Die beiden schwedisch-chinesischen Elektro-SUV Polestar 3 und Polestar 4 haben eine Reihe von Verbesserungen erhalten, die die Fahrleistung und das Fahrerlebnis optimieren sollen. Beide Modelle können ab sofort bestellt werden. Die Preise beginnen bei 78.900 Euro für den Polestar 3 und bei 61.900 Euro für den Polestar 4.
„Der überarbeitete Polestar 3 und Polestar 4 sind jetzt besser denn je. Die gesteigerte Leistung, das verfeinerte Design und die verbesserte Klimabilanz bieten einen Mehrwert, der beide Modelle für Kundinnen und Kunden noch attraktiver macht“, wirbt CEO Michael Lohscheller.
Polestar 3: Verbesserungen in den Bereichen Leistung, Aufladen und Intelligenz
Der Polestar 3, das Flaggschiff-SUV der Marke, wurde mit der Einführung einer 800-Volt-Elektroarchitektur verbessert und bietet nun schnellere Gleichstrom-Laden (DC), mehr Leistung und eine höhere Fahrdynamik. Mit der neuen Architektur erreicht der Polestar 3 jetzt eine maximale DC-Ladeleistung von bis zu 350 kW. Damit soll eine Ladung von 10 auf 80 Prozent unter optimalen Bedingungen 22 Minuten dauern – 35 Prozent schneller als zuvor.
Die Ladeleistung wird durch „Breathe Charge“ weiter optimiert – „eine innovative Batteriesoftware, die den Zustand der Batterie kontinuierlich in Echtzeit überwacht und die Ladegeschwindigkeit dynamisch anpasst, um die Schnellladeleistung unter allen Bedingungen zu maximieren und gleichzeitig die langfristige Batterieleistung zu erhalten“. Das Ergebnis ist laut Polestar ein schnellerer und gleichmäßigerer Ladevorgang, der im Vergleich zu einer Ladung ohne Breathe Charge bei einer zehnminütigen DC-Ladung eine um bis zu 38 Prozent größere Reichweite ermöglicht.
Auch die Fahrleistung wurde verbessert. Alle Versionen des Polestar 3 verfügen nun über einen neu entwickelten Permanentmagnet-Synchronmotor an der Hinterachse, der bei den Dual-Motor-Versionen mit einem Asynchronmotor an der Vorderachse kombiniert ist. Die kombinierte Systemleistung erreicht in der Performance-Variante nun bis zu 500 kW/680 PS. Eine automatische Abschaltfunktion für den Frontmotor verbessert die Effizienz im Alltagsbetrieb. Eine stärker auf die Hinterachse ausgerichtete Kraftverteilung, eine überarbeitete Federung und Stabilisatoren an der Vorderachse sowie eine neu abgestimmte Lenkungssoftware sollen „zu einem noch eindrücklicheren Fahrerlebnis“ beitragen.
Zudem wurde der Hauptcomputer des Polestar 3 aufgerüstet, wodurch sich die Rechenleistung mehr als verachtfacht hat. Dies ermöglicht den Angaben zufolge eine fortschrittlichere Steuerung der aktiven Sicherheitssysteme, der Fahrzeugfunktionen und der Sensordaten.
Zu den Design-Neuerungen zählen zwei neue Außenfarben, „Storm“ und „Krypton“, sowie Embleme in Kontrastfarben, die die Marke Polestar hervorheben. Im Innenraum werden neue Farbvarianten eingeführt: „Bio-attributed MicroTech“ mit Steppmuster in „Nebula“ und Dekor aus wiederverwendetem Aluminium sowie Nappaleder in „Dune“ mit Dekor aus schwarzer Esche, während „Bio-attributed MicroTech“ in „Charcoal“ mit Dekor aus recyceltem Aluminium zur Serienausstattung wird.
Sowohl der Polestar 3 als auch der Polestar 4 übernehmen nun die überarbeitete Ausstattungsstruktur und Namenskonvention, die erstmals bei der Sportlimousine Polestar 5 eingeführt wurde: Die Varianten heißen nun bei beiden Modellen „Rear Motor“ und „Dual Motor“. Die Top-Level Varianten sind nun „Performance“ beim Polestar 3 und „Dual Motor mit Performance-Paket“ beim Polestar 4.
Diese Konfiguration soll für eine klare Abstufung innerhalb der Modellreihen sorgen. Beim Polestar 3 umfasst dies eine optimierte Batteriegröße für die Einstiegsvariante Rear Motor sowie eine aktive Luftfederung, die beim Dual Motor als Option angeboten wird, während sie bei der Performance-Variante zur Serienausstattung gehört. Optische Details unterscheiden die Versionen beider Modelle zusätzlich, darunter das Design der Sicherheitsgurte in Schwarz beim Rear Motor, in Schwarz mit Streifen in Schwedengold beim Dual Motor und komplett in Schwedengold beim Polestar 3 Performance und Polestar 4 mit Performance-Paket.
Polestar 4 Coupé: verbesserte Fahrdynamik und Nachhaltigkeit
Der Polestar 4 heißt künftig offiziell Polestar 4 Coupé, wohl in Vorbereitung auf eine angekündigte neue Kombi-Variante. Das aktualisierte Polestar 4 Coupé bietet eine überarbeitete Fahrwerksabstimmung mit laut dem Hersteller verbesserter Agilität, Komfort und Präzision, die das gesamte Fahrerlebnis stärken sollen.
Die Varianten Rear Motor und Dual Motor sind serienmäßig mit einem neu kalibrierten Fahrwerk ausgestattet, das über passive Dämpfer mit hoher Kapazität, neue Feder- und Stabilisatorspezifikationen sowie Rückprallanschläge aus Polyurethan (PU) verfügt, die die internen Rückprall-Schraubenfedern ersetzen. „Dadurch bieten die Varianten Rear Motor und Dual Motor ein kontrollierteres Fahrverhalten unter allen Bedingungen, das durch Verbesserungen der Lenkpräzision noch weiter verfeinert wird“, so Polestar.
Das Polestar 4 Coupé bleibt das bislang schnellste SUV in der Polestar Modellpalette: Die Allrad-Varianten mit zwei Motoren beschleunigen in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und haben dabei dem Hersteller zufolge gleichzeitig den geringsten CO₂-Fußabdruck aller Modelle der Marke. Dazu heißt es: „Das Polestar 4 Coupé weist von der Fertigung in Hangzhou Bay, China, bis zur Auslieferung einen CO₂ -Fußabdruck von 20,3 tCO₂ e für Fahrzeuge mit Dual Motor und 19,4 tCO₂ e für Fahrzeuge mit Rear Motor auf. Die entsprechenden Werte für Fahrzeuge, die in Busan, Südkorea, hergestellt werden, liegen bei 20,7 tCO₂ e und 19,8 tCO₂ e.“
Im Vergleich sei der CO₂-Fußabdruck des in Hangzhou Bay produzierten Polestar 4 Coupé in der Dual Motor-Variante seit der Markteinführung um 1,1 tCO₂ e gesunken, was Polestars Nachhaltigkeitsfokus unterstreiche.
Jan Grindemann, Regional Managing Director Central Europe: „Die jüngsten Weiterentwicklungen beim Polestar 3 und Polestar 4 zeigen, wie konsequent wir unsere Modelle weiterdenken: mit spürbaren technologischen Fortschritten, einer klaren Formensprache und einem nochmals geschärften Fokus auf Nachhaltigkeit. So positionieren sich beide Modelle als starke Angebote, die Fortschritt, Alltagstauglichkeit und Zukunftsfähigkeit überzeugend vereinen.“














cbzac meint
Der Polestar 3 ist ja nicht schlecht, aber leider furchtbar teuer.
Das Topmodell hat gegenüber dem Volvo EX60 P12
– ebenfalls 680PS
– ebenfalls 3,9s 0-100 km/h
– 200kg geringere Anhängelast
– 200km geringere Reichweite
und ist dafür immerhin erst bei 230 km/h statt 180 km/h abgeregelt.
Dafür kostet er ca. 30.000€ mehr und im Leasing ist der Unterschied noch größer.
Ach ja, und er wird in China gebaut während der Volvo in Europa gefertigt wird.
Also ich könnte mir da den Polestar nicht schönrechnen.
Gernot meint
Das Volvo-Gegenstück (gleiche Plattform, Batterien, Technik, etc.) zum Polestar 3 ist auch eher der EX90
Polestar 3 ab 78.900 Euro
Volvo EX90 ab 84.190 Euro
Der EX60 ist kleiner und basiert auf einer anderen Plattform.
simon meint
Toll wie schnell Elektroautos immer besser werden.