US-Elektroautobauer Lucid bereitet die Markteinführung einer neuen, dritten Baureihe vor, die als Konkurrent zum Tesla Model Y und Rivian R2 positioniert werden soll. Das Fahrzeug mit dem Namen Cosmos soll bis Ende dieses Jahres auf den Markt kommen. Dabei handelt es sich um das erste mittelgroße Fahrzeug der Marke, das auf Massenmarkt-Potenzial ausgelegt ist.
Lucid ist mit der Oberklasselimousine Air in den Markt gestartet, derzeit wird die Produktion des Luxus-SUV Gravity hochgefahren. Beide Erstlingswerke sind schon in Europa verfügbar. Nun geben Patentbilder erste Einblicke in das Design der nächsten Modellreihe. Die Anmeldung beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum erfolgte laut Berichten unter Atieva Inc., dem früheren Namen des Unternehmens.
Das Design des Cosmos erinnert dem Portal InsideEVs zufolge an eine kompaktere Version des Gravity und zeichnet sich durch ein markanteres Emblem an der Front aus. Die Gestaltung des Elektroautos wirke sportlich und aggressiv, wobei das Dach stark abfallend gestaltet sei. Ein Spoiler über der Heckscheibe erfordere den Einsatz einer digitalen Rückfahrkamera zur Verbesserung der Sicht. Am Heck finde sich ein großer Schriftzug mit dem Namen „Lucid“ sowie ein auffälliger Diffusor.
Ein Fokus auf Aerodynamik soll beim Cosmos einen Luftwiderstandsbeiwert von 0,22 ermöglichen. Damit wird eine voraussichtliche Reichweite von über 300 Meilen (ca. 480 km) angestrebt. Die technische Ausstattung umfasst eine 800-Volt-Architektur, die laut Herstellerangaben das Nachladen von 200 Meilen (322 km) Reichweite in 14 Minuten erlaubt.
Das neue, auch in Europa erwartetet Elektroauto unterstützt bidirektionales Laden, etwa für Anwendungen wie Vehicle-to-Home (V2H) oder Vehicle-to-Grid (V2G). Im Innenraum soll sich der Cosmos deutlich von den Modellen Air und Gravity unterscheiden. Anstelle mehrerer Bildschirme wird laut InsideEVs ein einzelnes großes Display das Armaturenbrett dominieren. Diese neue Bildschirmkonfiguration soll die Ambitionen des Unternehmens im Bereich des autonomen Fahrens unterstützen. Fahrzeuge auf der neuen Mittelklasse-Plattform sollen als Robotaxis im Rahmen einer Partnerschaft mit Uber eingesetzt werden.
Die Produktion des Cosmos soll bis Ende dieses Jahres in Saudi-Arabien beginnen, wobei erste Chargen in die USA geliefert werden. Etwa sechs bis zwölf Monate nach Produktionsstart soll auch die Fertigung im Werk in Arizona starten. Langfristig soll dieser Standort die Mehrheit der für den US-Markt produzierten Fahrzeuge übernehmen.
Wann mit dem Marktstart hierzulande zu rechnen ist, ist noch offen. Das gilt auch für den Preis, der in den USA etwa 50.000 Dollar vor Steuern (ca. 43.900 Euro) betragen soll. Nach dem Cosmos soll eine robustere, vom Gravity X Concept beeinflusste Version folgen. Das dritte Modell auf der neuen Mittelklasseplattform könnte eine Limousine sein.


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