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Deutsche Förderung für Batterieforschung läuft wohl aus

10.09.2024 in Politik von Thomas Langenbucher | 35 Kommentare

Audi-Q8-e-tron-Batterie

Bild: Audi (Symbolbild)

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat laut Berichten erklärt, dass ab 2025 voraussichtlich keine neuen Batterieforschungsprojekte mehr gefördert werden. Es sollen nur noch laufende Projekte ausfinanziert werden.

Gegenüber dem Portal Electrive bestätigte das BMBF, dass „mit den verbleibenden Mitteln … ab 2025 voraussichtlich keine neuen Batterieforschungsprojekte mehr begonnen werden können“. Konkret gehe es um die im Klima- und Transformationsfonds bereitgestellten Gelder für die Batterieforschung. Diese reichten zwar noch bis 2028, werden aber nur noch laufende Projekte unterstützen beziehungsweise dieses Jahr startende Neuprojekte.

Eine Sprecherin des Ministeriums sagte Electrive zufolge, dass „im laufenden Haushaltsjahr 2024 noch neue Impulse im Bereich der Batterieforschung gesetzt werden können, die bis in das Jahr 2028 wirken. Die hierfür erforderlichen Mittel in den Jahren 2025 bis 2028 sind im Haushaltsplan enthalten.“ Das BMBF prüfe außerdem derzeit „weitere, pragmatische Möglichkeiten zur Stärkung der Batterieforschungsaktivitäten“.

Das Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen-Batterien (Klib) hatte bereits im August gewarnt, dass die Batterieförderung nicht nur gekürzt, sondern gekappt werden könnte. Das führe zu einer „massiven Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Industrien“, warnte der Verein.

„Während die Ampel vor einem Jahr noch davon sprach, Deutschland zum Zentrum für Batteriezellen zu machen, soll die Forschungsförderung in Zukunft vollständig entfallen“, so die Präsidentin des deutschen Autoverbands VDA Hildegard Müller. Die geplanten Kürzungen stünden „beispielhaft für den Widerspruch zwischen gesetzten Zielen und der tatsächlichen Politik“.

Martin Winter vom MEET-Batterieforschungszentrum der Universität Münster sagte: „Alle anderen Länder fahren ihre Mittel hoch, weil es jetzt um die Umsetzung geht.“ Länder wie China oder Südkorea würden massiv in die Technologie investieren, die für Zwecke wie die E-Mobiltät oder die Speicherung erneuerbarer Energien zentral sei.

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Via: Electrive
Tags: Batterie, Förderung, ForschungAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Id7plus meint

    11.09.2024 um 07:18

    Ich habe schon vor 2000 geschrieben das h2 weder im pkw noch lkw kommt. Seit 2009 baue ich LiFePo4 Akkupacks. Du hast zu dieser Zeit noch nicht mal von Eautos gehört.
    Das die Industrie keine brauchbaren Eauto produziert dafür kann ich nichts.
    Ich fahrr meine Fahrzeuge länger. Das nächste Auto ist ein Eauto auch das steht schon seit 2015 fest.
    Das als umweltfeindlicher Pendler X Autos braucht kann sein.

  2. Duesendaniel meint

    11.09.2024 um 07:10

    Der Markt wird es regeln, nur leider ganz anders als die FDP uns das verspricht. Die Schuldenbremse als persönlicher Fetisch wird zum Sargnagel der deutschen Wirtschaft, während China, Südkorea und die USA weiterhin massiv in neue Technologien investieren. Wenn dann klar wird, dass uns die Konkurrenz uneinholbar davongelaufen ist, schiebt man die Schuld wie gewohnt einfach den Grünen in die Schuhe. Das hat Tradition und wird ja auch von der Union gepflegt und gerne wieder in die nächste Regierung übernommen.

    • Mike meint

      11.09.2024 um 07:31

      Wie die FDP sich der Wirtschaft verpflichtet sieht, aber trotzdem so kurzfristige Hickhackpolitik macht, ist mir völlig schleierhaft. Allerdings haben das viele Wähler erkannt. Nur 3% würden diese wirtschaftszersetzende Partei noch wählen.

    • MichaelEV meint

      11.09.2024 um 09:55

      Würden Lindner und andere der FDP ihren Schuldenbremsen-Fetisch ernst meinen, würden sie auch privat ihre Ausgaben aus dem laufenden Haushalt aufbringen.
      Ein Haus kaufen? Dann erstmal die 1,6 Millionen zusammensparen, bevor ausgegeben wird. Wir das so praktiziert? Selbstverständlich nicht!
      Wie würde es in der Privatwirtschaft aussehen? In Gebäude, Maschinen etc. investieren bevor das Geld verdient wird? Gibt es ohne Kredit nicht mehr, also würden auch keine neuen Unternehmen bzw. neue Produktionskapazitäten entstehen.
      Für viele Positionen im Haushalt kann ich nachvollziehen, dass dafür keine Schulden gemacht werden sollten. Aber für Investitionen in Infrastruktur, die sich zum Teil auf Sicht von Jahrzehnten rentiert? Das ist vollkommen weltfremd.

  3. Dirk meint

    10.09.2024 um 23:05

    Eine prima Strategie, in einem Bildungsland sämtliche Schlüsseltechnologien ans Ausland (=China) zu verlieren.

    Stattdessen wird H2 für PKW gehypt und gefördert als Zukunftstechnologie.

    Manchmal hab ich den Eindruck, es gibt so eine Art Masterplan für dümmste Entscheidungen in Deutschland.

    • Hans meint

      12.09.2024 um 09:28

      Der Masterplan ist von der Angloamerikanischen Elite ausgeheckt, und versucht schon seit über 100 Jahren Deutschland kaputt zu machen.
      Die selben Familien haben auch schon den 1. WK und den 2. WK ordentlich Finanziert und erst möglich gemacht.

  4. Michael meint

    10.09.2024 um 18:10

    Und dabei hatte es doch so schön angefangen – auch wenn es wirklich viele Köche waren …
    Eine Sammlung von Projektankündigungen zu Zellen bzw. Akkus
    // sicher niichrt vollständig //
    2023-01 _ NextZell
    2022-01 _ HEADLINE
    2021-03 _ AgiloBat
    2021-02 _ ForBatt
    2020-10 _ HOSALIB
    2020-09 _ POLiS
    2020-09 _ EPIC
    2020-07 _ FormEL
    2020-07 _ BIG-MAP
    2020-07 _ InZePro
    2020-07 _ greenBatt
    2020-07 _ BattNutzung
    2020-07 _ AQua
    2020-06 _ COBRA
    2020-05 _ ASTRABAT
    2020-05 _ Battery 2030+
    2020-04 _ ZellkoBatt
    2020-04 _ MEF-BILL
    2020-04 _ PErfektZELL
    2020-04 _ ARTEMYS
    2018-10 _ FestBatt
    2019-11 _ ProZell
    _ ExcellBattMat
    _ Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB)

    Sicher inkl. vieler Steuergelder
    Gibt es denn irgendwo Ergebnisse, die es zu verwerten oder zumindest zu sichern gibt?

    • Jeff Healey meint

      11.09.2024 um 22:41

      Nein.

      Und vor allem:
      Es gibt bis heute keine ernsthaften Bemühungen die gewonnenen Erkenntnisse in Massenproduktion umzuwandeln.

  5. Moritz meint

    10.09.2024 um 15:43

    Womit nun auch klar ist warum kürzlich auf der Baustelle von Cellforce in Kirchentellinsfurt ein kompletter Baustopp verhängt wurde.

    • B.Care meint

      10.09.2024 um 18:32

      Baustopp bei Cellforce? In den Medien findet sich dazu nichts.

  6. Horst meint

    10.09.2024 um 15:25

    kriegt ihr auch rechts die Tabor Werbung mit neuem Opel Astra L 1.2 Turbo 110 LED für unter 20k angezeigt? Wahnsinn!

    • F. K. Fast meint

      10.09.2024 um 16:52

      Welche Werbung? Wo?

      • Horst meint

        10.09.2024 um 19:27

        Aufm PC. Danke ecomento, dass ich jetzt so ein günstigen Verbrenner kaufen konnte

      • Future meint

        11.09.2024 um 16:46

        Bei mir ist es meistens Mercedes. Opel noch nie. Das wird an den vielen Akademikern hier im Stadtteil liegen. Google weiß ja alles. Aber Google hat nur teilweise verstanden, dass die Zielgruppe hier elektroaffin ist.

    • Gerry meint

      10.09.2024 um 21:35

      Ja absoluter Wahnsinn, wer kauft den heut noch nen rückständigen Verbrenner😆.

  7. Stefan Redlin meint

    10.09.2024 um 13:37

    Wenn man das so liest kann man nur mit dem Kopf schütteln. Liest sich als ob jetzt endgültig der Grundstein gelegt wird allen anderen Ländern die Herstellung von E-Autos zu überlassen.
    Langfristig bedeutet das den Tod unserer Autoindustrie. Mit der bleibenden und wachsenden Abhängigkeit bei den Akkus von anderen werden die Deutschen niemals konkurrenzfähig. Ausserdem sind wir dann erpressbar. Und das was die Deutschen Werke herstellen in top Qualität und bisher kaum erreicht von Anderen wird längerfristig nicht mehr zu exportieren sein, nämlich Verbrenner. Inlandsnachfrage reicht auch nicht und wird weiter sinken, da wir alle dann aus preislichen Gründen die E-Autos von sonst wo kaufen (müssen, deutsche gibts dann nicht) ist die Autoindustrie somit in Deutschland am Ende.

    • eCar meint

      10.09.2024 um 14:04

      Daran ist unsere Autoinsdustrie selber schuld. Seit 2007 wissen die, dass die Zeit für den Verbrenner abläuft. Was haben die bislang gemacht? Horden von Lobbyisten nach Brüssel, Berlin und den Medienhäusern geschickt um die BEV-Entwicklung zu bremsen oder gar zu stoppen. Dazu bezahlen sie viele Schreiberlinge, welche alle anderen BEV-Hersteller mittels Lü*en schlechtschreiben. Das fällt denen nun auf die Füße!

      • Peter meint

        10.09.2024 um 15:24

        „Denen“ besteht zahlenmäßig vor allem aus Arbeitnehmern wie Du und ich. Sicher nicht die Managementetage, aber alles was drunter kommt. Da ist die Frage nach „Schuld“ schlicht sch…egal. Da geht es um Zukunftsängste, umd Wohlstand in Familien. Und es geht auch um Steuereinnahmen für Deutschland insgesamt. Auch (oder nur, je nachdem wie man es sieht) Arbeitnehmer zahlen Steuern. Daraus werden unsere Schulen und unser gesamtes Gemeinwesen finanziert. Nur auf der Schuldfrage rumzureiten greift da „etwas“ zu kurz.

        • eCar meint

          10.09.2024 um 16:01

          Hilft ja alles nicht, wenn sich auch die Belegschaft gegen die BEVs wehren. Dann müssen die eben halt gehen.
          Unterstützung mit Steuergeldern währe hier wirklich Verschwendung. Da hilft nur eine echte Marktbereinigung und Freude auf was neues.

  8. Gernot meint

    10.09.2024 um 13:03

    Ist doch egal. Es gibt seit 10 Jahren im Prinzip nur noch ein politisches Thema „Migration“.

    Wir sind ein analoges Land, dass in einer digitalisierten Welt völlig scheitert? Die Digitalisierung gelingt durch 50.000 Abgeschobene kein bisschen besser? Egal! MIGRATION! Die Politik muss sich um die Verhinderung von Migration kümmern!

    Unser Bildungssystem bereitet die Heranwachsenden auf eine Welt von vor 40 Jahren vor? Egal! MIGRATION! Die Politik muss sich um die Verhinderung von Migration kümmern!

    2.500 Tote durch Straßenverkehr pro Jahr. 130 km/h auf Autobahnen und 30 km/h in Städten würde die Zahl stark senken. Wissenschaftlich unstrittig. Also Tempolimits? Egal! MIGRATION! Die Politik muss sich um die Verhinderung von Migration kümmern!

    Russland droht? Rentensystem kollabiert? Klimawandel? Egal! MIGRATION! Die Politik muss sich um die Verhinderung von Migration kümmern!

    Ob wir bei Batterien nun 2 oder 5 Jahre haben, spielt bald keine Rolle mehr. Insofern ist es nur konsequent, dass auch zu streichen.

    Christian Lindner zur Schuldenbremse: „Die ist ein Gebot der Verfassung. Man kann nicht Gebote der Verfassung aus- und einschalten wie einen Lichtschalter.“

    Christian Lindner zur Verschärfung der Asylpolitik: „Wenn es nötig sein sollte, das Grundgesetz zu ändern, sind wir gesprächsbereit.“

    • Jeff Healey meint

      11.09.2024 um 22:46

      Ziemlich gute Analyse. Es ist so bitter…

  9. David meint

    10.09.2024 um 11:56

    Die braucht man auch erst mal nicht mehr. Hersteller müssen jetzt aus eigenem Interesse am Puls der Zeit bleiben. Und das tun sie auch. Man muss ja nicht glauben, dass alles, was bei den deutschen Herstellern im Bereich Zellen/Akkus geschieht, zu 100 % aus Fördergeldern finanziert wurde. Das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Es geht insgesamt um dreistellige Millionenbeträge…

  10. RainerLEV meint

    10.09.2024 um 11:53

    Ich fühle mich Stark Verwatzingert.

  11. Alexander Thomas meint

    10.09.2024 um 11:51

    Ein FDP geführtes Ministerium. Wen wunderts…

  12. Kasch meint

    10.09.2024 um 11:47

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.

  13. Futureman meint

    10.09.2024 um 11:44

    Bei so viel Förderung für Wasserstoff bleibt für wahre Zukunftstechnik halt nichts übrig.

    • Justin Case meint

      10.09.2024 um 13:18

      So wird die Abhängigkeit von China umso stärker. Dort ist nicht nur die Produktion versammelt, sondern auch das Zentrum relevanter Patentanmeldungen.
      Europa „rettet dann seine Wirtschaft“ durch die Rückkehr zum Verbrenner und den Glauben an die Wasserstoff und EFuels Zukunft, die nie kommt.

  14. Cupra meint

    10.09.2024 um 11:40

    Danke FDP und Herr Lindner….“vorsicht, Ironie“

    • Yoshi meint

      10.09.2024 um 11:57

      Spricht ja eher nicht für die anderen Ampel-Parteien, wenn sie sich von einer 5%-Spaßpartei derart auf der Nase rumtanzen lassen.
      Dass es rot und grün zusammen nicht mal schaffen, ein Tempolimit auf den Weg zu bringen spricht Bände.

      • Id7plus meint

        10.09.2024 um 13:13

        Wobei ein SUV und Pendler Verbot viel nützlicher ist.
        Zusätzlich sollten die die Bahn und auch die Flugzeuge langsamer fahren/ fliegen :)

        • LMdeB meint

          10.09.2024 um 17:50

          Pendlerverbot. Autsch. Der war ja intelligent. Manche sollten aufhören so viel CO2 auszuatmen …

        • Gunnar meint

          10.09.2024 um 22:05

          „SUV Verbot“
          Ich fahre einen BEV-SUV. Nach 53.000 km liegt der Durchschnittsverbrauch bei 15,2 kWh. Das sind umgerechnet circa 1,6 Liter Diesel. Ich lade zu 95% zu Hause. Mein Hausstrom kommt über das Jahresmittel zu 73% aus unserer PV-Anlage. Sowas willst du verbieten lassen? Geht‘s noch?
          Dein oller Diesel gehört verboten, und zwar sofort.

        • Yoshi meint

          11.09.2024 um 09:44

          Kannste im Jahr vor den Wahlen ja Mal versuchen mit dem sofortigen Dieselverbot, ich wünsche viel Erfolg

      • Steffen meint

        10.09.2024 um 14:04

        Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.

      • Kona64 meint

        10.09.2024 um 21:36

        Pendlerverbot? Unsinn. Deutschland ist ein freies Land, es gilt freizügig. Ich kann hinfahren wo ich will und es geht keinen was an. In sofern gibt es keine Pendler. Man kann aber natürlich z.B. Maut erheben. London und Paris machen es vor.

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