Leapmotor stellt eine Range-Extender-Variante des 4530 Millimeter langen SUV B10 vor. Das elektrifizierte Mittelklasse-Modell entspricht optisch der bekannten Version mit rein batterie-elektrischem Antrieb, ergänzt aber das Antriebsportfolio.
Beim B10 Hybrid EV kombiniert der Hersteller ein 18,8 kWh großes Akkupack für eine rein elektrische WLTP-Reichweite von 80 Kilometern mit einem 1,5 Liter großen Benzinmotor. Der 50 kW starke Verbrenner soll als Bordgenerator eine kombinierte Reichweite von bis zu 900 Kilometern ermöglichen.
Vier Energiemodi (EV+, EV, Kraftstoff und Power+) ermöglichen es Fahrern, Leistung und Effizienz an ihre Bedürfnisse anzupassen. Ist die Batterie voll, gibt Leapmotor den WLTP-Verbrauch mit 20,5 kWh/100 km plus 0,4 l/100 km an, das entspricht offiziell zehn Gramm CO2-Emissionen pro Kilometer.
Dank seiner Abmessungen (4530 mm Länge, 1885 mm Breite, 1655 mm Höhe, 2735 mm Radstand) vereine der B10 Hybrid EV kompakte Wendigkeit mit einem großzügigen Innenraum, wirbt Leapmotor. „Dieses Gefühl der Offenheit wird durch eine Kabine ergänzt, die auf alltägliche Praktikabilität ausgelegt ist, sowie von einer eleganten, einladenden Atmosphäre.“ Der B10 Hybrid EV biete zudem „erstklassige Kopffreiheit vorne und hinten sowie vorne beheizte und belüftete Eco-Ledersitze, was jede Reise sowohl für das Familienleben, den täglichen Arbeitsweg als auch für Wochenendausflüge komfortabel macht“.
Innen vereint ein 14,6-Zoll-2,5K-HD-Display Konnektivität, Unterhaltung und Fahrzeugsteuerung. Ein Audiosystem mit 12 Lautsprechern ist Serie. „Die Sicherheit bleibt dank eines hochfesten Rahmens mit erhöhter Torsionssteifigkeit, 7 Airbags und 17 ADAS-Funktionen, die Fahrende in unterschiedlichen Szenarien unterstützen, uneingeschränkt“, so Leapmotor.
Die Preise für den B10 mit Range-Extender-Antrieb sind noch nicht bekannt, der Bestellstart in Deutschland soll ab dem zweiten Quartal erfolgen. Die rein elektrische Version ist hierzulande von 29.990 Euro an bestellbar, selbst mit der großen Batterie und Vollausstattung liegt die Elektroauto-Version des B10 unter 34.000 Euro.

Futureman meint
Bin gespannt auf den Preis. Ob der Wegfall von ein wenig Akku die Mehrkosten von Zusatzmotor und den dazu notwendigen Zubehör ausgleicht? Oder wird er durch Wegfall der Zölle gar noch viel günstiger? Auf jeden Fall kein „Geschenk“ für die hiesigen Hersteller. Denn bei Probefahrten hat sich der B10 BEV schon bewährt.
CJuser meint
Wenn der Wagen dann auch noch bidirektional zu Hause laden kann, wäre es gleichzeitig ein fahrendes Notstromaggregat ;)
M. meint
Bei gerade mal 18,8 kWh bidirektional laden… und was im Akku halten wollen, damit man es noch als Auto nutzen kann?
Da ist ein Akku zu Hause aber günstiger.
R2D2 meint
Solche Konzepte gehören eigentlich in Fahrzeuge wie Kastenwagen etc. – Dort macht es wirklich Sinn, da man hinsichtlich Akku an die Grenzen der Physik bzw. Gewicht kommt. Wie schon oft von mir erwähnt, werden die allerallermeisten Kastenwagen vom MA abends mitgenommen. Und können eben NICHT lockerflockig am Depot geladen werden.
Dennoch hat so ein Konzept auch seine Berechtigung in kleinen Fahrzeugen. Ich seh das technisch betrachtet auf jeden Fall viel sinniger, als diese Plug-in oder Hybrid Fahrzeuge, bei denen ständig die Motor im Kalten Bereich laufen muss.
EVrules meint
Wenn die kombinierte Reichweite bei 900km liegt und die elektrische Reichweite bei 80km, dann wird der Verbrauch nie im Leben bei Werten um die 0,4l/100km ankommen.
Der WLTP Zyklus ist dermaßen untauglich, bei PHEV eine realistische Verbrauchsangabe zu erstellen. Für Vollhybride sind die Angaben meist im Realverbrauch mehr als gut erreichbar oder gar unterbietbar, wenn man vernünftigt, vorrausschauend und fließend fährt.
R2D2 meint
Wenn der Generator halbwegs gut gebaut ist, dürfte der Verbrauch irgendwo um die 4 Liter liegen. 50kW sind ja auch ne Ansage… auf der Autobahn läuft der dann eben hin und wieder 10 Min… angenommen der sprint bei 30% an und lädt bis 80%, dürfte das Schauspiel keine 15 Min. ablaufen.
vorausschendes fahren bzw. abbremsen lädt ja den Akku wie beim BEV. Oder wenn man den Brenner runterfährt, segelt das Dingens eh ständig.
sooo unsinnig ist ein REV auch wieder nicht.
M. meint
Unsinnig – das lassen wir mal dahingestellt.
Aber nervig, dass laufend die kleine Rappelkiste anspringt. Da sehnt man sich bald ein BEV herbei.
Hier läuft der Motor auch kalt – was soll er sonst tun, wenn bei Abfahrt mehr Leistung gefordert wird, als die Batterie hergibt, oder die Batterie nur noch 5 km Restreichweite hat?
R2D2 meint
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.
R2D2 meint
M.
versuch dich mal wenigstens in das Thema zu informieren. Es scheint dich ja zu interessieren, sonst wärst du ja nicht hier. Und nein, bei 5% akku rappelt der Motor nicht.
R2D2 meint
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.
……
warum muss ich in fast jedem Thema zum BEV irgendwas über Toiletten Pause lesen? Soll DAS sachlich sein?
EVrules meint
Im hybriden Antriebsstrang ist der Direktantrieb, bei der entsprechenden Last immernoch das effizientere Mittel des Energieeinsatzes, als über einen Generator eine Leistungselektronik zu speißen, welche wieder Akku und die gekoppelte E-Maschine antreibt (seriell).
Leistungsverzweigte Hybridantriebe werden jedem Rangeextender-Konzept und PHEV überlegen sein, soblad es über die Reichweitengrenze des Traktionsakkus hinausgeht.