Der Nissan Micra kommt in der sechsten Generation erstmals als Elektroauto zu den Kunden. Der 3.974 Millimeter lange Kleinwagen ist nun in Deutschland bestellbar, los geht es bei 27.990 Euro.
Mit seiner Mehrlenker-Hinterachse, der tief montierten Batterie und der direkten Lenkung biete der jüngste Micra ein temperamentvolles und agiles Fahrerlebnis – „ob in engen Innenstädten oder auf kurvigen Landstraßen“, wirbt der Hersteller. Die Plattform AmpR Small von Partner Renault, die die technische Basis der neuen Modellgeneration bildet, sorge mit niedrigem Schwerpunkt und einem geringen Gewicht von 1.500 Kilogramm für ein Fahrgefühl „voller Gelassenheit und Komfort, das weit über das der Vorgängergenerationen hinausgeht“.
Mit einem Radstand von 2.541 Millimetern sollen auch im Fond komfortable Platzverhältnisse herrschen. Das Ladevolumen im Kofferraum beträgt 326 Liter und lässt sich durch Umklappen der Rücksitze im Verhältnis 40:60 auf bis zu 1.106 Liter erweitern.
Für den Antrieb stehen zwei Batterieoptionen zur Wahl: ein Akkupaket mit 40 kWh und eines mit 52 kWh für 317 beziehungsweise 416 Kilometer Reichweite pro Ladung. Mit dem 100-kW-DC-Lader (oder 80 kW bei der 40-kWh-Batterie) dauert das Aufladen von 15 auf 80 Prozent rund 30 Minuten. Das 11-kW-Bordladegerät ermöglicht zügiges Laden an AC-Ladestationen und Wallboxen. Die Wärmepumpe trägt zur Senkung des Energieverbrauches und zur Erhöhung der Reichweite im Alltagsbetrieb bei. Über die V2L-Funktion (Vehicle-to-Load) können kleinere externe Geräte mit Strom versorgt werden, eine baldige V2G-Integration (Vehicle-to-Grid) ist vorbereitet.
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Die Motorleistung des Fronttrieblers beträgt mit 40-kWh-Batterie 90 kW/122 PS, mit der größeren Batterie 110 kW/150 PS. Damit geht es in 9,0 und 8,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Maximal ist jeweils Tempo 150 möglich. Der Stromverbrauch wird mit 14,2 beziehungsweise 14,7 kWh/100 km angegeben.
Das Ausstattungsprogramm für den neuen Nissan Micra umfasst die drei Versionen Engage, Advance und Evolve. Beim Einstiegs-Niveau sind unter anderem an Bord: ein Infotainmentsystem mit 10,1-Zoll-Bildschirm, ein 7-Zoll-Fahrerinformations-Farbdisplay, eine kabellose Smartphone-Integration mit Apple CarPlay und Android Auto, das schlüssellose Zugangssystem i-Key, eine Klimaautomatik mit Fern-Vorklimatisierung des Innenraums, LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent, LED-Rückleuchten, beheizbare, elektrisch verstellbare Außenspiegel sowie dunkel getönte Scheiben ab der B-Säule.
Die serienmäßige Sicherheitsausstattung umfasst unter anderem den autonomen Notbremsassistent, Spurhalteassistent, Spurverlassenswarnung und eine Fahrerüberwachung, die Anzeichen für Ermüdung und Ablenkung erkennt. Sechs Airbags, ein Berganfahr-Assistent, eine Einparkhilfe hinten und eine elektrische Parkbremse sind ebenfalls in allen Varianten an Bord.
Nissan gewährt auf den neuen Micra eine Herstellergarantie von drei Jahren, die sich auf bis zu acht Jahre verlängern lässt. Auf die Batterie wird eine Garantie von acht Jahren oder 160.000 Kilometer gewährt. Die ersten Elektro-Micra sollen Anfang 2026 in die Ausstellungsräume der deutschen Nissan-Händler rollen.








Mike meint
Oh, da werden sich die Nissan-Dealer aber vor Kunden kaum retten können.
Ich rechne mal damit, dass folglich auch der Leaf erst ab >35k (mit Mindestausstattung) zu haben sein wird. Tja, so wird man nicht aus den roten Zahlen rauskommen. Dazu bräuchte man richtig gute und ihren-Preis-werte Fahrzeuge.
Jeff Healey meint
Der Listenpreis ist für so ein kleines Fahrzeug und mit der relativ geringen Reichweite einfach immer noch zu hoch.
Die Preise müssten dringend runter.
Die europäischen Hersteller packen es irgendwie nicht.
Jeff Healey meint
Upsi.
Streicht das „europäischen“.
Das gilt derzeit für die gesamte Branche.
Couch Kartoffel meint
Ein Kleinstwagen für ab 28K Euro? Rauchen die in Japan irgendetwas spezielles?
Für 29600 gibts den Kompaktwagen VW ID3 mit mehr Platz, mehr Reichweite etc.
Ab 27K Euro gibts den Ora 03 Funky Cat. Größer, mehr Reichweite.
Opel Frontera, Citroen EC3 etc. alle günstiger und mehr Platz. Wer kauft da Nissan. Da weiß man nicht mal ob die mit Pleite Mitsubishi nächstes Jahr noch existieren und was nach der beendeten Partnerschaft mit Renault nund aus den ganzen Badge-Engineering Modellen unter dem Label Nissan und Mitsibishi passiert.
Stefan meint
Er ist in ähnlichen Preisbereichen wie das Schwesterfahrzeug Renault 5.
Und Renault wir wohl auch nicht wollen, dass er die Preise des Renault 5 deutlich unterbietet.
André meint
Wieso Kleinstwagen, der läuft im B Segment wie auch Polo, Clio, Yaris etc
Mary Schmitt meint
Korrekt. Zudem ist das der Listenpreis. Problem wird eher sein, dass Nissan da keinen großen Gewinn dran machen wird, um es vorsichtig zu formulieren.