12.155), Hyundai Motor Group (10.415), Renault Group (8396), BMW Group (6085), Leapmotor/Stellantis-Joint-Venture (5816), BYD (5814), Ford Motor Company (4340) und SAIC Motor (2132).
Insgesamt hat der Staat mit dem Förderprogramm bis zum 1. Oktober den Kauf von 97.790 elektrischen Fahrzeugen bezuschusst, darunter waren 8196 Plug-in-Hybride. Das Förderprogramm habe die Erwartungen „weit übertroffen“ und die Haushalte dabei unterstützt, sich vor den hohen Spritpreisen zu schützen, sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) der Bild-Zeitung.
Das Geld komme Menschen zugute, die vorher nicht einmal daran gedacht hätten, sich einen elektrischen Pkw zu kaufen, so Schneider. Die Hälfte der Antragsteller hatte demnach ein Haushaltsjahreseinkommen von maximal 45.000 Euro, drei Viertel maximal 60.000 Euro. Die vorhandenen Fördermittel in Höhe von insgesamt drei Milliarden Euro reichen nach Regierungsangaben für geschätzt 800.000 geförderte Stromer im Zeitraum von 2026 bis 2029.

hu.ms meint
Die prämie gibts ja für firmen nicht.
Da tesla dort keinen fuss hineinbekommen hat (service, ersatzteillieferzeit = ausfallzeiten) ist es doch kein wunder, dass sie bei förderungfähigen privatkäufern gut liegen.
Die gesamtzulassungszahlen zeigen ein anderes bild !
Calimator meint
„Die Hälfte der Antragsteller hatte demnach ein Haushaltsjahreseinkommen von maximal 45.000 Euro“
Na klar… Und diese Personen kaufen sich dann ein Auto das in etwa dem Brutto-Haushaltsjahreseinkommen entspricht. Jedem der noch fehlerfrei bis drei zählen kann dürfte wohl klar sein, dass hier der Antragsteller und der Fahrzeugnutzer in sehr vielen Fällen zwei unterschiedliche Personsen sind. Aber so ist das leider immer wenn man etwas besonders sozial gerecht machen will. Dem Missbrauch wird Tür und Tor geöffnet.
Florian meint
Dass ausgerechnet ein Auto mit einem Basispreis von 39.900 € an der Spitze steht, finde ich schon bemerkenswert. Schließlich geht es hier um Menschen mit eher „kleineren“ Einkommen – und offenbar leisten die sich bevorzugt ein entsprechend großes und teures Auto.
Da stellt sich natürlich die Frage, wie man sich das schön- bzw. heruntergerechnet hat. Vielleicht hat ja auch das studierende Kind das Auto gekauft und die lieben Eltern fahren es dann großzügigerweise.
So wird aus „kleines Einkommen“ offenbar eine ziemlich kreative Definition. Nicht wirklich überzeugend.
MrBlueEyes meint
Auch hier im Artikel wieder ungenau beschrieben:
Bei der Einkommensgrenze handelt es sich um das (noch) ZU VERSTEUERNDE Haushaltsjahreseinkommen (zvE).
Wenn das nicht verstanden wurde, ergeben sich immer wieder Missverständnisse…