Lotus erweitert sein Modellangebot mit dem Eletre X um ein leistungsstarkes SUV mit Plug-in-Hybridantrieb, das ab sofort in Deutschland erhältlich ist. Als erstes Modell der Marke basiert der Eletre X auf der neu entwickelten X-Hybrid-Architektur, die einen vorrangig elektrischen Antrieb mit einem Verbrennungsmotor kombiniert. Die Technologie ist Bestandteil der Unternehmensstrategie „Focus 2030“, mit der Lotus unterschiedliche Antriebskonzepte anbieten will.
In Deutschland stehen der Eletre H550 mit 550 PS ab 96.990 Euro und der H1000 mit 700 kW (952 PS) ab 119.990 Euro zur Wahl. Das Antriebssystem kombiniert eine 70-kWh-Batterie mit 900-Volt-Architektur, zwei Elektromotoren und einen 2,0-Liter-Turbobenziner, der einen 150 kW starken Generator zur Stromerzeugung antreibt. Der Elektromotor an der Vorderachse leistet 310 kW (422 PS), das hintere Aggregat 390 kW (530 PS). Unterhalb von 85 km/h erfolgt der Vortrieb ausschließlich elektrisch, während der Verbrennungsmotor bei höheren Geschwindigkeiten zusätzlich die Vorderräder direkt antreiben kann. Ein intelligentes Energiemanagement stimmt den Energieeinsatz auf Geschwindigkeit, Batterieladezustand und Leistungsbedarf ab.
Die rein elektrische Reichweite beträgt je nach Modellvariante 300 beziehungsweise 305 Kilometer, während Lotus eine kombinierte Reichweite von bis zu 1200 Kilometern angibt. An einer geeigneten Schnellladestation lässt sich die Batterie mit maximal 436 kW in rund neun Minuten von 20 auf 80 Prozent laden, während eine vollständige Ladung an einer 11-kW-AC-Ladestation rund 7,2 Stunden benötigt. Die Batterie verfügt über eine Entladerate von 11C und soll selbst bei zehn Prozent Ladezustand eine Beschleunigung auf 100 km/h in 3,5 Sekunden erlauben.
Von 0 auf 100 in 3,3 Sekunden
Der Eletre H550 beschleunigt in 4,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h, während der H1000 den Standardsprint in 3,3 Sekunden absolviert und maximal 230 km/h erreicht. Für die Fahrdynamik sorgen unter anderem eine Zweikammer-Luftfederung, adaptive Stoßdämpfer und eine Doppelquerlenker-Vorderachse. Der H1000 verfügt zusätzlich über eine aktive 48-Volt-Wankstabilisierung und eine Brembo-Bremsanlage mit Sechskolben-Bremssätteln an der Vorderachse. Fünf Fahrmodi sowie die drei Antriebsmodi Pure EV, EV Priority und Hybrid ermöglichen unterschiedliche Abstimmungen von Fahrverhalten und Energieeinsatz.
Im Innenraum kombiniert Lotus hochwertige Materialien mit umfangreicher Digitaltechnik und Komfortausstattung. Das Infotainmentsystem Lotus Hyper OS basiert auf der Unreal Engine von Epic Games und nutzt unter anderem ein 15,1 Zoll großes Mini-LED-Display, während ein KEF-Audiosystem mit 23 Lautsprechern und 2.160 Watt Leistung für die Musikwiedergabe zuständig ist. Hinzu kommen Vordersitze mit Massagefunktion, ein Panorama-Glasdach, ein Head-up-Display und zusätzliche Touchscreens für Beifahrer und Fondpassagiere. Für die Fahrerassistenz stehen insgesamt 30 Sensoren einschließlich sieben Kameras, eines ein- und ausfahrbaren LiDAR-Systems und 4D-Radarsensoren zur Verfügung, deren Daten über eine NVIDIA-Thor-Rechenplattform verarbeitet werden.
Mit einer Länge von 5103 Millimetern, einer Breite von 2019 Millimetern und einem Radstand von 3019 Millimetern bietet der Eletre X Platz für Passagiere und Gepäck. Seine maximale Anhängelast beträgt 2250 Kilogramm, während sich über die Vehicle-to-Load-Funktion externe elektrische Verbraucher mit bis zu 6 kW versorgen lassen. Die Luftfederung erlaubt eine Höhenverstellung über insgesamt 75 Millimeter und kann die Karosserie im Offroad-Modus um bis zu 50 Millimeter anheben. Aktive Aerodynamikelemente, darunter ein verstellbarer Heckspoiler, sowie Gewichtseinsparungen von bis zu 120 Kilogramm gegenüber dem Eletre 900 ergänzen das technische Konzept.
Daneben bietet die Marke derzeit noch den vollelektrischen Eletre, die ebenfalls rein elektrische Sportlimousine Emeya und den Sportwagen Emira mit Verbrennungsmotor an. Hinzu kommt der auf 130 Exemplare limitierte elektrische Hypersportwagen Evija. Wann welche Modelle ebenfalls als Plug-in-Hybride angeboten werden, bleibt abzuwarten.






eBikerin meint
Kapier ich nicht. Ist der Benziner nur ein reines Stromaggregat oder doch nicht? Irgendwie ist der Text da etwas verwirrend.