Denza präsentiert den Z als vollelektrischen Supersportwagen mit drei Varianten: Coupé, Spider und Racing. Zusätzlich ist eine Special Edition vorgesehen, die im Herbst auf der Nürburgring-Nordschleife auf Rekordjagd gehen soll. Coupé und Spider sind 4780 Millimeter lang, die Racing-Version kommt auf 4870 Millimeter.
Die e3-Sportwagen-Plattform bildet die technische Grundlage des Denza Z. Sie umfasst ein intelligentes Dreimotor-Torque-Vectoring-System, Cell-to-Body-Technologie, das DiSus-M-Fahrwerk mit magnetorheologischen Dämpfern sowie Flash Charging in Verbindung mit der Blade-Batterie der zweiten Generation. Alle drei Varianten nutzen einen Elektromotor an der Vorderachse und je einen Motor an jedem Hinterrad. Die Systemleistung beträgt 1179 kW (1604 PS), das maximale Drehmoment 1240 Newtonmeter.
Das Coupé beschleunigt in 2,25 Sekunden von 0 auf 100 km/h, der Spider in 2,3 Sekunden. Für die Racing-Version werden 2,25 Sekunden genannt, mit optionalem Semi-Slick-Reifenpaket 1,96 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei Coupé und Spider bei 300 km/h. Die Racing-Version erreicht 300 km/h, mit optionalem Paket 350 km/h.
Die Batterie hat in allen Varianten eine Kapazität von 76 kWh. Die WLTP-Reichweite beträgt 410 Kilometer beim Coupé, 400 Kilometer beim Spider und 380 Kilometer bei der Racing-Version. Flash Charging soll die Fahrbatterie des Z in fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent und in neun Minuten von 10 auf 97 Prozent laden. Als Versprechen wird formuliert: „Bereit in 5, voll in 9, bei Kälte +3“. Das eröffne die Möglichkeit, die volle Leistung des Fahrzeugs zu nutzen, ohne anschließend lange Wartezeiten beim Aufladen der Batterie befürchten zu müssen – „etwas, das bisher bei einem vollelektrischen Sportwagen noch nie möglich war“, wirbt BYD.
Das Exterieur setzt auf eine optimierte Karosserieform und aerodynamische Elemente. Beim Z Racing gehören ein optimierter Frontlufteinlass, ein mehrkanaliges Kühlsystem, ein Carbonfaser-Frontsplitter, Vortex-Generatoren im Unterboden, Luftauslässe an der Karosserie und optional ein dreifach verstellbarer Carbonfaser-Heckflügel dazu. Bei 350 km/h soll die Racing-Version bis zu 1060 Kilogramm Abtrieb erzeugen. Die Special Edition verfügt über zweilagige Verbundwerkstoffe, Carbonfaser-Karosserieteile und ein aktives Luftwiderstandsreduktionssystem.
Der Innenraum ist auf das Lenkrad ausgerichtet und enthält sechs physische Tasten im unteren Lenkradbereich. Genannt werden ein 8,88-Zoll-Digital-Kombiinstrument, ein 12,8-Zoll-Infotainmentsystem, kabelloses Smartphone-Laden und ein digitaler Rückspiegel. Zur Ausstattung gehören außerdem elektrisch betätigte Türen mit Soft-Close-Funktion, beheizbare und belüftete Vordersitze mit Massagefunktion, ein Devialet-Soundsystem und Fernzugriff über die Denza-App.
Der Track-Modus öffnet eine Anwendung auf dem Infotainment-Bildschirm und stellt Fahrzeugposition, G-Sensor-Daten und Rundendaten bereit. Daten lassen sich analysieren und auf einen USB-Stick exportieren. Der Boost-Modus erhöht das Drehmoment beim Beschleunigen 20 Sekunden lang um 30 Prozent. Außerdem werden ein virtueller Motorensound, Launch-Control, Drift-Einstellungen und drei benutzerdefinierte Profile genannt.
Die Coupé- und Racing-Versionen haben 250 Liter Kofferraumvolumen, beim Spider werden 131 bis 176 Liter angegeben. Durch Umklappen der Rücksitze lässt sich das Ladevolumen bei Coupé und Racing auf bis zu 550 Liter erweitern. Alle Versionen besitzen Carbon-Keramik-Bremsscheiben, Sechskolben-Bremssättel vorn und Vierkolben-Bremssättel hinten. Coupé, Spider und Racing sollen ab diesem Sommer „in ausgewählten Märkten“ bestellbar sein – zu welchen Preisen, bleibt abzuwarten. Erste Auslieferungen sind noch vor Jahresende vorgesehen.












M. meint
Hinten ganz nett, vorne zum Einschlafen langweilig.
2000 PS, oder?
Ich ja auch egal. Auch das haben wir inzwischen schon ein paar mal gesehen.
Innenraum: bis auf die Farben und das Lenkrad könnte das auch ein anderes Auto sein… vielleicht ist das da ja auch.
„Fernzugriff über die Denza-App“
Alleine bei der Vorstellung, eine App zu installieren, bei der die KP mitlesen kann, wird mir schon schwarz vor Augen. Da muss man echt komplett schmerzfrei sein. 🤪
South meint
Mja, das ist jetzt nicht das klassische Auto, was sich ein Lamborghini / Ferrari Käufer zulegen würde und das wird sicher auch kein Volumenmodell, aber es ermöglicht halt auch Kunden einen Supersportwagen, der preislich enorm unter den Italienern liegen wird. Gut, der Accu ist wirklich klein, aber in der (extremen) Nische ist Gewicht nun mal superkritisch.
Aber man kann sehen, was für enorme Ladeleistungen möglich sind und sich über die Zeit auch in anderen Klassen reinwanzen wird.
Man könnte den Umstieg auf eAutos enorm beschleunigen, wenn man das Geld nicht mehr zu den Herstellern pumpt, sondern ganz einfach in ein dichtes Ultraschnellladernetz, bei dem die Betreiber gegen die Subvention auch mit Bankkarte ohne sonstige Hemmnisse wie Karte, Abbo… anbieten müssen. Das würde einen enormen Teil des Marktes erschließen, der keine Möglichkeit einer eigenen Lademöglichkeit hat und derzeit nicht einfach auf eAutos sinnvoll umstellen kann, aber will…
brainDotExe meint
Von Vorne: Endlich ein Chinese der nicht schlecht aussieht.
Von Hinten: Hässlich.
Aber was will man denn mit so einem vergleichsweise kleinen Akku in so einer Klasse?
Da sollten es schon mindestens 90 kWh sein.
Wie viele Runden Nordschleife soll der denn sonst packen? 2?
Jörg2 meint
400km WLTP sind außerhalb von Deutschland eventuell aureichend für eine Strecke „Pinkelpause – Pinkelpause“.
Calimator meint
Die meisten Touristen fahren sowieso nicht mehr als 2 bis 3 Runden auf der Nordschleife pro Tag. Alles andere geht zu sehr ins Material. Außerdem bringt jede kwh Akkukapazität auch wieder extra Kilos und kostet Bauraum. Ich finde die 78 kwh für einen Sportwagen noch ausreichend und er kann ja auch extrem schnell Laden.
Futureman meint
Damit wird sich der Absturz von Porsche in China weiter beschleunigen. Denn inzwischen haben BYD und Co dort einen besseren Ruf als Fahrzeuge aus dem deutschen Dino-Konzern.
brainDotExe meint
Denn inzwischen haben BYD und Co dort einen besseren Ruf als Fahrzeuge aus dem deutschen Prestige-Konzern.
Das glauben du und ich nicht.
Den Chinesen ist der Ruf nur inzwischen relativ egal, zum Glück ist das im Rest der Welt nicht so.
David meint
Ja, da hat die Welt drauf gewartet. Ein chinesischer Sportwagen mit Null Image und ner Reichweite unterhalb des ID.Polo. Die Fahrleistung sind so wie bei allen Elektroautos um 1000 PS. Den muss man ja unbedingt kaufen.
Miro meint
Aus dem Weg, Geringverdiener!
Jörg2 meint
Das Image hilft Porsche in den Märkten nicht mehr. Überall Rückgang.
Da die Kaste der Reichen/Superreichen (und derer, die sich dazuzählen möchten) immer größer wird, die wohl eher nicht den Polo als Vorzeigewagen kaufen, scheint es so, als ob ander s.g. „Supersportler“ die Porsche-Lücke schließen.
Das hier könnte solch „Lückenfüller“ sein/werden.
Besser-BEV-Wisser meint
Super Spezifikationen, Sieht gut aus.
Dazu noch ein Kampfpreis und ordentliche Händler die auch vermögende Kunden ausreichend Bauchpinseln.
Dann wird es eng für Lambo, Porsche, Ferrari und Co.
eBikerin meint
Ich glaube nicht, dass jemand der einen Lambo oder Ferrari fährt sich ernsthaft für ein chinesisches eAuto interessiert. Und „vermögende“ Kunden mögen keine Kampfpreise – denn dann kann sich ja der Pöbel auch so was leisten. Fällt also aus – wäre ja peinlich mit so was in Monaco vor zu fahren.
Ben meint
Nein, wird es nicht. Wer richtig Geld hat, derjenige kauft sich bestimmt keinen Chinese, der sich kein bisschen abhebt.
„Auch bei den Preisen hält sich Denza noch bedeckt. Laut „Carscoops“ dürften in China 400.000 bis 500.000 Yuan aufgerufen werden, das wären umgerechnet etwa 50.000 bis 62.000 Euro.“ [Auto Bild]
In Deutschland zahlst du dann vielleicht das doppelte.👍
eBikerin meint
„Wer richtig Geld hat, derjenige kauft sich bestimmt keinen Chinese, der sich kein bisschen abhebt.“
Und bei den Preisen viel zu billig wäre. Wer richtig Geld hat kauft sich ja auch eine Rolex und keine Kopie.
Besser-BEV-Wisser meint
Ja, der Milliardär in Monaco kauft weithin Bugatti oder seinen RR. Noch.
Aber der Milliardär in Asien (und das ist inzwischen der größte Markt), der wechselt schnell – 50% des Marktes.
OK, die Scheichs in VAE kaufen auch in 30 Jahren noch aufgemöbelte Verbrenner AMG G-Klassen. Der Markt bleibt.