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Straßenverkehr macht 2024 gut 1/5 des deutschen Energieverbrauchs aus

03.07.2026 in Autoindustrie, Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 2 Kommentare

BMW-i4

Bild: BMW (Symbolbild)

Der Straßenverkehr machte im Jahr 2024 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gut ein Fünftel (22,2 %) des deutschen Energieverbrauchs aus und verursachte gut ein Fünftel (21,4 %) der gesamten CO2-Emissionen.

Damit blieb der Energieverbrauch im Straßenverkehr mit rund 2134 Petajoule weitgehend konstant gegenüber den Jahren seit 2021 und lag damit weiterhin deutlich (-11,0 %) unter dem Höchstwert des Vor-Corona-Jahres 2019 (2 399 Petajoule). Von 2010 bis 2019 war der Energieverbrauch im Straßenverkehr um 6,7 % gestiegen.

Private Haushalte benötigen auf der Straße mehr Energie als die Wirtschaft

58,0 Prozent des Energieverbrauchs im Straßenverkehr (1238 Petajoule) entfielen 2024 auf die privaten Haushalte und 42,0 Prozent (896 Petajoule) auf die Wirtschaft.

Der Energieverbrauch im Straßenverkehr machte gut ein Drittel (35,3 %) des Gesamtenergieverbrauchs der privaten Haushalte aus. Die übrige Energie verwendeten sie beim Wohnen, etwa fürs Heizen. Demgegenüber lag der Anteil des Straßenverkehrs am Energieverbrauch der Wirtschaft nur bei 14,7 Prozent.

Konventionelle Kraftstoffe weiter vorne, stark steigender Verbrauch von Strom

Sowohl die privaten Haushalte als auch die Wirtschaft setzten 2024 im Straßenverkehr weiterhin auf konventionelle Kraftstoffe. So hatte Diesel einschließlich des beigemischten Biodiesels mit 60,8 Prozent (1297 Petajoule) den größten Anteil am Energieverbrauch, gefolgt von Benzin und Bioethanol mit 37,2 Prozent (794 Petajoule).

energieverbrauch-strassenverkehr-energietraeger-destatis
(Zum Vergrößern anklicken) Bild: Destatis

Nur jeweils 1,0 Prozent des Energieverbrauchs im Straßenverkehr entfielen auf Strom (22 Petajoule) und Gaskraftstoffe (21 Petajoule), wenngleich der Verbrauch von Strom im Straßenverkehr im Zuge der Ausweitung der Elektromobilität 2024 gegenüber 2023 um knapp ein Drittel (+32,0 %) stieg und sich im Vergleich zum Jahr 2021 fast vervierfachte (+278,1 %). Alle Biokraftstoffe zusammen – Biodiesel, Bioethanol und Biogas – deckten 5,5 Prozent des Energieverbrauchs im Straßenverkehr im Jahr 2024 ab.

Luftschadstoffemissionen sinken stärker als CO2-Emissionen im Straßenverkehr

Der Straßenverkehr verursachte im Jahr 2024 CO2-Emissionen in Höhe von 155 Millionen Tonnen. Hinzu kommen Emissionen von Luftschadstoffen wie Kohlenmonoxid (834 710 Tonnen), Stickoxiden (315.500 Tonnen) und Feinstaub (PM10; 27.310 Tonnen).

Während die CO2-Emissionen im Straßenverkehr zwischen 2010 und 2024 lediglich um 6,0 Prozent zurückgingen, weisen einige Luftschadstoffe im selben Zeitraum Emissionsreduktionen im zweistelligen Prozentbereich auf: So sanken die Emissionen von Kohlenmonoxid im Straßenverkehr um 38,2 Prozent, von Stickoxiden um 61,2 Prozent und von Feinstaub um 34,8 Prozent.

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Via: Destatis
Tags: EmissionenAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Justin Case meint

    03.07.2026 um 09:56

    Für nicht Petajoule-sprechende:
    Das sind knapp 600 Mrd kWh oder 600 Terawattstunden.
    Wohlgemerkt nicht Strom, sondern Energie – also im Wesentlichen in Benzin und Diesel.

    Verschiedene Medien (incl. Welt) rechnen bei der Substitution von Primärenergie durch Strom absichtlich (1:1) falsch, um die Leserschaft in die Irre zu führen.

    Um diesen Energiebedarf (600tWh) durch elektische Antriebe zu ersetzen benötigt man etwa 178 Terawattstrunden zusätzlichen Strom (etwa ein drittel des derzeitigen deutschen Strommarktes).

    Bei Wärme (Wärmepumpe vs. Gas- oder Ölheizung) verhält es sich in ähnlichen Größenordnungen.

    Antworten
    • Peter meint

      03.07.2026 um 11:36

      @Justin Case
      Die Aussage „Um diesen Energiebedarf (600tWh) durch elektische Antriebe zu ersetzen benötigt man etwa 178 Terawattstrunden zusätzlichen Strom (etwa ein drittel des derzeitigen deutschen Strommarktes).“ würde ich dezent nachschärfen:
      „Um diesen Energiebedarf (600tWh HAUPTSÄCHLICH AUS ÖL) FÜR DIE HAUPTSÄCHLICH DURCH ÖLVERBRENNUNG GEFAHRENEN KILOMETER 1:1 durch elektische Antriebe zu ersetzen, benötigt man AUFGRUND DER DEUTLICH BESSEREN EFFIZIENZ DER ELEKTRISCHEN ANTRIEBE LEDIGLICH etwa 178 Terawattstrunden Strom (etwa ein drittel des derzeitigen deutschen Strommarktes).“

      Ergänzen könnte man das auch um eine Kostenrechnung:
      die Kosten für die 600tWh betragen ca. xx Mrd. €, die hauptsächlich ins Ausland fließen, die Kosten für die Erzeugung und Verteilung der streckenmäßig äquivalenten 178tWh betragen lediglich xx Mrd. €, die zu großen Teilen im Inland verbleiben.

      Antworten

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