Renault prüft die Entwicklung eines leistungsstarken Sportwagens auf Basis des kürzlich präsentierten 8-Gordini-Konzeptfahrzeugs als mögliches Nachfolgemodell zum R5 Turbo 3E. CEO Fabrice Cambolive bestätigte gegenüber Autocar, dass der 8 Gordini nach der Auslieferung des R5 Turbo 3E eine Option sein könnte.
Der gezeigte 8 Gordini ist eine Studie, die die klassische Renault-Limousine als zweitüriges Coupé neu interpretiert und dabei Designelemente der Tuningfirma Gordini nutzt. Das Modell ist laut Roman Gauvin, dem Chef für Renault-Konzeptfahrzeuge, nicht als extrem leistungsstarke Maschine konzipiert, sondern legt den Fokus auf Agilität und Fahrspaß.
Das R5 Turbo 3E basiert auf der neuen Alpine Performance Platform (APP), die für die nächste Generation der A110 der Renault-Sportwagenmarke Alpine entwickelt wurde. Dieses Modell verfügt über spezielle Radnabenmotoren mit einer kombinierten Leistung von 397 kW (540 PS). Die Produktion des R5 Turbo 3E ist für das Jahr 2028 geplant, wobei die Stückzahl auf 1980 Einheiten begrenzt ist und die Preise bei etwa 160.000 Euro beginnen.
„Mit dem R5 Turbo 3 wollten wir zeigen, dass Renault in der Lage ist, mit einem Elektroauto Sportlichkeit und Fahrspaß zu verbinden“, so Cambolive. „Und als wir über Gordini sprachen, wollten wir zeigen, dass wir ein Elektroauto entwickeln können, das Emotionen weckt, sportlich ist und begehrenswert wirkt. Und niemand hat zu mir gesagt: ‚Ach, das ist ein Elektroauto, das gefällt mir nicht.‘“
Das Konzept 8 Gordini soll laut Gauvin eine Balance zwischen dynamischer und nicht aggressiver Optik finden, was auch für zukünftige Renault-Modelle relevant sein könnte. Aktuell ist das Elektroauto nur als Einzelstück geplant, welches später im neuen Museum von Renault in Flins ausgestellt werden soll. Eine Wiederbelebung der ursprünglichen Limousine sieht das Unternehmen derzeit offiziell nicht vor.
Es gehe darum, wie sich die Franzosen gegenüber Sportwagenmarken positionieren, erklärte Cambolive. „Für uns steht der Spaßfaktor im Vordergrund. Wir wollen kein Auto entwickeln, das die Rundenzeit auf dem Nürburgring um eine halbe Sekunde verbessert; es macht Spaß, ist klein, wendig und flink.“ Der CEO glaubt, „wir haben die richtige Balance zwischen einem dynamischen und einem nicht zu aggressiven Erscheinungsbild gefunden, und das ist etwas, das ich sehr gerne bei zukünftigen Renault-Modellen umsetzen möchte. Das ist typisch Renault“.

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