Volvo hat kürzlich sein neues elektrisches Mittelklasse-SUV EX60 offiziell vorgestellt. Mit dem EX60 Cross Country gibt es auch eine Variante in der „Allroad“-Tradition der Marke. Eine weitere Version etwa im SUV-Coupé-Format im Stil des BMW iX4 oder Audi A6 Sportback planen die Schweden nicht.
Manager Akhil Krishnan erklärte gegenüber AutoExpress, dass die Plattform zwar die Möglichkeit biete, ein Coupé-Modell zu bauen, dies jedoch „bisher nicht geplant“ sei. Volvo hat mit dem EC40 eine Coupé-Version des kleineren Elektro-SUV EX40, sieht laut dem Bericht jedoch kein Potenzial für ein größeres Coupé-SUV-Modell.
„Das Auto ist wie ein Gamechanger“, sagt Michael Fleiss, Chefstratege bei Volvo Cars, über den neuen EX60. Tatsächlich sind die Leistungsdaten auf einem hohen Niveau, das ermöglicht die neue reine E-Auto-Plattform SPA3. Angeboten wird das Modell in drei Versionen mit bis zu 500 kW/680 PS Leistung und bis 810 Kilometer WLTP-Reichweite. Die Schnellladeleistung ist mit bis zu 370 kW ebenfalls sehr hoch.
Der EX60 profitiert laut dem Hersteller als erstes Volumenmodell vollumfänglich von der neuen Architektur als „Software-defined Vehicle“. Ein „Core Computer“ steuert dabei Infotainment und Assistenzsysteme, zwei Zonen-Computer übernehmen mechatronische Aufgaben. Während Konkurrenten wie Ford oder Volkswagen Fleiss zufolge an dieser Umstellung noch arbeiten oder gescheitert sind, sagt er selbstbewusst: „Wir haben es.“
Der EX60 soll darüber hinaus mit Sicherheit und Nachhaltigkeit punkten, vor allem aber auch mit seinem Preis: Man habe die Preisparität erreicht, betont der Hersteller. Das hier ab 62.990 Euro kostende rein elektrische Pendant zum XC60 sei „genauso teuer wie ein Plug-in Hybrid“.
Nach der Einführung des EX60 arbeitet Volvo zwar nicht an einer Coupé-Variante des SUV, nach den Worten des Chefstrategen dafür aber an seinem ersten vollelektrischen Modell im Kombiformat. „Wir brauchen den Wagen“, sagte der Manager im Januar.

Ihre Meinung