Der Volkswagen-Konzern plant offenbar einen massiven Stellenabbau, der weltweit 100.000 der rund 657.000 Arbeitsplätze betreffen könnte. Damit würde sich das bisher bekannte Abbauzielt verdoppeln. Von den Maßnahmen sind auch vier Produktionsstandorte betroffen, deren Fortbestand ungewiss ist.
Zu den gefährdeten Werken gehören die Standorte Hannover und Emden in Niedersachsen sowie Zwickau in Sachsen und Neckarsulm in Baden-Württemberg. Falls möglich, sollten andere Unternehmen die Standorte übernehmen. Die Werke in Emden und Zwickau sind derzeit auf die Produktion von reinen Elektroautos spezialisiert. Das Volkswagen-Werk Hannover ist Hauptsitz von VW Nutzfahrzeuge und bringt unter anderem die vollelektrische Baureihe ID. Buzz hervor.
Zuerst hatte das Manager Magazin berichtet und sich auf Insider berufen. Der Bericht ist nach Informationen des NDR Niedersachsen bestätigt. Die Arbeitnehmervertreter reagierten mit deutlicher Kritik auf die Berichte. Christiane Benner, Daniela Cavallo und Thorakt Thorsten Gröger bezeichneten die Situation gegenüber dem NDR als verunsichernd für Belegschaft und Regionen. Sie sprachen von „unverantwortlichen Drohungen“ gegen das VW-Gesetz und die Mitbestimmung und kündigten an, die Pläne zu verhindern.
Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume hat nach Informationen des Manager Magazins dem Vorstand ein Sanierungskonzept vorgelegt, wobei Details zur genauen Umsetzung der Kürzungen noch offen sind. Während Blume auf der Hauptversammlung betonte, dass das Sparprogramm Wirkung zeige, müsse der Konzern weiterhin reagieren. In den Planunterlagen findet sich laut Insidern keine eindeutige Zahl zum Umfang des Abbaus.
Die Situation innerhalb des Volkswagen-Konzerns wird von der Führungsebene offenbar als äußerst kritisch eingestuft. Demnach verdeutlicht eine anonyme Umfrage unter Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats die prekäre Lage von Europas größtem Automobilhersteller. Ziel der Erhebung war es, den internen Zusammenhalt zu analysieren. Die Ergebnisse der Befragung zeigen eine tiefe Besorgnis über die Zukunft des Unternehmens.

CJuser meint
Ich finde es vor allem erschreckend, dass man eine Milliarde in den Umbau in Emden steckt, das Werk aber trotzdem nicht wertvoll genug ist, um es zu halten. Der ID.7 ist nach meinem Stand doch weiterhin sehr weit oben in der Zulassungsstatistik.
MK meint
@CJuser:
Wer sagt denn, dass man das Werk nicht erhält? Die Drohung, es zu schließen, um Fördermittel zu bekommen und Lohnabschlüsse zu drücken, ist fast so alt wie das Werk selbst…nur stürzen sich halt heutzutage die Medien deutlich mehr auf solche Drohungen, die früher höchstens die Mitarbeiter intern bei einer Betriebsversammlung gehört haben.
Und hier im speziellen Fall stammt die Aussage ja nicht mal von VW, sondern von einem Redakteur, der es damit geschafft hat, zum meist zitierten Bericht des Tages in Deutschland zu werden…man könnte es also auch als „Clickbait“ bezeichnen: Alleine schon, dass man Stellenabbau aus der Vergangenheit mit eingerechnet hat, um auf die spektakuläre Zahl von 100.000 Arbeitsplätzen zu kommen, zeigt doch, dass es hier um die Schlagzeile und nicht um Fakten ging.
Gerry meint
Jeder wusste um die zunehmende Rückständigkeit von VW (außer vlt. der VW-socialmediaclub).
Ich fürchte das ist erst der Anfang.
Der Wartende meint
Die Verkäufe des Konzerns in Europa haben sich weitgehend erholt. Mit 3.57 Millionen abgesetzten Autos p.a. befindet sich VW auf vor-Corona-Niveau. Woher kommen dann jetzt die Überkapazitäten? Wurden Autos für China und die USA in Deutschland produziert, wo die Verkäufe durchaus einbrechen?
MK meint
@Der Wartende:
Die Schließungen grade von Zwickau und Emden werden eigentlich seit mindestens 2020 jedes Jahr immer dann „angekündigt“, wenn Gehaltsverhandlungen mit der IG Metall anstehen…auch wenn man sich Bundeszuschüsse erhofft, ist das eine gern verkündete Drohkulisse. Das erstaunliche ist also nicht diese Meldung, sondern dass es noch Menschen gibt, die darauf hereinfallen…
Was natürlich tatsächlich ein Aspekt ist: Mit Automatisierung und Vereinfachung (z.B. hat der ID.7 meines Wissens nach immer eine Sitzheizung verbaut, die nur entweder freigeschaltet ist oder halt nicht, komplexe Abgasanlagen entfallen beim BEV komplett…) können weniger Leute auf dem gleichen Montageband mehr Autos bauen. Konsequent umgesetzt kann ich mir gut vorstellen, dass man z.B. in Wolfsburg und Zwickau die Kapazitäten gegenüber 2019 problemlos so steigern kann, dass man auf ein kleines Werk wie Emden langfristig verzichten kann ohne dadurch Abstriche bei den Kapazitäten gegenüber denen vor einigen Jahren zu haben.
David meint
Die gibt es ja gar nicht. Das ist ja auch nicht gesagt worden. Das ist das übliche Spiel und alle vier Standorte sind ja auf politischen Druck entstanden und nicht etwa, weil VW von sich aus da unbedingt einen Standort haben wollte. Genau deshalb werden sie in solchen Gerüchten zur Disposition gestellt. Und nicht etwa, weil sie z.B. veraltet wären.
Es geht ja darum, Nachfolgern und neuen politischen Konstellationen zu erklären, dass man von sich aus keinen Grund hat, diese Standorte zu halten. Denn machen wir uns nichts vor: die Fahrzeugproduktion in Martorell kostet nicht einmal halb so viel. Und das hat nichts damit zu tun, ob Emden veraltet ist. Das hat mit Lohnfortzahlung, Tarif- und Betriebsvereinbarungen, Betriebsrat mit seinen verrückten Ausschüssen und teuren Ideen sowie gelebtem Recht und Bürokratie insbesondere bei Datenschutz, Umweltschutz und Minderheitenmanagement zu tun.
Ich war schon immer dafür, z.B. Zwickau zu schließen. Aber ich fürchte, dafür gibt es aktuell noch keinen Hebel. Wäre Blume ein freier Unternehmer und wollte wirklich Gewinne machen, würde er nach und nach alle Standorte in Deutschland schließen. Die Standortbedingungen sind hier toxisch.
Peter meint
Wow. Da hat aber eine ganz genau im Lehrbuch für die neoliberale Gesellschaftsordnung geblättert. Manchester 1872 war eben doch die beste Industrieform!
South meint
Das war lange, lange überfällig, sogar schon lange vor den eAutos und jeder der bei VW arbeitet, konnte das kommen sehen. Es hilft alles nix, VW muss kernsaniert werden, wieder wettbewerbsfähig werden, alles andere wäre das Ende von VW. Ich würde steil behaupten, dass sogar der Abbau von 100T Mitarbeiter zu wenig sind, sondern es allgemein um ausufernde Kosten geht (welche z.B viele Konkurrenten wie Toyota etc. weit vorher angegangen sind) und es noch deutlich mehr Maßnahmen wie die Verkleinerung der Modelle / -varianten benötigt, Lieferkettenmanagement und und….
Ich bin ehrlicherweise überrascht, dass es „nur“ 100T von 600T Mitarbeiter sind, in meiner Branche werden es prozentual deutlich mehr sein, nur dass es nicht medial ausgeschlachtet wird.
Denn. eAutos sind nur ein Teil der Veränderungen, des Problems. Neben den ausufernden Kosten wird auch noch die künstliche Intelligenz und Robotik auch in der Branche vieles verändern.
Trotzdem ist es kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. So wie sich die Zeiten verändern, müssen wir uns halt auch verändern. Da wird immer viel Schmarrn erzählt. Zuletzt von Dieter Nuhr. Nicht wir haben den Diesel abgeschafft, sondern der Diesel kann mit den Veränderungen nicht mehr mithalten, er stirbt aus wie ein Dinosaurier. Und wenn wir ihm folgen, dann wir uns selbst genau das gleich passieren.
Gernot meint
Bosch, ZF, Continental, usw. schmeißen auch alle zigtausende raus. Und am Ende wundern sich alle, warum der Absatz von VWs, Audis, Bosch Wärmepumpen, Siemens Geschirrspülern, Miele Waschmaschinen usw. einbricht. Das Konzept industrielle Massenproduktion funktioniert nur, wenn die breite Bevölkerung gut genug bezahlte Jobs hat, um die produzierten Güter auch konsumieren zu können.
MK meint
@Gernot:
Grade Bosch ist ein gutes Beispiel: Berichtet wird seit Jahren in erster Linie über Entlassungen, Werkschließungen usw. Schaut man sich die Geschäftsberichte an, wächst die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland unterm Strich aber. Das Geschäft wandelt sich halt und so lange z.B. Milliardeninvestitionen jeweils in die Chipwerke in Dresden und Reutlingen des Konzerns verbunden mit der Schaffung tausender höchst bezahlter Jobs weniger Aufmerksamkeit in der Presse bekommen als die Schließung eines veralteten Standorts mit 150 Mitarbeitern, entsteht halt dieser verzerrte Eindruck. Und auch das bedeutet übrigens auch oft nicht das ende: bei uns im Kreis hat Bosch auch die Schließung seiner Gießerei in Breidenbach angekündigt. Mittlerweile hat Bosch dort tatsächlich keine Gießerei mehr. Diese agiert jetzt mit den gleichen Mitarbeitern eigenständig unter dem Namen „Breyden“ und investiert in die Zukunft (z.B. in dem man gasbetriebene Hochöfen durch elektrische ersetzt).
Generell ist es doch außerdem so, dass man aus dem verschwinden von Firmen nicht auf eine schlechte Lage schließen, sondern höchstens auf Missmanagement in dieser einen Firma. Ein Beispiel: Auch ZF hat früher kleinere Serien wichtiger Metall- und Kunststoffteile z.B. für Porsche oder manche Audi-, BMW- oder Mercedes-Modelle hergestellt. Mittlerweile sind die aus dem Geschäft weitgehend raus, weil man die Umstellung auf 3D-Druck als neues Fertigungsverfahren verschlafen hat. Einer der Marktführer da heißt FKM Sintertechnik, wovon Sie wahrscheinlich noch nie gehört haben. Wenn dann also ein großer Konzern einen Standort schließt, heißt das also nicht unbedingt, dass die bisher dort gefertigten Teile nicht mehr in Deutschland hergestellt werden, sondern oft nur, dass es einen neuen inhabergeführten Mittelständler gibt, der besser auf den Wandel reagiert hat.
Und was die generelle „Reduzierung“ von Industriearbeitsplätzen in Deutschland angeht: Früher waren halt vom Pförtner über den Instandhalter bis zum Staplerfahrer, JEDER Mitarbeiter in Entwicklung und Kantine usw. z.B. Volkswagen- und damit Industriemitarbeiter. Heutzutage wird das meiste über Werkverträge an Dienstleister vergeben…dann arbeitet der Fahrwerksentwickler halt bei Bertrandt, der Softwareentwickler bei Cariad, der Staplerfahrer bei Schnellecke, der Pförtner bei Kötter, der Gebäudereiniger bei Wisag, der Instandhalter bei Engie usw: Zack, hunderttausende Industriearbeitsplätze „weg“ ohne dass es weniger Industrie gäbe…
Yogi meint
Scheint dann eine typische Deutsche Ingenieursrechnung gewesen zu sein: die Hauptkomponente kaufen wir zu, das ist billiger….ja Bub, dann schließe deine zu 50% ausgelasteten Blechbiegewerke mit Zukauf-Altakkus oder verkaufs an Chinesen mit zeitgemäßer Technik.
Hast halt leider vergessen, dass dein aufgeblähter Bums Marge braucht und du technisch mithalten hättest sollen. Zellchemie ist der neue Motor….
Jörg2 meint
Es müssen offenbar dringend Überkapazitäten abgebaut werden.
VW geht es da, wie der chinesischen BEV-Industrie.
Die Ursachen sind nur andere.
In China sind die Überkapazitäten das gewollte Ergebnis der Industriepolitik der KP China. Der Langzeitplan, den weltweiten BEV-Markt zu dominieren, beinhaltete das geförderte, an den Start bringen, einer Vielzahl von Unternehmen um später über Förderverknappung und technische Regularien die Spreu vom Weizen zu trennen (in der Phase sind wir gerade). Aktuell werden die bereits verblichenen Unternehmensstrukturen ausgelistet.
Bei VW ist es internes Leitungsversagen bei schwindendem Intetesse der Eignerfamilien am Thema „Auto“. Die sind beim Auscashen und Bündeln.
hu.ms meint
Um mit den anderen anbietern beim preis mithalten zu können, müssen die kosten runter, da ja die seit vielen jahren aus china fliessenden mrd.gewinne zukünftig fehlen werden und nicht mehr zur finanzierung der in den fetten jahren aufgebauten hohen kosten in D zur verfügung stehen.
Ist ganz logisch.
So wie jetzt auch der „friedensbonus“ zur finanzierung von zusätzlichen sozialleistungen in den letzten 25 jahren nicht mehr zur verfügung steht und diese also reduziert werden müssen.
Die Wahrheit meint
Blume entgleitet nach Porsche, jetzt der ganze Konzern.
Wie ich schon immer sagte, alles was man TESLA angedichtet hat kommt als Bummerang zurück.
Im VW Konzern sollten erst 50.000 jetzt sogar 100.000 Arbeitsplätze wegfallen und wieder spricht man von Werksschließungen.
Gut, dass TESLA im Werk Grünheide nach kurzer Zeit nochmal seine Kapazitäten erhöht. Dann insgesamt um 40%.
TESLA ist beliebter, als es gerne von Mitbewerbern, Presse, Medien, TÜV Berichten und anderen Quellen dargestellt wird.
Klasse setzt sich durch und letztendlich endscheidet der Kunde und nicht irgendein CEO, was gefragt ist.
hu.ms meint
Tesla belibt ?
Der BEV-marktanteil in europa liegt 2026 bisher genauso bei 9 % wie 2025. Die jahre vorher war er noch grösser !
Futureman meint
Der Riese bröckelt dank katastrophaler Firmenleitung. Die Mitarbeiter in Emden sollten schonmal Chinesisch lernen. Denn da es ein rein auf E-Autos spezialisiertes Werk ist, könnte es was für BYD und Co sein.
David meint
Ach was! Das ist doch nur die Fortsetzung des üblichen Spiels. Dass das hier die Protagonisten nach all den Jahren nicht verstehen, ist eine Frage des Niveaus, auf dem man arbeitet. Wenn den Hof fegen muss, ist das Thema Management ganz weit weg. Dabei hat sich nichts geändert, es stehen seit Jahren immer sehr, sehr viele Standorte auf der Kippe. Und dann stellt sich heraus: Nein. Am Ende geht es nur darum, die Ansprüche von Politik und Mitbestimmung nicht in den Himmel wachsen zu lassen. Dem Konzern geht es gut. Und würde es ihm nicht gut gehen, wäre das immer noch kein Problem und das wissen eigentlich die wenigen informierten Beobachter hier auch. Dass allerdings tendenziell immer weniger in Deutschland produziert wird, ist ja nur eine Frage der Schlauheit. Der Markt ist die EU, und wenn du die Länder der EU rankst, bietet Deutschland für Unternehmer mit weitem Abstand die schlechtesten Bedingungen.
EV1 meint
Wo bleibt David mit seinem Kommentar und einem konstruierten Bezug zu Tesla mit negativer Konnotation im ersten Satzt?
tutnichtszursache meint
Wenn dann am Ende als reine Produktionswerke nur noch Wolfsburg und Ingolstadt übrig bleiben, warum soll man sich dann noch so ein Auto kaufen? Andere ausländische Hersteller produzieren auch in Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Spanien oder Portugal und bieten sicherlich ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.
simon meint
Am Ende wird es nur mit hochautomatisierten wenigen Werke gehen, bevorzugt in Deutschland und nahe an der Entwicklung. So kleine Werke rentieren sich halt nicht. Alleine das zB Skania und MAN erst vor kurzen zusammen an neuen (Diesel) Motoren arbeiten, zeigt ja wie wenig in den letzten 30 Jahren auf Effizienz gesetzt wurde.
M. meint
Nicht gut, was man da hört.
Kann aber auch politisches Kalkül sein. Selbst mir als AN (nicht bei VW oder verbundenen Unternehmen) geht das sture Job-erhalten-und-Löhne-steigern von Cavallo auf die….
Da sind so einige Realitäten noch nicht angekommen, und nur, wenn man denen quasi die Mitglieder unter dem Allerwertesten rauszieht, fangen die an, sich zu bewegen.
Ja, Lohnkosten sind nicht alles. Energiekosten sind nicht alles, aber in Energiekosten stecken auch Lohnkosten. Und damit sind Lohnkosten nicht das ganze, aber ein Teil des Problems. Wir müssen in Deutschland insgesamt aus dieser Spirale „die Mieten sind gestiegen, also müssen die Löhne steigen“ raus. Niemand im Ausland, wo diese Autos gekauft werden sollen, interessiert sich für die Mieten in Deutschland, niemand interessiert sich dort für das Versagen der deutschen Baupolitik, und niemand will diese Mieten (mit)bezahlen. Natürlich sind noch andere Faktoren beteiligt, aber Mieten zeigen das Problem schön auf. Große Wohnungsgesellschaften (und ein paar andere kleinere) machen sich auf Kosten der Gesellschaft die Taschen voll. Und das muss aufhören. Sonst werden wir das nie in den Griff bekommen, bis ein Golf aus Wolfsburg schlicht unbezahlbar ist für jeden, der nicht in Deutschland in dieser Spirale mitfährt.
(Energiekosten sind ein eigenes Kapitel, aber natürlich nicht weniger wichtig)
elektromat meint
Was ich seit Jahren predige. Wenn man nicht auf E-Mobilität umsteigt obwohl der Hauptkunde China (40% des Absatzes gingen mal dorthin) das vorgibt wird man irgendwann den Aktionären und Beschäftigten erklären müssen warum man nur noch die hälfte der Leute braucht. Es hat also begonnen…
Der einzige der das kapiert hatte war Diess aber man wollte ja lieber nach der Pandemie beim Verbrennergeschäft absahnen und nicht in Zukunft investieren so wie es Diess vorgesehen hat. Jetzt die Rechnung bitte..
Beim Benz siehts ähnlich aus, nur BMW kann sich halten… warum auch immer. Ob das so bleibt wird man sehen.
Die Zukunft wird elektrisch mit Software und wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
Future meint
Ausgesprochen interessant ist in diesem Zusammenhang der Grund, warum Susanne Wiegand, bis vor wenigen Tagen die einzige unabhängige VW-Aufsichtsrätin, hingeschmissen hat. Es gibt Berichte, dass sie eine große Kritikerin des »Verantwortungs-Kuddelmuddels« bei Volkswagen gewesen sei. Die erfahrene Topmanagerin aus der Rüstungsindustrie soll schockiert davon gewesen sein, dass »Europas größter Autokonzern geführt werde wie ein verkrachter Mittelständler«. So erzählen es Beteiligte laut einer aktuellen Pressemeldung (SPON, 24.06.25). Die Tatsache, dass jetzt so viele Internas nach außen dringen, wird Gründe haben oder sogar die Strategie dahinter sein.
Jörg2 meint
Im Kern geht es um den Verkauf des Motorenherstellers Everllence. Hier sind die Familien Porsche/Piech sowohl Gesellschafter des zu verkaufenden Unternehmens als auch auf der Käuferseite (über Beteiligungen, „drei Ecken“…).
Damit ist der Verkaufspreis frei festlegbar.
Man geht davon aus, dass dies ein weiterer Schritt der beiden Familien zum auscashen ist.
Thomas Claus meint
Woran liegt das wenn es stimmt? An zu viel Einfluß der Gewerkschaften? An einem zu großen Einfluß vom Großaktionär Niedersachsen? Oder doch einfach nur ein unfähiges Management?
Der Personalabbau war eigentlich zu erwarten und wird alle bisherigen Herrsteller treffen. Das eAuto ist halt einfacher bzw hat weniger Komponenten. Damit wird zwangsläufig weniger Personal benötigt. Außerdem fällt den Chinesen der Bau eines eAutos eAutos leichter. D Wirtschaft stagniert ja schon ein paar Jahre bzw ist sie eher geschrumpft. Beim BIP pro Kopf wird es noch schlimmer aussehen. Das alles ist nur der Anfang.
Peter meint
Die Anzahl der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter schwindet ja auch jedes Jahr. Dass das auf das BIP durchschlägt ist doch klar. Angesichts der seit Jahrzehnten absehbaren Altersverschiebungen (deutlicher Rückgang der Anzahl der Arbeitnehmerschaft) ist ein Null-Wachstum (bzw. eine Null-Schrumpfung) keine schlechte Entwicklung.
Dazu kommen andere Effekte, wie oben schon angesprochen. Man könnte ja auch mal die Branchen zu sehen, die wachsen und hoffentlich unsere Zukunft tragen. Und die gibt es ja durchaus. Aber die Altmodelle vereinnahmen zu viel Steuergeld und zu viel Aufmerksamkeit für sich.
Ben meint
Tja VW ist ein unorganisierter Haufen und die Schließungen stehen schon fest, bestws Beispiel hier in Zwickau, seit 2021 wird an der Integration in die AG gearbeitet, zum 01.01.2027 sollte es soweit sein, bei einhalten unserer Kostenziele, diese haben wir eingehalten und die AG meint nun die Integration verschiebt sich, um min. 2 Jahre weil es die AG nicht geschafft hat die Systeme innerhalb von 6 Jahren umzustellen.
Offensichtlich alles gelogen von der AG, man will Zwickau nicht in der AG haben da es einfacher ist eine 100% Tochter GmbH zu schließen.
BeatthePete meint
Das ist nicht gut !
MK meint
@BeatthePete:
Was? Dass VW mittlerweile das 7. Jahr in Folge droht, Werke wie das in Emden oder Zwickau zu schließen, wenn die IG Metall keine Zugeständnisse bei Gehaltsverhandlungen mache?
Dass so ein Trick mit einer an den Haaren herbeigezogenen Drohung ein- oder zweimal funktioniert: Okay. Aber dass jetzt immer noch Leute drauf reinfallen? Das ist schon wirklich peinlich…
Oder wie Frank Schwope im ntv-Interview sagte: „Die Zahl 100.000 ist sicherlich zu hoch gegriffen, soll Angst machen und für Verhandlungsbereitschaft in der Belegschaft sorgen.“ Zumal er auch darauf hinweist, dass da der Abbau zehntausender Stellen der vergangenen Jahre auch mit eingerechnet ist, um die Zahl größer wirken zu lassen…und sie bezieht sich auf den gesamten Planeten und nicht auf Deutschland. Zusammengefasst: Ob sich dahinter auch nur der Abbau einer einzigen zusätzlichen Stelle gegenüber den bisherigen Ankündigungen verbirgt, ist fraglich.
Außerdem habe ich es hier an verschiedenen Stellen schon geschrieben: „Stellenabbau“ bedeutet nicht, dass die Mitarbeiter das Unternehmen verlassen: So wie Stellen z.B. in Baunatal in der Getriebefertigung abgebaut werden, werden ebenfalls in Baunatal neue Stellen in der Montage von Elektromotoren geschaffen (letzte Presseberichte sprechen von 3.500 zusätzlichen Stellen in dem Bereich alleine in Baunatal bis 2028).