Wegen der schnellen Entwicklung können bereits dreijährige Elektroautos in Bereichen wie Batterie-Technologie oder Ladegeschwindigkeit technisch hinter aktuelle Modelle zurückfallen. Experten von Bähr & Fess Analytics haben für Autobild Modelle mit einem vergleichsweise stabilen Werterhalt prognostiziert.
Die Auswahl umfasst Neuwagen aus verschiedenen Fahrzeugklassen, die sich im Marktvergleich voraussichtlich wertstabiler entwickeln als der Durchschnitt ihres jeweiligen Segments.
An erster Stelle der Liste steht der mittelgroße SUV-Crossover Tesla Model Y in der Ausführung Premium Maximale Reichweite Allradantrieb. Laut den Analysten verbleiben nach drei Jahren und einer Laufleistung von 60.000 Kilometern noch 57 Prozent des Neuwerts. Direkt darauf folgen zwei E-SUV-Modelle von Skoda: Der Kleinwagen Epiq 55 Essence sowie der große Peaq 90 Selection werden mit einem Restwert von jeweils 54 Prozent ihres ursprünglichen Neupreises prognostiziert.
Mit einem erwarteten Restwert von 53 Prozent liegen die Mittelklasselimousine Tesla Model 3 mit Hinterradantrieb und der Kleinwagen in SUV-Optik Mini Aceman in der Version E Essential Trim auf Rang vier und fünf der Restwert-Prognose.
Der Restwert eines Elektroautos wird laut Analyst Maarten Baljet durch das Markenimage, die Modellbeschaffenheit sowie die technologische Reife bestimmt. Letzteres gelte insbesondere für Reichweite und Ladegeschwindigkeit. Auf individueller Ebene spielten zudem Alter, Laufleistung und der Zustand eine Rolle. Baljet verweist auf Leasing als Alternative zum Kauf, hier verbleibe das Wiedervermarktungsrisiko am Ende der Laufzeit beim Leasinggeber.

David meint
Diese Prognosen sind ja bei Tesla sehr gerne auch nicht eingetroffen in der Vergangenheit, wie wir hier aus vielen Meldungen wissen. Das war unter anderem der Sargnagel für das Firmenkundengeschäft.
Und es geht weiter: aktuell hatte man mehrfach die Preise senken müssen und damit waren die Restwerte im Keller. Das ist ja hier schon viele Male berichtet worden. So war letztes Jahr die Launch Series des Juniper 60.990€ plus bei Tesla im Parkhaus den Schlüssel bekommen, also 62.000€. Jetzt ist es 8.000€ billiger plus 0-Finanzierung, die noch einmal 5000€ wert ist. Das sind dann also 13.000 € Preisnachlass.
Genau deshalb kaufen Ankaufsportale auch keine Tesla. Das eine ist die Theorie und das andere die Realität. Zumal bei seriösen Herstellern der Listenpreis genommen wird, den nur ein Napfkuchen zahlt.
hu.ms meint
Da spielt sicher auch das IMAGE der marke tesla mit rein. Das wirkt auch bei gebrauchten.
Fred Feuerstein meint
Der Restwert eines Elektroautos wird laut Analyst Maarten Baljet durch das Markenimage, die Modellbeschaffenheit sowie die technologische Reife bestimmt.