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T&E warnt vor „geopolitischem Aufpreis“ durch Europas Ölabhängigkeit

12.03.2026 in Autoindustrie, Politik von Thomas Langenbucher | 11 Kommentare

VW-Golf-eHybrid

Bild: VW (Symbolbild)

Eine Analyse der Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) zeigt, dass steigende Ölpreise infolge geopolitischer Spannungen europäische Autofahrer täglich rund 150 Millionen Euro zusätzlich kosten könnten, sobald der Ölpreis über 100 Dollar pro Barrel steigt. Die Untersuchung verweist auf Erfahrungen aus dem Jahr 2022, als der Ölpreis zuletzt diese Marke überschritt. Damals zahlten europäische Verbraucher an den Tankstellen insgesamt rund 55 Milliarden Euro mehr – ein Aufschlag, den T&E als „geopolitischen Aufpreis“ bezeichnet.

Diese Mehrkosten resultieren laut der Studie aus Europas Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern, die den Kontinent besonders anfällig für globale Krisen und Preisschwankungen machen. Bereits 2022 zeigte sich dieser Effekt deutlich: Bis Mitte des Jahres stiegen die Dieselpreise in der EU um 45 Prozent, Benzin verteuerte sich um 36 Prozent. Ende Juni 2022 überschritten die Preise für Benzin und Diesel vielerorts die Marke von zwei Euro pro Liter. Für das Füllen eines 50-Liter-Tanks bedeutete das Mehrkosten zwischen 24 und 31 Euro gegenüber der Zeit vor der Energiekrise.

Antony Froggatt, Senior Director bei T&E, sieht in der Ölabhängigkeit eine strukturelle Schwachstelle der europäischen Wirtschaft. „Europas Abhängigkeit vom Öl erzeugt bei globalen Turbulenzen einen geopolitischen Aufpreis“, erklärte er. Ohne einen grundlegenden Ausstieg aus importierten fossilen Brennstoffen werde diese Abhängigkeit weiterhin Wirtschaft und Haushalte belasten. „Donald Trump und seine Freunde in Russland und Saudi-Arabien haben viel Macht, aber eines können sie nicht kontrollieren: Wind und Sonne“, so Froggatt. „Europa muss nun Elektroautos, Wärmepumpen und erneuerbare Energien priorisieren, um sicherzustellen, dass so etwas nie wieder passiert.“

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(Zum Vergrößern anklicken) Bild: T&E

Die zusätzlichen 55 Milliarden Euro an Tankkosten im Jahr 2022 entstanden trotz staatlicher Eingriffe. EU-Regierungen verzichteten damals auf rund 30 Milliarden Euro an Einnahmen durch gesenkte Kraftstoffsteuern. Diese Maßnahmen entlasteten Verbraucher kurzfristig, wurden jedoch im Ergebnis von Steuerzahlern getragen und änderten laut T&E nichts an der strukturellen Abhängigkeit Europas von Öl.

E-Autos sparen Geld und reduzieren Ölabhängigkeit

Gleichzeitig zeigt die Studie (ENG), dass die Elektrifizierung des Verkehrs bereits messbare Effekte hat. Die rund 7,7 Millionen Elektroautos in Europa reduzierten demnach den Ölverbrauch um etwa 126.000 Barrel pro Tag. Bei den Kraftstoffpreisen von 2022 hätten europäische Fahrer eines E-Autos zusammen rund 39 Millionen Euro pro Tag sparen können.

Die staatlichen Unterstützungen für fossile Energien bleiben erheblich. Nach Schätzungen der Europäischen Kommission stiegen die gesamten Subventionen für fossile Energien im Jahr 2022 auf 136 Milliarden Euro. Davon entfielen 107 Milliarden Euro auf Verbraucher von Öl und Gas, mehr als die Hälfte davon als direkte Reaktion auf die Energiepreiskrise.

T&E argumentiert, dass diese Summe alternativ in den Austausch von Fahrzeugen investiert werden könnte. Mit 136 Milliarden Euro hätten laut den Berechnungen etwa 5,4 Millionen Autos durch erschwingliche E-Fahrzeuge im Wert von jeweils 25.000 Euro ersetzt werden können. Dadurch hätte sich die europäische Ölabhängigkeit um rund 70.000 Barrel Rohöl pro Tag reduziert, während gleichzeitig jährlich etwa 2,5 Milliarden Dollar an Importkosten eingespart worden wären – vorausgesetzt, der Ölpreis liegt bei 100 Dollar pro Barrel.

Von den hohen Energiepreisen profitieren hingegen die Unternehmen der fossilen Energiewirtschaft. Öl- und Gasunternehmen in der EU erzielten 2022 Gewinne von rund 104 Milliarden Euro – ein Anstieg von 45 Prozent gegenüber 2021. Eine EU-Regelung zur Abschöpfung von Übergewinnen war in den Jahren 2022 und 2023 in Kraft, ist inzwischen jedoch ausgelaufen. T&E fordert, sie bei länger anhaltend hohen Energiepreisen rasch wieder einzuführen.

Froggatt von T&E betont abschließend die strategischen Vorteile geringerer Importabhängigkeit: „Die Menge an importiertem Öl und Gas zu reduzieren ist eine Win-win-Situation. Es verbessert die wirtschaftliche Sicherheit, reduziert geopolitische Unsicherheiten und senkt unsere Klimabelastung.“ Ein Rückbau von Klimapolitik – etwa das geplante Aus für neue fossil betriebene Autos ab 2035 oder eine Verzögerung der CO₂-Bepreisung für Heizen und Kraftstoffe – würde Europa nach Einschätzung der Umweltorganisation dagegen weniger widerstandsfähig machen.

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Via: T&E (ENG)
Tags: EU, KostenAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. R2D2 meint

    12.03.2026 um 16:48

    Mir schleierhaft, wie man mantramässig oder fast schon in waterboarding manier immer den Ölpreis mit Benzin und Diesel vergleicht und den armen armen bettelarmen Pendler damit in Verbindung bringt….

    unsere GESAMTE Wirtschaft, Medizin, Entwicklung etc. basiert darauf das wir Rohöl verarbeiten und tausende, eher Millionen div. Produkte damit herstellen.

    Daher wäre es mal angebracht, über echte Alternativen nachzudenken. Heinz Wurst kann aktuell ja schon sein Pausenbrot elektrisch mit ins Büro mitnehmen… wow.

    wenn wir jetzt noch das hinbekommen das technische Produkte co2 neutral vom Himmel fallen, dann haben wir es geschafft.

    Antworten
    • Ben meint

      12.03.2026 um 21:27

      Es geht einfach darum das wir in DE 80Mrd./Jahr für fossile Importe ausgeben, hätte man damals die Ausbaugeschwindigkeit zum Start des EEG beibehalten hätte es 2022 und 2026 keine Energiekriese gegeben und die derzeitigen Anstriege wären nicht so dramatisch.

      Antworten
    • Steffen meint

      13.03.2026 um 00:14

      Es wird in Deutschland sicher mengenmäßig sehr viel weniger Öl verarbeitet als verbrannt. Also sollte man sich auf den Löwenanteil konzentrieren.

      Antworten
  2. David meint

    12.03.2026 um 10:34

    Bis eine kritische Menge elektrischer Fahrzeuge erreicht ist, sind wir aber von Chinas Ressourcen abhängig. Denn es gibt zwar erste Projekte von vorbildlichen Herstellern wie VW mit eigenen Zellen, aber weiterhin kommen 99 % aller Zellen aus China. Damit will ich nicht sagen, dass Elektromobilität das falsche Ziel ist. Aber ich will sagen, dass man noch etliche Jahre im Bereich Mobilität abhängig sein wird.

    Antworten
    • Future meint

      12.03.2026 um 11:43

      Die Zellen von VW wurden von Gotion entwickelt, was auf der gemeinsamen Pressekonferenz dsmals auch so kommuniziert wurde. Das ist nun natürlich eine chinesische Firma, denn nur China besitzt die Kompetenz für die verlässliche Zellfertigung. Das hat Zipse uns ja in seinem Interview gerade auch wieder erzählt. Die Maschinen bei VW kommen auch alle von Gotion, die Experten für die Produktion hat Gotion auch alle aus China mitgebracht. Man könnte nun durchaus behaupten, dass die Batterieproduktion von VW eiegntlich komplett von der chinesischen Expertise abhängt.
      Zwei andere Beispiele aus der Praxis: ACC will seine aktuellen Produktionsprobleme mit chinesischen Experten lösen. Stellantis will für sein neues Werk in Spanien gleich 2.000 chinesische Experten von CATL einfliegen lassen.

      Antworten
      • EdgarW meint

        12.03.2026 um 12:34

        VW (und andere) machte es jetzt so, wie China es zuvor gemacht hat: Technologie importieren, lernen und dann mit dem Gelernten unabhängig machen. Das Beispiel Northvolt hat ja leider geizeigt, dass der ganz unabhängige Weg – zumindest in diesem Beiespiel, aber ein anderes in diesem Maßstab gibt es nicht – noch nicht funktioniert.
        Wenn China blockieren / boykottieren sollte, hat man zumindest schonmal eine funktionierende Produktion, die Maschinen und auch zunehmend lokale Experten, sodass man einen Ansatz hat, abgekoppelt weiter zu machen. Gegen Patent- und Lizenzrechte, aber im Konfliktfall wird es auch rechtliche Lösungen dafür geben. Was die Maschinen-Verschleißteile angeht, muss man dann Ersatzteile reverse engineeren. Das wäre anfangs verlustbehaftet und möglicherweise extrem schwierig, aber es ist ja nicht so, dass in Europa machinenbautechnisch nur Anfänger rumsäßen.
        Die benötigten Rohstoffe sind dann die zweite Frage, es wird ja immerhin bereits versucht, hier weniger abhängig zu werden.
        VW geht wenigstens die ersten Schritte, während sich andere bequem zurücklehnen und auf Andere verlassen.

        Antworten
        • Jeff Healey meint

          12.03.2026 um 14:02

          „VW geht wenigstens die ersten Schritte, während sich andere bequem zurücklehnen und auf Andere verlassen.“

          Ja, das muss man VW wirklich mal zugute halten.
          Und das sagt jemand, der das „Gesamtgebilde VW“ durchaus sehr kritisch sieht.

    • Ben meint

      12.03.2026 um 21:30

      Nur gut das VW im Werk Salzgiga die Zellen vom chin. Hersteller Gotion produzieren lässt und keinerlei eigene Expertise dort einfließt und die Produktion komplettin chin. Hand liegt, sehr vorbildlich.

      Antworten
  3. derJim meint

    12.03.2026 um 10:31

    Genau so ist es, danke! Es ist echt absurd, dass wir immer wieder und wieder die gleichen Fehler machen, nicht daraus lernen und es anders machen. Und dann sind wir wieder überrascht, wenn die nächste Energiekrise vor der Tür steht und die fossilen teuer werden. Ist echt zum verzweifeln.

    Antworten
    • Jeff Healey meint

      12.03.2026 um 10:50

      Man muss sich ja so langsam die Frage stellen, ob das wirklich noch mit rechten Dingen zugeht. Ich persönlich bezweifle das mittlerweile, und befürchte eine zu große Einflussnahme bestimmter Unternehmen auf die deutsche Politik.
      Es profitieren bestimmte Hände von gewissen politischen Entscheidungen. Meine persönliche Meinung.
      Das einzig Gute: Immer mehr Menschen erkennen das Spiel, und machen sich auf den Weg zu mehr energetischer Freiheit.
      Trotz aller Hindernisse, die von bestimmten politischen Akteuren in den Weg gelegt werden.

      Antworten
      • derJim meint

        12.03.2026 um 13:43

        Ja, zum glück schon.

        Antworten

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