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1. Oktober: Diese E-Autos profitieren am häufigsten von der Kaufprämie

06.10.2026 in Autoindustrie, Politik von Thomas Langenbucher | 13 Kommentare

Tesla-Model-Y

Bild: Tesla

Die seit Anfang des Jahres für Kauf und Leasing geltende neue staatliche Elektroauto-Kaufprämie soll vor allem Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen zugutekommen. Nach der jüngsten Auswertung des zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) wurde eine Subvention am häufigsten für das Tesla Model Y bewilligt.

Die E-Auto-Förderung der Bundesregierung kann seit dem 19. Mai beantragt werden, gilt jedoch rückwirkend für seit 1. Januar zugelassene Autos. Die Förderung richtet sich vorwiegend an Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen und kann je nach Automodell, Haushaltsgröße und Einkommen 1500 bis 6000 Euro betragen. Bezuschusst werden neben Elektroautos bestimmte Plug-in-Hybride sowie sogenannte Range-Extender-Elektrofahrzeuge.

Die Top-10-Liste der E-Auto-Modelle, für die es bis zum 1. Oktober am häufigsten Zuschüsse gab, führt laut dem Spiegel das mittelgroße SUV-Coupé Tesla Model Y mit 10.744 bewilligten Förderungen an. Dahinter folgen das Kompakt-SUV Škoda Elroq (5710), die Mittelklasselimousine Tesla Model 3 (3845), der Kleinwagen Citroën ë-C3 (3583), der Kleinstwagen Leapmotor T03 (3561), der Kompaktwagen VW ID.3 (3541), der Kleinstwagen Hyundai Inster (3337), das kompakte SUV BMW iX1 (2939), der Kompaktwagen Cupra Born (2806) und das kleine SUV Dacia Spring (2402).

Bei den Konzernen ist der Spitzenreiter die Volkswagen Group mit 20.624 Bewilligungen. Danach kommen Stellantis (13.670), Tesla (12.155), Hyundai Motor Group (10.415), Renault Group (8396), BMW Group (6085), Leapmotor/Stellantis-Joint-Venture (5816), BYD (5814), Ford Motor Company (4340) und SAIC Motor (2132).

Insgesamt hat der Staat mit dem Förderprogramm bis zum 1. Oktober den Kauf von 97.790 elektrischen Fahrzeugen bezuschusst, darunter waren 8196 Plug-in-Hybride. Das Förderprogramm habe die Erwartungen „weit übertroffen“ und die Haushalte dabei unterstützt, sich vor den hohen Spritpreisen zu schützen, sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) der Bild-Zeitung.

Das Geld komme Menschen zugute, die vorher nicht einmal daran gedacht hätten, sich einen elektrischen Pkw zu kaufen, so Schneider. Die Hälfte der Antragsteller hatte demnach ein Haushaltsjahreseinkommen von maximal 45.000 Euro, drei Viertel maximal 60.000 Euro. Die vorhandenen Fördermittel in Höhe von insgesamt drei Milliarden Euro reichen nach Regierungsangaben für geschätzt 800.000 geförderte Stromer im Zeitraum von 2026 bis 2029.

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Via: Bafa & Spiegel
Tags: Förderung, Tesla Model YUnternehmen: Tesla
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Werner Mauss meint

    06.10.2026 um 10:59

    Es zeigt sich, dass Familien mit geringerem Einkommen doch sehr gut rechnen können und sich dann halt bei der Anschaffung das beste PL aussuchen. Das Modell Y ist halt mit seinen ganzen Vorteilen das beste Fahrzeug für Privat. Größe, ständige Aktualisierung und Ladenetz für den Urlaub. Dazu kein teurer Wartungszwang und gute Wertstabilität. Das Verhältnis bieten aber jetzt auch zunehmend die chinesischen Fahrzeuge. Bin den Leap B03x und B05 Probe gefahren, rund 10k billiger als VW und Konsorten mit Vollausstattung. Die Leute sehen auch wie die Konzerne mit ihren Beschäftigten umgehen und daß es sich eben nicht lohnt patriotisch zu kaufen.

    Antworten
    • Futureman meint

      06.10.2026 um 11:12

      Denke auch, das viele Familien gerade mit niedrigem Einkommen genau rechnen. Und da zählt nicht nur der Kaufpreis (meistens sowieso finanziert), sondern die Betriebskosten. Und beim E-Auto spart man locker 200€ im Monat in Sprit, dazu Steuerersparnis und bei Tesla mind. 50€ im Monat für ansonsten verpflichtende Wartungen. Zusammen mit der Förderung fährt man die ersten Jahre quasi gratis und falls man danach was anderes will, helfen die guten Restwerte zusätzlich.

      Antworten
  2. 42 meint

    06.10.2026 um 09:39

    Das ist doch super, MADE IN GERMANY wird gefördert, je mehr Model Ys verkauft werden!

    Antworten
  3. hu.ms meint

    06.10.2026 um 09:13

    Die prämie gibts ja für firmen nicht.
    Da tesla dort keinen fuss hineinbekommen hat (service, ersatzteillieferzeit = ausfallzeiten) ist es doch kein wunder, dass sie bei förderungfähigen privatkäufern gut liegen.
    Die gesamtzulassungszahlen zeigen ein anderes bild !

    Antworten
    • Future meint

      06.10.2026 um 11:04

      Hier in meiner Stadt fahren viele Selbständige und Kleinunternehmer mit dem Tesla herum. Das erkenne ich immer an den Firmenlogos auf den Teslas. Vermutlich gibt es die Prämie also auch für Käufer, die den Tesla überwiegend dienstlich nutzen.

      Antworten
    • Werner Mauss meint

      06.10.2026 um 11:05

      Die Zahlen zeigen eher, dass die Leute ohne Geld dem Leasing Märchen von VW auf den Leim gehen, der Rest kauft das Auto nach PL. Was von VW auf Halde zugelassen wird kann man vernachlässigen. Du kaufst dein Auto ja auch, mit all den Überlegungen die dazu gehören.

      Antworten
  4. Calimator meint

    06.10.2026 um 08:59

    „Die Hälfte der Antragsteller hatte demnach ein Haushaltsjahreseinkommen von maximal 45.000 Euro“
    Na klar… Und diese Personen kaufen sich dann ein Auto das in etwa dem Brutto-Haushaltsjahreseinkommen entspricht. Jedem der noch fehlerfrei bis drei zählen kann dürfte wohl klar sein, dass hier der Antragsteller und der Fahrzeugnutzer in sehr vielen Fällen zwei unterschiedliche Personsen sind. Aber so ist das leider immer wenn man etwas besonders sozial gerecht machen will. Dem Missbrauch wird Tür und Tor geöffnet.

    Antworten
    • Stromspender meint

      06.10.2026 um 09:49

      Es muss nicht zwangsläufig Missbrauch sein: Meine Eltern sind Rentner und haben zwar ein zu versteuerndes Einkommen von unter 45.000 €, profitieren dabei aber natürlich davon, dass ihre Renten nur mit etwas über 50% besteuert werden.
      Nachdem Vattern mein altes E-Auto übernommen hat, möchte Muttern nun auch elektrisch fahren. Da ist die Förderung durchaus interessant, wenn es um die Frage geht, ob es ein junger Gebrauchter oder ein Neuwagen wird.

      Oder du hast ein paar „Zwölfender“, die (zum Teil) von ihren Kapitaleinkünften leben, die Dank der Abgeltungssteuer aber steuerlich nicht einbezogen werden bei der Ermittlung des zvE.

      Antworten
    • eBikerin meint

      06.10.2026 um 10:35

      Und diese Personen kaufen sich dann ein Auto das in etwa dem Brutto-Haushaltsjahreseinkommen entspricht.
      Das Zauberwort heisst: Leasing. Ist das so schwer?

      Antworten
    • Lanzu meint

      06.10.2026 um 10:43

      Naja, das relativiert sich in Daten schon etwas:

      Ca. 75% der BEV unter 40.00€ nach Liste
      Ca. 30% der BEV unter 30.000€

      Mit geringen Einkommen wird man tendenziell die günstigeren Fahrzeuge kaufen. Fahrzeugpreis gleich Bruttohaushaltseinkommen wird nach den Daten eher die Ausnahme sein.

      Antworten
  5. Florian meint

    06.10.2026 um 08:43

    Dass ausgerechnet ein Auto mit einem Basispreis von 39.900 € an der Spitze steht, finde ich schon bemerkenswert. Schließlich geht es hier um Menschen mit eher „kleineren“ Einkommen – und offenbar leisten die sich bevorzugt ein entsprechend großes und teures Auto.
    Da stellt sich natürlich die Frage, wie man sich das schön- bzw. heruntergerechnet hat. Vielleicht hat ja auch das studierende Kind das Auto gekauft und die lieben Eltern fahren es dann großzügigerweise.
    So wird aus „kleines Einkommen“ offenbar eine ziemlich kreative Definition. Nicht wirklich überzeugend.

    Antworten
    • Futureman meint

      06.10.2026 um 11:09

      Es gilt ja auch, je niedriger das Einkommen, desto teurer das Handy. Setzt sich dank der Förderung wohl auch bei E-Autos durch. Auf jeden Fall sorgt jedes E-Auto neu auf dem Markt für einen zukünftigen Gebrauchtmarkt für noch günstigere E-Autos.

      Antworten
  6. MrBlueEyes meint

    06.10.2026 um 08:40

    Auch hier im Artikel wieder ungenau beschrieben:

    Bei der Einkommensgrenze handelt es sich um das (noch) ZU VERSTEUERNDE Haushaltsjahreseinkommen (zvE).

    Wenn das nicht verstanden wurde, ergeben sich immer wieder Missverständnisse…

    Antworten

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