Ford plant mit der Strategie „Ready Set Ford“ laut AutoExpress eine Kehrtwende auf dem europäischen Markt. Im Zentrum dieser Initiative soll die Wiederbelebung des Fiesta als neuer Kleinwagen stehen. Zwischen 2028 und 2029 will das Unternehmen dem Bericht zufolge fünf komplett neue Modelle einführen. Diese sollen die wichtigsten Absatzsegmente in Europa abdecken, wobei viele Fahrzeuge sowohl als Hybrid- als auch als Elektroversion erscheinen.
Um die Preise gegenüber chinesischen Herstellern wettbewerbsfähig zu halten, setzt Ford auf Joint Ventures. Die meisten der neuen Modelle werden nicht eigenständig entwickelt, sondern basieren auf Kooperationen zur Skalierung. Die wirtschaftliche Notwendigkeit ist groß, da die Neuzulassungen der US-Traditionsmarke in Europa stark zurückgegangen sind. Während Ford im Jahr 2019 über eine Million Fahrzeuge registrierte, waren es 2025 nur noch 426.459.
Der neue Fiesta wird AutoExpress zufolge im Jahr 2028 erscheinen und ausschließlich mit einem vollelektrischen Antrieb fahren. Das Modell soll auf der Plattform des Renault-Konzerns basieren, die auch für die schon erhältlichen kleinen E-Autos Renault 5 und Alpine A290 sowie den Micra von Renault-Partner Nissan genutzt wird.
Trotz der gemeinsamen Plattformbasis werden die Fahrzeuge unterschiedliche Spezifikationen aufweisen können. Jim Baumbick, Präsident von Ford of Europe, erklärte gegenüber AutoExpress: „Wir steigen quasi zu einem bestimmten Zeitpunkt in den Zug ein. Wir erhalten eine Version der Plattform, und jedes Mal, wenn sich die Plattform weiterentwickelt, profitieren wir kollektiv von dieser Entwicklung.“
Der neue Fiesta behält eine Anordnung mit Frontmotor und Frontantrieb bei. Weiterentwicklungen bei der Batterietechnologie sollen für eine wettbewerbsfähige Reichweite sorgen. Das Design soll die Historie der Marke widerspiegeln, wobei sportliche Elemente beim von 1989 bis 1995 gebauten Kleinwagen XR2i inspiriert sein könnten, etwa zweiteilige Scheinwerfer und schwarze Radlaufverkleidungen.
Bezüglich des Innenraumes ist laut dem Bericht noch unklar, ob Ford ein eigenes Infotainment-System nutzt. Manager Baumbick betonte das Ziel, die Systeme über die Zeit hinweg ähnlicher zu gestalten.


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