Citroën bereitet die Rückkehr eines seiner bekanntesten Modelle vor: Der 2CV – bekannt als „Ente“ – soll als erschwingliches Elektroauto neu interpretiert werden. Im Zentrum steht ein Konzeptfahrzeug, das im Oktober auf dem Pariser Autosalon vorgestellt werden soll und laut AutoExpress die Zukunft günstiger Elektromobilität ausloten wird.
Gerüchte über eine Wiederbelebung des 2CV kursieren seit Längerem. Nun soll Citroëns neuer CEO Xavier Chardon das Projekt offiziell freigegeben und die Premiere terminiert haben. Ziel ist es dem Bericht zufolge, von geplanten EU-Regeln zu profitieren, die gezielt erschwingliche kleinere Elektroautos unterstützen sollen.
Die Designarbeit liegt in den Händen von Pierre Leclercq, der auf den Trend sogenannter „Neo-Retro“-Fahrzeuge setzt. Als Beispiel dient der Erfolg des neu aufgelegten Renault 5. Leclercq verweist auf frühere Versuche, den 2CV neu zu denken, etwa das plug-in-hybride Revolte-Konzept von 2009. „Wir haben alle versucht, den 2CV neu zu erschaffen“, sagte er gegenüber AutoExpress. Der damalige Entwurf habe eine moderne Interpretation geboten und sei „super cool“ gewesen. Dennoch sei klar, dass es nicht um eine bloße Kopie gehe, sondern um eine eigenständige Weiterentwicklung.
Der neue Ansatz soll die Grundwerte des Originals bewahren: Erschwinglichkeit, Raumangebot, Komfort und Effizienz. „Wenn man an einen 2CV denkt, ein preiswertes Auto für kleine Ortschaften, dann ist es so wichtig, diese Philosophie und diese Werte beizubehalten. Wenn man das heute in einem Auto neu interpretieren kann, dann sollten wir es tun“, so Leclercq.
Technisch dürfte sich das Fahrzeug im Kleinwagensegment positionieren, orientiert am neuen elektrischen Twingo von Wettbewerber Renault, der mit einem Einstiegspreis von hierzulande rund 19.990 Euro als Benchmark gilt. Citroën prüft dafür seine eigene „Smart Car“-Plattform, die bereits bei Modellen wie dem C3 zum Einsatz kommt. Offen ist unter anderem, ob sich darauf klassische Elemente wie ein Stofffaltdach realisieren lassen.
Auch konzernintern spielt die Plattformstrategie eine Rolle: Stellantis plant laut dem Bericht, eine A-Segment-Architektur markenübergreifend einzusetzen, wobei insbesondere Fiat als Kandidat gilt. Parallel dazu definieren neue EU-Vorgaben den Rahmen: Fahrzeuge der künftigen M1E-Kategorie sollen unter 4,2 Meter lang sein und in der EU produziert werden. Sollten die Regelungen wie geplant verabschiedet werden, soll Citroën eine Serienproduktion des elektrischen 2CV bis 2029 anstreben.

Helmut Schlager meint
Bitte!! nehmt die alten pressen wieder in Betrieb, vereinfacht ein bissl die Mechanik und elektrifizierts das Original! Wenn vom originalgewicht ( Motor, getriebe, Tank auspuff,…) ~ 200 kg wegkommen und dann 300 kg batteriegewicht dazukommen hat der 800 kg, besser geht’s nicht,……
Gerry meint
…ein guter Aprilscherz 😉😂👍
Namelessone meint
Einfach auf das Datum achten , ist eine ENTE! ;-)
eHannes meint
Diese Meldung ist wohl ’ne Ente – passend zum heutigen Datum!
Daniel S meint
Die neue Ente gibt es schon, sie heisst Kia EV 2 oder Hyundai Inster. Bald auch VW ID 1
David meint
Tja, die Plattform ist aber immer noch nicht in Betrieb.
André meint
Also ich fände es gut und würde tatsächlich auch in Frage kommen wenn es ähnlich gut umgesetzt werden würde wie beim Renault Twingo. Aber leider ist es ja nur ein April Scherz.
A-P meint
Kommt er auch mit Schaukelseitenneigung?
Sonst ist es ja keine echte Ente, sondern nur ein elektrisch betriebenes Vitaminpräparat.
Fredf meint
Solange Stellantis keine ordentliche E-Struktur entwickelt kann die Karosse noch so lieb sein.
Langfristig vertreibt man so die Kunden.
Sollten sie mittlerweile mitbekommen, da es ihnen bei den Verbrennern genauso ergeht.