Da die vor einigen Jahren ausgerufene Luxus-Strategie von Mercedes-Benz nicht aufgeht, will die Premiummarke nun auch wieder das Kompakt-Segment intensiver bedienen. Deshalb erhält die A-Klasse nun doch einen Nachfolger. Dieser wird laut einem Bericht deutlich anders daherkommen als das bestehende Modell.
Laut AutoExpress wechselt der bisher auf einer Verbrennerplattform fahrende Wagen auf die neue, vorrangig für Elektroautos konzipierte Mercedes Modular Architecture. Diese wurde im letzten Jahr von dem jüngsten CLA eingeführt, den es als Limousine und Kombis sowie rein elektrisch und als Hybrid gibt.
Die aktuelle A-Klasse wird seit 2018 ausgeliefert und fährt maximal teilelektrisch als Plug-in-Hybrid. Dennoch soll die Neuauflage erst 2029 auf den Markt kommen. Die Produktion der nächsten Generation soll dann nicht mehr in Deutschland, sondern in Ungarn stattfinden.
Im Interview mit AutoExpress erklärte Robert Lesnik, Leiter des Außendesigns bei Mercedes: „Die aktuelle A-Klasse wird nächstes Jahr ins Werk in Ungarn verlegt. Das Werk ist für die nächste Generation der A-Klasse gerüstet.“ Er fügte hinzu, dass keine wesentlichen Umstellungen an der Fertigungslinie in Ungarn erforderlich seien, um den Anforderungen der neuen MMA-Plattform gerecht zu werden.
The Mercedes A-Class will live on, but it's getting a massive transformation in order to take on the Audi A3 e-tron…>> https://t.co/L8VHdmsgjE pic.twitter.com/NqPqKiKZ4t
— Auto Express (@AutoExpress) March 17, 2026
MMA als neue Basis
Am Beispiel der aktuellen CLA-Klasse erklärte Lesnik: „Bei der CLA-Klasse hatten wir zunächst ein Elektroauto und dann einen Hybrid, aber die A-Klasse kommt erst in drei Jahren auf den Markt. Die MMA-Plattform ist flexibel, was großartig ist, denn in Zukunft werden wir unsere Pläne schneller ändern müssen als heute.“ Die MMA sei ursprünglich als Basis für vier Modelle gedacht gewesen: die bereits gestarteten neuen Generationen von CLA und CLA Shooting Brake sowie die kommenden neuen Versionen der SUV GLA und GLB. Zukünftig werde als fünftes Modell auch die A-Klasse die neue Plattform nutzen.
„Die nächste A-Klasse sollte eher eine stilvollere Cab-Back-Karosserie als ein Cab-Forward-Design haben“, so Lesnik. Entsprechend soll die erwartete rein elektrische A-Klasse die längere Motorhaube des CLA übernehmen und wie die bestehende Version ein Fließheck-Fahrzeug sein. Diese Form ist aerodynamisch nicht so optimal wie die der besonders windschlüpfrig konzipierten größeren Mercedes-Elektroautos der EQE- und EQS-Reihe. Deren Design kam jedoch nicht gut am Markt an, die Schwaben lassen ihre E-Autos daher zukünftig wieder den herkömmlich angetriebenen Modellen ähneln.
Trotzdem soll die Aerodynamik der ersten Elektro-A-Klasse fast bis zu 800 Kilometer Reichweite ermöglichen, so AutoExpress. Das Portal erwartet Ausführungen ähnlich wie beim CLA mit Heck- und Allradantrieb. Auch eine potente AMG-Variante sei möglich. Der Name A-Klasse werde voraussichtlich behalten. Wie beim CLA und auch beim neuen GLC sollten die Batterie-Versionen der Baureihe demnach den Zusatz „mit EQ-Technologie“ erhalten.
Preislich sollte sich die A-Klasse mit EQ-Technologie unter dem elektrischen CLA einreihen. Die Limousine kostet als Elektroauto hierzulande ab rund 49.400 Euro.

M3P_2024 meint
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M3P_2024 meint
Was war denn da…? :-/
CJuser meint
Mich würde die A-Klasse EQ nur interessieren, wenn sie beim aktuellen Fahrzeugkonzept bleibt (Steilheck Kompaktlimousine). Bisher hörte es sich eher so an, als würde ein Fahrzeug im Stile eines VW ID.3 (fast ein Minivan) dabei herauskommen. Inzwischen kaufen diese Kunden aber ja eigentlich eher den GLA/EQA. Nicht ohne Grund hat man die B-Klasse auslaufen lassen.
M3P_2024 meint
Es wird ja von einem Crossover gesprochen, also höher, dann vermutlich noch schwarzer Plastik um die Radkästen und schwups kann man den Preis paar Tausend Euro höher anschreiben, trotz Produktion im Billiglohnland statt wie bisher „aus der Region“
Find ich auch schade. Aber solange sich OK noch am Ruder halten kann ist ja der nächste Strategieschwenk vorprogrammiert, da wird ja ständig was neues versucht weil bisher ziemlich viel gescheitert ist.
Verlagerung der A-Klasse nach Ungarn passiert übrigens per Q2 / 2026, da wurde wohl ein alter Bericht zitiert.
EVrules meint
Es wird nicht von einem Cross-Over gesprochen, das ist weder im Text hier noch im Text von AutoExpress entnehmbar, im Gegenteil – es wird von folgendem gesprochen:
„Die nächste A-Klasse sollte eher eine stilvollere Cab-Back-Karosserie als ein Cab-Forward-Design haben“
Das bedeutet, dass die EQ-A-Klasse das Design des aktuellen Modells übernehmen wird, also ein Fließ-/Schrägheck-Kompaktwagen.