Der chinesische Elektroautobauer und Volkswagenpartner XPeng will seine internationale Präsenz stark ausbauen. Wie CEO He Xiaopeng in einem Interview mit dem Portal Vision Mobility sagte, verfolgt das Unternehmen das Ziel, bis zum Jahr 2030 mehr als eine Million Fahrzeuge außerhalb von China zu verkaufen. Den heimischen Markt beschriebt er als aktuell und wohl auch noch auf Jahre als sehr herausfordernd. Um sich breiter aufzustellen, geht das Unternehmen unter anderem verstärkt nach Europa.
Für die europäische Strategie setzt XPeng auf Expansion und Kooperationen. Die Chinesen zeigen sich offen für Gespräche über die Übernahme von Produktionsanlagen in Europa oder entsprechende Partnerschaften. Während die aktuelle Fertigung primär in Werken in der Volksrepublik stattfindet, expandiert der aufstrebende Hersteller bereits in Asien mit neuen Standorten in Indonesien und Malaysia.
Technologisch positioniert sich das Unternehmen als Tech-Konzern, der neben Elektroautos auch Software entwickelt. Ein zentraler Fokus liegt dabei auf der künstlichen Intelligenz sowie der Verbindung von Robotik und Automobilität. „Die neue Revolution ist die künstliche Intelligenz und die Symbiose von Roboter und Auto“, glaubt He Xiaopeng. Er bezeichnet die KI als neue technologische Revolution, die den Menschen unterstützen soll – Angst müsse man davor nicht haben.
In Deutschland strebt XPeng eine flächendeckende Präsenz an. Aktuell unterhält die Marke eigenen Angaben zufolge rund 70 Händler und plant, diese Zahl bis zum Ende des Jahres auf 110 zu erhöhen. Viele Partner sind dem CEO zufolge auch Händler von deutschen Premiummarken, mit denen man sich messen wolle.
„Doch wir sind nicht allein hier, um Geld zu verdienen. Wir wollen mit unseren Produkten auch dazu beitragen, die Welt ein kleines Stück besser zu machen – und das gilt ebenso für Europa“, betont He Xiaopeng. Ein wichtiger Baustein dabei sei das autonome Fahren, von dem letztlich jeder profitieren könne.
Während XPeng in Asien vor allem mit autonomem Fahren verbunden werde, positioniere sich die Marke in Europa derzeit in erster Linie über „smarte High-End-Technologie“. Langfristig sollen jedoch auch hierzulande hochautomatisierte und autonome Fahrfunktionen der Stufen vier und fünf verfügbar werden.

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