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BMW M will Motorsport-DNA ins Elektroauto-Zeitalter übertragen

04.09.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 1 Kommentar

BMW-M-Concept-Neue-Klasse

Bild: BMW

Frank van Meel, CEO der BMW M GmbH, thematisierte im Gespräch mit dem Portal Motor1 die zukünftige Ausrichtung der sportlichen BMW-Tochter im Kontext der Elektromobilität. Er verwies auf die Ursprünge der M-Geschichte, die durch die Notwendigkeit der Homologation des E30-Modells für den Motorsport entstanden sei. Ziel sei es stets gewesen, Motorsporttechnik in Serienfahrzeuge zu integrieren – die Kunden sollen sich nicht zwischen Sportwagen und normalem Serienauto entscheiden müssen.

Laut van Meel bleiben die Motorsport-DNA und das Erbe von M erhalten, wobei das Prinzip „Form follows Function“ auch für künftige M-Modelle gelte. Mit dem BMW M Concept Neue Klasse werde dieser Weg nun auch elektrisch fortgesetzt. „Wir haben den Breitbau, die gelben Leuchten aus unseren Sondermodellen und dem Motorsport, Tracklights wie beim LMDh-Rennfahrzeug und Aero Elemente aus dem M4 GT3. Im Innenraum gibt es Schalensitze aus Naturfaser. Dieses Material verwenden wir seit Jahren im GT4 Motorsport und jetzt ist es serienreif“, erklärt van Meer.

Die Entwicklung der E-Auto-Plattform „Neue Klasse“ bietet die Möglichkeit, neue technische Ansätze umzusetzen. Ein vollelektrischer High-Performance-M soll künftig durch vier Motoren, Torque Vectoring sowie eine zentrale Steuerung und eigene Software glänzen. Die Entwicklung von Komponenten wie Hochvoltspeichern und Elektromotoren soll „M-like“ sein. Mit dem E-Antrieb könne man „ein schnelles und noch besseres Auto machen“, glaubt der BMW-M-Boss.

Neben der elektrischen Zukunft plant BMW M die Fortführung von Verbrennungsmotoren. Reihensechszylinder- und V8-Motoren sollen auf den EU7-Standard gebracht werden. Dies geschieht van Meel zufolge auch mit Blick auf Kunden, die keine Lademöglichkeiten haben oder den Klang von Verbrennern bevorzugen. Die Entscheidung über die Antriebsart solle letztlich beim Kunden liegen.

In Bezug auf das akustische Fahrerlebnis in Elektroautos lehnt der BMW-M-Chef eine bloße Kopie bestehender Klänge ab. Ein Sound müsse zum Elektroantrieb passen und dessen Eigenschaften verstärken, um Emotionalität zu erzeugen. „Der Klang darf verstärken, was tatsächlich passiert“, so van Meel.

Auch bei der Simulation von Schaltvorgängen verfolgt die Marke einen spezifischen Ansatz. Anstatt mechanische Nachteile durch das Imitieren klassischer Gangschaltungen mit Zugkraftunterbrechung nachzubilden, setzt man auf verschiedene Fahrstufen und Gaspedalkennlinien. Ziel ist es, dem Fahrer Rückmeldung über Lastwechsel und Geschwindigkeit zu geben, ohne die Vorteile des E-Antriebs künstlich einzuschränken.

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Via: Motor1.com
Unternehmen: BMW, BMW M Power
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. cbzac meint

    04.09.2026 um 12:40

    „Dies (Fortführung von Verbrennungsmotoren) geschieht van Meel zufolge auch mit Blick auf Kunden, die keine Lademöglichkeiten haben oder den Klang von Verbrennern bevorzugen.“

    Im Ernst? Die neue Klasse bietet 800-900 km Reichweite (WLTP). Vergleichbare Performance-Verbrenner bieten keine größere, oft ein geringere Reichweite.
    Haben diese Leute denn dann eine Tankstelle in der Garage?

    Das Argument ist mittlerweile schlicht kompletter Unsinn.

    Immerhin geht BMW den albernen Ich-simuliere-einen -Verbrenner-Quatsch nicht mit. Da gefällt mir – zumindest in der Definition – der BMW-Ansatz deutlich besser als der von Porsche, AMG und Toyota.

    Antworten

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