Ende letzen Jahres waren laut einer Auswertung weltweit 74 Millionen Autos mit Elektroantrieb auf den Straßen. Dazu zählen reine Stromer, Plug-in-Hybride und E-Autos mit Verbrennungsmotor als Stromgenerator („Range-Extender“). Nach Angaben des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) waren das 19 Millionen mehr als 2024. Der bisherige Rekord lag bei einem Plus von 14 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2023.
Mehr als die Hälfte dieser Fahrzeuge fährt in China. Dort waren 44 Millionen Autos mit Elektroantrieb im Jahr 2025 unterwegs. Laut der ZSW-Analyse folgen die USA mit 7 Millionen Fahrzeugen, Deutschland mit 3,2 Millionen, das Vereinigte Königreich mit 2,8 Millionen und Frankreich mit 2,5 Millionen.
Zusammengenommen liegt Europa vor den USA. Die 14 vom ZSW einzeln ausgewiesenen größeren europäischen Länder kommen auf mehr als 16 Millionen Autos mit elektrischem Antrieb.
„Die Entwicklungen der Kraftstoffpreise in den letzten Wochen zeigen eindrücklich, dass Länder mit einem hohen Anteil an Elektrofahrzeugen resilienter aufgestellt sind als Länder mit geringen Anteilen“, sagt Andreas Püttner vom ZSW dem Spiegel. „Besitzer von Elektroautos sind nicht von fossilen Kraftstoffen abhängig und dadurch besser gegen extreme Preissprünge geschützt, was soziale und wirtschaftliche Belastungen in Krisenzeiten begrenzen kann.“
Bei den Herstellern führt der chinesische Anbieter BYD. Für diese Rangliste nennt das ZSW keine echten Bestandszahlen, sondern aufaddierte Neuzulassungszahlen, die etwas höher liegen als die Zahl der tatsächlich noch auf der Straße befindlichen Autos. BYD kommt dabei auf 15 Millionen, US-Hersteller Tesla auf 9 Millionen und VW auf 5,7 Millionen Fahrzeuge. BMW liegt mit 3,1 Millionen Autos auf Rang sechs, Mercedes mit gut zwei Millionen auf Rang acht.

Fred Feuerstein meint
Das ist gut, es geht in die richtige Richtung und es wird sich über die Zeit beschleunigen.