Die zweite Generation des französischen Sportwagens Alpine A110 wechselt vom Verbrenner- auf reinen Elektroantrieb. Firmenchef Philippe Krief sagte im Gespräch mit Autocar, dass das neue Modell in allen Belangen besser fahrbar sein werde als sein Vorgänger. Die offizielle Vorstellung plant die Renault-Tochter für das kommende Jahr.
Ein aktueller Ausblick wurde kürzlich beim Goodwood Festival of Speed durch den A110 Future gegeben. Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um einen Entwicklungswagen, der auf der Karosserie des Benziners basiert, dessen Produktion kürzlich eingestellt wurde. Unter der Oberfläche nutzt der Prototyp die neue Alpine Performance Platform (APP) mit einem vollelektrischen Antriebsstrang.
Alpine hat die APP von Grund auf neu entwickelt. Anstatt auf die bei E-Autos übliche einteilige Fahrbatterie zu setzen, nutzt das Chassis zwei kleinere Akkupacks an den jeweiligen Enden des Fahrzeugs. Diese Konstruktion ermöglicht eine tiefere Lage und soll für eine ausgewogene Gewichtsverteilung sorgen. Die neue A110 wird den Angaben zufolge geringfügig länger und breiter sein als das Vorgängermodell, jedoch ein identisches Verhältnis von Länge zu Höhe beibehalten.
Krief betonte gegenüber Autocar die Bedeutung der Fahrdynamik. Das Ziel sei es, die aktuelle A110 in zentralen Bereichen wie „dem Gefühl von Leichtigkeit“ zu übertreffen. Die neue Plattform ermögliche zudem „eine perfekte Integration von Mechanik und Elektronik“. Etwa 95 Prozent der Komponenten des E-Autos sind neu und werden nicht mit anderen Modellen der Renault Group geteilt.
Das Design soll futuristischer ausfallen, dabei aber das typische A110-Familiengefühl erhalten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung des Innenraums. Alpine arbeitet an einem intuitiven Setup, bei dem der Fahrer im Zentrum steht.
Die Modellpalette wird erweitert, da die neue elektrische A110 neben der klassischen zweisitzigen Coupé-Form auch als 2+2-Version angeboten wird. Zudem sind Cabriolet-Varianten beider Karosserieformen geplant. Die APP soll mindestens zwei Generationen der A110 tragen, wobei auch eine spezielle Extreme-Version erscheinen soll. Um höhere Margen zu erzielen und Premium-Käufer zu gewinnen, plant Alpine mehr Personalisierungsmöglichkeiten.
Das Unternehmen verfolgt eine Expansionsstrategie mit Elektroautos, die bereits den Crossover A390 und den sportlichen Kompakten A290 hervorgebracht hat. Markenchef Krief strebt ein jährliches Verkaufsvolumen von etwa 15.000 Fahrzeugen an. Alpine positioniert sich dabei bewusst in einer Nische. Das Ziel sei es, exklusiver als etwa Porsche zu agieren, um die Exklusivität und Rentabilität der Modelle zu wahren.

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