Bentley hat den Torcal vorgestellt – das erste rein batterieelektrische Serienmodell in der 107-jährigen Geschichte der britischen Marke. Das rund fünf Meter lange SUV bildet neben Continental GT, Flying Spur und Bentayga eine vierte eigenständige Modellreihe und wird am Stammsitz in Crewe entwickelt und endmontiert. Bentley positioniert den Torcal unterhalb des Plug-in-Hybrid-SUV Bentayga. In Großbritannien nennt das Unternehmen laut Reuters einen Einstiegspreis von 173.000 Pfund, umgerechnet rund 200.000 Euro. Die Markteinführung ist für 2027 vorgesehen.
Zum Start sind zwei Allradvarianten mit jeweils zwei Elektromotoren vorgesehen. Der Torcal leistet bis zu 604 kW/821 PS, der Torcal S bis zu 653 kW/888 PS und 1350 Nm. Für die S-Version werden 2,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und 260 km/h Höchstgeschwindigkeit genannt. Damit übertrifft der Torcal bei der Leistung alle bisherigen Serienmodelle von Bentley. Der Hersteller hatte bereits vor der Premiere angekündigt, dass sein erstes Elektroauto zugleich der leistungsstärkste und am schnellsten beschleunigende Serien-Bentley sein werde.
Die Energie liefert eine Batterie mit 113 kWh Kapazität in Verbindung mit einer 800-Volt-Architektur. Die maximale Gleichstrom-Ladeleistung (DC) beträgt nach Herstellerangaben bis zu 400 kW. Unter geeigneten Bedingungen sollen zehn bis 80 Prozent Ladezustand in etwa 16 Minuten erreicht werden. Bentley nennt eine Reichweite von bis zu rund 600 Kilometern nach WLTP-Norm.
Technisch nutzt der Torcal die Premium Platform Electric (PPE) des Mutterkonzerns Volkswagen. Das Fahrzeug ist eng mit dem neuen elektrischen Porsche Cayenne verbunden, erhält jedoch eine Bentley-spezifische Abstimmung. Zur Fahrwerktechnik gehören eine vollaktive Federung ohne konventionelle Querstabilisatoren sowie eine serienmäßige Hinterachslenkung. Im Innenraum kombiniert Bentley einen gebogenen OLED-Bildschirm mit physischen Bedienelementen. Zu den neuen Materialien gehört Merinowolle. Zudem verwendet die Marke mehrlagige Holzoberflächen aus Walnussresten und Recyclingpapier.
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Der Torcal kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Bentley seine ursprüngliche Elektrifizierungsplanung bereits angepasst hat. Die Nobel-Marke hatte zunächst eine vollständig elektrische Modellpalette bis 2030 vorgesehen, dieses Ziel aber wegen der Entwicklung der Kundennachfrage aufgegeben. Das erste E-Auto-Modell scheint aber vielversprechend zu starten: Vorstandschef Frank-Steffen Walliser sagte der Nachrichtenagentur Reuters, etwa die Hälfte des bisherigen Kundeninteresses stamme von Personen, die Bentley bislang nicht fahren.











RainerLEV meint
Seite: Designstagnation
Vorne: Neu, aber einfallslos
Hinten: Skoda?
Innen: Recht gemütlich, Merinowolle einzige Innovation?
Beschleunigung: Ausreichend
Preis: Auf jeden Fall ausreichend