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CATL startet Probebetrieb im neuen Akkuwerk in Debrecen

23.09.2026 in News & Trends von Thomas Langenbucher | 19 Kommentare

Bild: CATL (Symbolbild)

CATL hat am 22. September in seinem neu errichteten Zellwerk in Debrecen mit der Testproduktion begonnen. Der Probebetrieb läuft laut dem chinesischen Batterie-Riesen zunächst auf den ersten beiden Produktionslinien der Zellfertigung. Er dient dazu, Produktionsanlagen und Fertigungsprozesse vor Beginn der Serienproduktion einzurichten, zu optimieren und zu validieren.

CATL hatte den Bau seines zweiten europäischen Batteriewerks in Debrecen im August 2022 angekündigt. Die Konstruktion des ersten Zellgebäudes begann im Sommer 2023, bis Frühjahr 2026 wurde es mit Produktionstechnik ausgestattet. Im August 2026 erhielt das Unternehmen die Nutzungsgenehmigung und erfüllte nach eigenen Angaben alle relevanten Genehmigungsanforderungen und Voraussetzungen aus der IPPC-Genehmigung für den Probebetrieb.

Vor Erteilung der Nutzungsgenehmigung führte die ungarische Regierung regelmäßig Kontrollen an den CATL-Anlagen durch. Dabei ging es um frühere Probleme, die bei Anwohnern große Bedenken ausgelöst hatten. Behördenvertreter bestätigten CATL zufolge, dass das Unternehmen alle zuvor im Genehmigungsverfahren festgestellten Mängel behoben hatte.

Seit Herbst 2024 produziert CATL in Debrecen bereits Batteriemodule. Nach Unternehmensangaben wurden seitdem 537.000 Module hergestellt. Sobald sämtliche Anlagen fertiggestellt sind, soll der ungarische Standort mit einer Kapazität von 100 GWh die größte Produktionsbasis von CATL außerhalb Chinas sein.

Das Werk soll nach Angaben des Unternehmens führende europäische Automobilhersteller beliefern, die in den vergangenen Jahren Kapazitäten für die Produktion von Elektrofahrzeugen in Ungarn aufgebaut haben. CATL erklärt, in Debrecen flexible Produktionslinien eingerichtet zu haben, um die Anforderungen seiner Kunden zu erfüllen. Das Unternehmen hatte als Ziel für das Werk genannt, sich in die europäische Automobil- und E-Mobilitäts-Lieferkette zu integrieren und europäische Autohersteller besser zu bedienen.

Während des Probebetriebs sollen Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltfaktoren umfassend überwacht werden. Die Ergebnisse wolle man den Behörden proaktiv vorlegen und weiterhin eng mit Regierung und zuständigen Ämtern zusammenarbeiten, versichert CATL. Die Chinesen erklären zudem, sie seien „der Transparenz verpflichtet“ und würden Besuche der Behörden am Standort jederzeit willkommen heißen.

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Via: CATL
Tags: Batterie, China, Produktion, UngarnUnternehmen: CATL
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Peter meint

    24.09.2026 um 09:48

    Interessant wird auch sein, ob man eine Info bekommt, wie lange es dauert, bis die Ausschussraten unter die Wirtschaftlichkeits-Schwellwerte gefallen sind. International üblich sind ja offenbar 2-3 Jahre Anlaufzeit.

    Antworten
    • Jörg2 meint

      24.09.2026 um 20:03

      Bei einer nochmals gebauten Anlage?
      Hast Du dafür Datenmaterial?

      Antworten
      • MK meint

        25.09.2026 um 14:41

        @Jörg2:
        Die RWTH Aachen und das Fraunhofer Institut schreiben in der Zusammenfassung eines „Whitepapers“ „auf Basis realer Fallstudien“ (zu denen wohl auch die CATL-Fabrik in Erfurt gehört, die ja auch kein Technologieführer ist, sondern Nachbau chinesischer Produktionslinien) unter anderem: „Ausschussraten von 15 bis 30 Prozent in den ersten Jahren sind der Veröffentlichung zufolge in der Batteriezellproduktion üblich. Selbst nach fünf Jahren seien die Ausschussraten mit rund zehn Prozent immer noch hoch.“
        Im Whitepaper selber heißt es dann noch etwas konkreter: „However, many newly established and even experienced manufacturers are struggling to meet
        production targets, facing overly high scrap rates and delayed start of production.“
        Im gesamten (kostenlos herunterladbaren) Dokument werden dann auf mehr als 30 Seiten bekannte (aber offensichtlich dennoch nicht im Vorfeld abstellbare) Fehlerquellen dargelegt.

        Antworten
        • M. meint

          26.09.2026 um 10:51

          Warum verlinkst du es nicht?
          https://www.ffb.fraunhofer.de/de/news/publikationen/Whitepaper_Studien_Reporte/Ramp_up_einer_Gigafactory_fuer_die_Batteriezellfertigung.html

        • MK meint

          28.09.2026 um 16:00

          @M.
          Ich verlinke hier generell nichts, weil hier laut den „Kommentar-Regeln & -Nutzungsbedingungen“ das teilen „fremder Inhalte“ verboten ist. Aber ich denke, ich habe es so genau beschrieben, dass es jeder mit 10 Sekunden googeln finden kann ;)

  2. M. meint

    23.09.2026 um 13:33

    Große Zellhersteller in Europa.
    Klar: es ist ein Chinese, der größte Zellhersteller der Welt. Wer sonst sollte sowas stemmen?
    Aber er stellt bald in Europa Zellen her, das war eine wesentliche Forderung. Das schafft nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Sicherheiten dagegen, dass ein KP-Chef morgens mit dem falschen Fuß aufsteht und mal eben die Versorgung kappt.
    Davon brauchen wir mehr, natürlich nicht nur Zellfabriken, sondern auch Mikrochips, Rohstoffe wie Lithium und anderes mehr.

    Antworten
    • Jörg2 meint

      23.09.2026 um 21:41

      Niedlich!
      Wenn die KP China sagen würde, keine Zellen mehr an Europakunden XY, dann liefert CATL-Ungarn trotzdem?
      Du hast Diktatur nicht verstanden.

      Antworten
      • M. meint

        24.09.2026 um 15:02

        Das würde man sehen.
        Notfalls müsste man halt ein Gesetz schaffen, das in diesem Fall eine Enteignung vorsieht und die Produktion sicher stellt.
        Nicht die feine englische Art, aber wir reden ja davon, wie man mit einer Diktatur umgehen muss, die in anderen Ländern (!) Ansagen machen will – was ihr nicht zusteht. Da darf man nicht zu zimperlich sein. ;-)

        Antworten
        • Jörg2 meint

          25.09.2026 um 16:17

          M

          Wunschwelten….

          Da wird einfach an der Preisschraube gedreht und das Produkt damit unkaufbar.
          Da baut man EIN Zulieferteil aus China in die Produktionskette ein und dreht diesen Hahn zu.
          Da baut der Betreiber einfach die Anlage ab und stellt sie in einem neuen Markt (Afrika?) wieder auf.

          Was machst Du beruflich? Irgendetwas mit Wirtschaft kann es offenbar nicht sein. Etwas mit Transportwesen wohl auch nicht. Und, ist es tatsächlich so, Du fährst garkein BEV und schreibst ohne eigene Erfahrung?

    • Werner Mauss meint

      23.09.2026 um 22:51

      Soso, das lupenreine und absolut unkorrupte Ungarn gibt uns also Sicherheit. Na, da bin ich aber beruhigt. Und die Arbeitsplätze sind dort auch wichtig für D, da ja Ungarn viel Geld an die EU bezahlt. Naja, wahrscheinlich glaubst du auch dass Ukrainer in Zukunft viel für uns arbeiten werden, ähnlich wie die Polen. Geschichtlich bist nicht so auf der Spur.

      Antworten
      • M. meint

        24.09.2026 um 15:06

        Naja, zumindest die Gefahr einer Diktatur wurde von den Wählern dort erstmal abgeräumt. Wie sieht es mit Wahlen in China aus?
        Ach, natürlich: es gibt keine.
        Wer wie du eine Diktatur verteidigt, also Endlevel von „ich mache das, nur meine Regeln sind wichtig, die anderen dürfen nicht mitspielen“, mit welchem Recht kritisiert so jemand Korruption in einem anderen Land? Das ist an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten.

        Und: Ungarn ist Teil der EU. Inzwischen weiß man das dort auch wieder, das ist zu begrüßen. Deine Spaltungsversuche kannst du dir für deinen Stammtisch aufheben.

        Antworten
        • Werner Mauss meint

          25.09.2026 um 13:20

          Naja, Spaltungsversuche, Tatsache ist doch eher welche Partnerschaft dauerhaft und nicht einseitig funktioniert. Partner müssen nicht unbedingt bekehrt werden. Du musst dich damit abfinden, daß es in anderen Ländern eben anders zugeht. Partnerschaft ist nicht nur einseitiges Fordern und bisher funktioniert der angeschlossene Osten aber nur so.

        • Jörg2 meint

          25.09.2026 um 16:19

          Catl gibt den Baubeschluss bekannt: 12.08.2022
          Ungarn wählt neu und beginnt „aufzuräumen“: 12.04.2026

    • volsor meint

      24.09.2026 um 08:09

      Wer glaubt , nur weil Chinesen in Europa Produzieren sei die Versorgung
      mit Batterien gesichert , ist ein Träumer.

      Antworten
    • Mäx meint

      24.09.2026 um 10:59

      Wobei das mit dem falschen Fuß ja eher von uns aus gesehen die andere Seite des Atlantiks betrifft.
      Zölle hü, Zölle hott, morgen übermorgen in 3 Monaten seit gestern 10% 20% 50% 0%
      Schön um die eigenen Taschen vollzumachen mit entsprechenden Trades, aber tödlich für eine Wirtschaft.

      Antworten
      • M. meint

        24.09.2026 um 15:10

        Ja, stimmt auch. Aber dieser Clown ist zumindest ein zeitliches Problem.
        Auch wenn man nicht ausschließen kann, dass der Nachfolger ähnlich tickt, der wird strategischer vorgehen.

        Antworten
    • Ben meint

      24.09.2026 um 11:42

      Als wenn die Anlagen weiter funktionieren würden wenn der KP-Chef das nicht möchte. Schlüsselpositionen werden wahrscheinlich weiterhin von chinesischen Arbeitern gehalten, die ganze Software wird proprietär sein und die Zulieferung der Grundstoffe kommt natürlich auch aus China.

      Ja, es schafft Arbeitsplätze (und umgeht Zölle), aber die Abhängigkeit bleibt.

      Antworten
    • Hans Meier meint

      24.09.2026 um 12:05

      China hält sich im Falle eines Falles überhaupt nicht an irgenwelche Verträge, Absprachen und dergleichen. Das hat die vergangene Zeit jetzt schon zu Genüge gezeigt. (Hongkong, Rohstoffverträge, Menschenrechte, (Tierrechte existieren gar nicht)…) Chinesische Hersteller die in Europa produzieren ändern daran nichts. China sieht uns als Systemfeind und davon sollte man sich nicht täuschen lassen. China ist kommunistisch, nicht kapitalistisch, demensprechend gelten für chinesische Firmen im Kern keine Regeln wie Märkte, Geld etc. wenn es die „Partei“ so bestimmt und die Partei kann das System jederzeit umstellen wenn es für sie wichtig ist weil China für die Weltwirtschaft mittlerweile unenbehrlich ist.

      Unabhängig ist man nur wenn man das Knowhow und die Rohstoffe zu 100% selber in der Hand hat. Wenn China die Möglichkeit hat, das weltweite System auf chinesisch (Chinesisch Währung usw.) umzustellen, werden die das ohne zu Zögern tun. Asiatische Kultur (Eine Firma, ein Ziel) ungleich Westliche Kultur (Jeder seine eigene Verantwortung).

      Antworten
      • M. meint

        24.09.2026 um 15:08

        Ja, das Werk ist nur der erste Schritt, das stimmt natürlich, in der Folge braucht es mehr davon, weitere Akteure, und natürlich muss man den Einfluss der KP darauf notfalls gesetzlich begrenzen.
        Obwohl es sowieso nicht so ist, dass die KP per Gesetz hier irgendwas zu bestimmen hätte, aber sicher ist sicher. Nur falls die das nicht wissen…

        Antworten

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