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Bosch-Chef verärgert über „emotional geführte Diskussion“ um Diesel-Verbot

23.03.2017 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 11 Kommentare

Bosch-Diesel-Emissionen

Bild: Bosch

„Alle Menschen sollen in sauberer Luft leben können. Das ist eine gesellschaftliche Verpflichtung. Auch die Industrie will sich hier einbringen“, sagte Bosch-Chef Volkmar Denner in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Dennoch ärgere ihn die „emotional geführte Diskussion“ über Feinstaub und Stickoxid, bei der vor allem Diesel-Fahrzeuge im Zentrum der Kritik stehen.

Der Bosch-Chef will sich nicht kampflos einem drohenden Aus der Diesel-Technologie beugen. Kein Wunder – sein Unternehmen gilt als weltweit größter Hersteller von Diesel-Komponenten. Während Städte wie Stuttgart, München und Düsseldorf über Fahrverbote für ältere Diesel diskutieren, fordert Denner, auch über Möglichkeiten abseits eines Dieselverbots nachzudenken. Er habe deshalb eine „Arbeitsgruppe zur Luftqualität“ gebildet.

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Via: Automobilwoche
Tags: Emissionen, Gesundheit, LuftverschmutzungUnternehmen: Bosch

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Peter W meint

    23.03.2017 um 20:04

    ‚Alle sollen in sauberer Luft leben können‘

    Schämen Sie sich eigentlich gar nicht Herr Denner? Sie waren und sind doch mit Ihrer Firma maßgeblich an den Betrügereien beteiligt. Ihre Firma hat es erst möglich gemacht, dass Ihre Kunden, die Automafia, mit betrügerischen, menschenverachtenden und gesetzeswidrigen Manipulationen die Luft derart ungenießbar gemacht hat.
    Für diesen arroganten, unverschämten Satz aus Ihrem Mund, sollte man Sie den Rest ihres Lebens in ein russisches Arbeitslager verbannen. Und die ganze Bande von Politikern und Fahrzeugindustriemanagern ebenfalls.

  2. Is nu so + meint

    23.03.2017 um 19:58

    sind wir doch mal Ehrlich – diese Moleküle sind doch kein !Asbest!,
    und werden in frischer Luft verdünnisiert. – oder nicht?

  3. Rene meint

    23.03.2017 um 18:26

    Schade – Bosch verliert gerade sein Image bei mir …
    War bisher begeistert von den Bosch-Motoren für E-Bikes – mit 500 Wh-Akkus kommt man locker auf Berge über 2100 Meter – ein unglaubliches Vergnügen ..
    Herr Denner: mit Dieseln läuft’s nicht mehr lang – stellen Sie die Produktion rasch um!

  4. Mike meint

    23.03.2017 um 12:18

    Das ewig gleiche Spiel.
    Bosch und Co. wollen halt noch viel Geld am Verbrenner verdienen!
    Ob da nun durch Autoabgase mehr Menschen sterben als durch Verkehrsunfälle das ist irrelevant .
    Menschenleben lassen sich halt mit Geld nicht aufwiegen….und wenn dann wird oft ein Menschenleben sehr preisgünstig verrechnet!
    Und unsere Regierung spielt mit.
    Bosch ist halt der weltweit umsatzstärkste Autozubelieferer….und ein großer Arbeitgeber!

  5. Jürgen Baumann meint

    23.03.2017 um 11:32

    Verstösse gegen geltendes Recht sind keine emotionale Angelegenheit, sondern werden durch die Jurisprudenz recht emotionslos behandelt.
    Keine Verstösse = kein Problem.

  6. Starkstrompilot meint

    23.03.2017 um 11:02

    Oh, der feine Herr ist verärgert. Das geht ja gar nicht.
    Was ist der? Ein König?
    Ich weiß jedenfalls nicht wie man 30.000 Tote zu viel jedes Jahr emotionslos diskutieren will.

    Die deutsche Industrie sollte schon seit Jahrzehnten nach einer besseren Technologie Ausschau halten. Dann müssten sie sich nicht von Startups und Umweltgesetzen an der Nase herum führen lassen.
    Sie haben aber lieber auf Lobbyarbeit und Gesetzmanipulation gesetzt.
    Jetzt bekommen sie eben die Quittung dafür.

    Es ist der gleiche Krampf wie bei der Atomkraft.

    Ich hör jetzt auf, sonst werd ich ausfallend.

  7. frax meint

    23.03.2017 um 10:58

    In der Tat sind solche Maßnahmen (Luftstaubsauger) zu erwarten – da bauen wir an den Balkon (Abgasreinigung im Auto) noch einen Balkon und noch einen Balkon, wenn es nicht reicht, bloß damit wir so weitermachen können wie zuvor – Veränderung/Weiterentwicklung nur auf unserer Schiene…

    Schauen wir mal was sich durchsetzt…

    Bei Tausenden vorzeitigen Toten pro Jahr, alleine durch Stickoxide aus Dieselauspuffen, kann man schon mal emotional werden, daß finde ich ligitim.
    Von der Geruchsbelastung ganz zu schweigen!!!

  8. McGybrush meint

    23.03.2017 um 09:46

    Wenn er 1 Nacht in einer Halle mit einem laufenden Verbrenner zusammen übernachtet würde ich Ihn danach vielleicht zuhören.

  9. orinoco meint

    23.03.2017 um 09:35

    Und wer dann nicht mehr weiter weiß,
    gründet einen Arbeitskreis
    ;)

    • Ernesto2 meint

      24.03.2017 um 07:56

      Die Hauptaufgabe dieser Arbeitsgruppe zur Luftqualität ist nicht die Verbesserung der Luftqualität sondern wie wird werbetechnisch aus dreckigen Abgasen saubere Luft gemacht. Wie bei allen kritisierten Dingen egal ob Politik oder Technik, da wird im Orwellschen Neusprech nach einer „verbalen“ Lösung gesucht und das dann an das dumme Volk verkauft. Ich hör jetzt auch lieber auf sonst werd ich ausfallend….

  10. EcoCraft meint

    23.03.2017 um 09:08

    Da bin ich mal gespannt mit welchen spacigen und abgefahren Ideen diese Arbeitsgruppe aufwarten wird.

    Würde mich nicht wundern, wenn es einen „Innenstadt-Luft-Staubsauger“ geben würde, den Bosch entwicklet und für viel viel Geld in den betroffenen Innenstädten aufstellen will. Bei Frau Merkel wäre dieser Vorschalg dann wieder „Alternativlos“.
    :-)

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