Denza entwickelt offenbar eine leistungsstärkere Version seines bereits existierenden vollelektrischen Shooting Brake-Modells Z9GT. Ein am Nürburgring gesichteter Prototyp des Z9GT „Xtreme“ weist Auto Motor und Sport zufolge deutliche Modifikationen auf und soll über eine Leistung von 1471 kW (2000 PS) verfügen. Die Technik soll eng mit der der Topversion des Supersportwagens Denza Z verwandt sein.
Die aerodynamische Gestaltung unterscheidet das Fahrzeug der BYD-Premiummarke laut Bildern von Tests auf dem Nürburgring vom Standardmodell. Die Frontpartie verfügt über größere Lufteinlässe, zusätzliche Öffnungen zur Kühlung der Bremsen sowie einen weit nach vorne gezogenen Splitter. Ergänzt wird dieser Umbau durch seitliche Luftleitelemente und tiefe Schweller.
Am Heck des chinesischen Elektroautos sind ein großflächiger Flügel auf Schwanenhals-Halterungen sowie ein großer Diffusor mit vertikalen Kanälen verbaut. Im Innenraum des Erlkönigs lassen sich zudem Schalensitze und ein umfangreicher Überrollkäfig identifizieren. Das Fahrwerk wurde angepasst und der potente Stromer nutzt Performance-Reifen auf neuen Rädern.
Der Antrieb des Z9GT basiert auf der e³-Plattform und umfasst drei Elektromotoren mit Allradantrieb. Eine E-Maschine ist an der Vorderachse positioniert, während zwei weitere die Hinterachse antreiben. Das technische Konzept des regulären Z9GT beinhaltet zudem eine Hinterachslenkung und eine zentrale Fahrdynamikregelung, die Manöver wie den „Crab Walk“ (diagonales oder seitliches Fahren) erlaubt.
Die Systemleistung des aktuell verfügbaren Z9GT beträgt 850 kW (1156 PS), damit geht es in 2,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter bis Tempo 270. Die Reichweite mit der 123-kWh-Batterie beträgt nach WLTP-Norm 600 Kilometer. Ein Termin für die Präsentation des neuen, noch leistungsstärkeren Modells steht bislang nicht fest.


Tesla-Fan meint
Leistung ist nur dann immer unnötig wenn man sie selbst nicht hat oder bezahlen kann.
Wie sagt der grosse Philosoph nobrian.com immer „Haben ist besser als brauchen“ – und springt in Gummistiefeln von Pfütze zu Pfütze davon.
M. meint
Der grosse Philosoph…
1) „Leistung kostet beim BEV nichts“ (heißt es hier immer)
2) „der xy ist viel zu teuer – nur weil der jetzt … PS mehr hat“ (heißt es hier immer)
Ihr müsst euch mal eine konsistente Argumentationskette zulegen, der Schlingerkurs fällt auf. Setzt euch doch gleich mal zusammen.
David meint
Ich muss auch leider sagen, ein Kombi mit 2000 PS ist am Markt vorbei. Man darf ja nicht vergessen, dass z.B. die Hilti Mitarbeiter nicht zur Freude durch die Lande fahren. Die müssen Aufgaben erledigen. Da braucht es Leistung, damit es geschwind voran geht. Jeder Hausmeisterservice mit einem elektrischen CLA AMG Shooting Break ledert einen ja schon an der Ampel ab, wenn er ne 100tel Sekunde eher die Bremse löst. Auch 123 kWh sind nix, 323 wären besser. Dann könnte man wenigstens mal drei Stunden mit 250 km/h durchfahren.
M. meint
Langweilig. 1.150 PS, 2.000 PS, morgen dann 3.000, wann endlich 5.000?
Schubdüsen, das fehlt hier noch.
Solange den Insassen beim Beschleunigen nicht die Knochen brechen, taugt das doch nichts!
Und dann: 600 km WLTP mit 123 kWh. Über 20 kWh / 100 km nach Norm. Real dann… 30? Das erinnert irgendwie an Audi e-Tron von 2019…
Jörg2 meint
Ja. In regelmäßigen Abständen testen Hersteller ihre Fahrzeuge dort. Vor wenigen Tagen z.B. BMW mit seinem 4-Motorenantrieb. Hier sollen dann bis zu sinnfreien 1.000kW möglich sein (also irgendwas um die 1.350PS).
M. meint
Vollkommen richtig.
Der (vermutete, nicht bestätigte) BMW hat beim Sinnfreiheitsgrad den Denza zu 1350 / 2000 erreicht.
(67,5%). Die Berechnung unterstellt aber, dass Leistung ab dem ersten PS sinnfrei wäre. So ist das ja nicht.
Legt man eine sinnvolle Übergrenze fest, z.B. 500 PS, sind beim BMW 850 PS sinnfrei, und beim Denza 1500 PS.
Dann erreicht der BMW nur noch 56,7% der Sinnfreiheit des Denza. Kommt der iM3 mit „nur“ 850 PS, bleiben gerade mal 23,3% übrig.
Das ist im Vergleich doch fast schon vernünftig, oder?
;-)
Jörg2 meint
Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.
Matthias meint
Starke Motoren erlauben auch starke Rekuperation. Um 2,4 Tonnen bei nur 100 km/h mit 1 g zu beschleunigen oder zu verzögern benötigt man, Luftwiderstand und Rollreibung vernachlässigt, 660 kW oder 900 PS. Wenn noch Gefälle dazu kommt und der Grip es hergibt sind bei heutigen Boliden schon bei üblichen (wenn auch nicht ganz legalen) Landstraßengeschwindigkeiten 1000 PS am werkeln.
Bei doppelter Geschwindigkeit doppelte Leistung, bei 200 „leistet“ ein voll bremsender 2,5-Tonner also 2000 PS, regulär durch Aufheizen der Bremse. Falls der Akku oder ggf. ein puffernder Superkondensator die Leistung nicht vollständig aufnehmen kann kann sie immer noch wie bei amerikanischen Diesellokomotiven mit Widerständen verschleißfrei in Wärme umgewandelt werden.
M. meint
Theoretisch richtig, durch die geringe Häufigkeit in der Praxis aber irrelevant.
Auch „normal“ motorisierte BEV können 90% ihrer Verzögungsenergie zur Rekuperation nutzen. Mit 1/8 der Leistung…
David meint
Schubdüsen wollte Tesla ja liefern, nur ist es eben Tesla. Da wirst du also noch drauf warten müssen. Man könnte aber auch vorbauen und auf Autobahnen ein generelles Tempolimit von 600 km/h proaktiv einführen.