Die Renault Group hat mehr Informationen zu ihrem kürzlich mit dem US-Hersteller von Brennstoffzellen Plug Power gegründeten Joint Venture HYVIA veröffentlicht. Das Gemeinschaftsnehmen soll alle Bereiche von der Produktion und Speicherung bis zur Verteilung von grünem Wasserstoff abdecken. Ergänzend dazu sollen bis Ende 2021 drei leichte Nutzfahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb auf Basis des Renault Master eingeführt werden.
Zum Ökosystem von HYVIA zählen eine Reihe von Finanzierungs- und Wartungsdienstleistungen. Das Joint Venture wird an mehreren Standorten in Frankreich tätig sein und seine Produkte und Services europaweit anbieten. Renault betont die Kompetenz des Joint-Venture-Partners Plug Power, der auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Elektrolyse zur Gewinnung von Wasserstoff zurückblicke und über ein Netzwerk von über 100 Stationen verfüge.
HYVIA-Präsident David Holderbach sagte anlässlich einer digitalen Präsentation: „Um die Herausforderungen der Wasserstoffmobilität zu meistern, müssen wir Brennstoffzellenfahrzeuge für alle intensiven Nutzungen anbieten, aber auch das gesamte Ökosystem berücksichtigen. HYVIA bietet schlüsselfertige Mobilitätslösungen, die die Produktion, die Speicherung und den Vertrieb von grünem Wasserstoff sowie eine breite Palette von leichten Nutzfahrzeugen umfassen. Lösungen, die die neuen Bedürfnisse von Unternehmen, Großkunden, Flotten und Kommunen erfüllen, um die Energiewende als Ganzes voranzutreiben.“
Noch bis Jahresende will HYVIA drei leichte Nutzfahrzeuge mit „Dual-Power-Architektur“ auf den Markt bringen: Sie werden sowohl batterieelektrisch als auch mit wasserstoffbasierter Energie betrieben und produzieren damit im Betrieb lokal keine CO2-Emissionen. Zusätzlich einer 33-kWh-Batterie verfügen sie über eine 30-kW-Brennstoffzelle. Zum Brennstoffzellensystem gehören neben dem eigentlichen Brennstoffzellenblock – dem „Stack“ – die erforderlichen Subsysteme für die Luft- und Wasserstoffversorgung und -regelung, die Befeuchtung und die Kühlung. Hinzu kommen Tanks, die je nach Version zwischen 3,0 und 7,0 Kilogramm Wasserstoff fassen. Die Kombination aus beiden Technologien ermöglicht laut den Entwicklern Reichweiten von bis zu 500 Kilometern, davon 100 Kilometer im reinen Batteriebetrieb.

Die technische Basis der kommenden Wasserstoff-Modelle bildet der Transporter Renault Master in der leichten Nutzfahrzeugklasse von 2,8 bis 4,5 Tonnen. Das HYVIA-Programm umfasst zunächst folgende Varianten:
- Master Kastenwagen H2-TECH für den gewerblichen Gütertransport mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern und einem Ladevolumen von zwölf Kubikmetern.
- Master Plattformfahrgestell H2-TECH mit 19 Kubikmeter Ladekapazität und einer Reichweite von 250 Kilometern.
- Master Combi H2-TECH, ein Minibus für bis zu 15 Personen mit einer Reichweite von rund 300 Kilometern.
Darüber hinaus will HYVIA Elektrolyselösungen, mobile Speicherstationen und bis Ende 2021 auch Wasserstofftankstellen anbieten, die einfach und sicher in der Anwendung sind und das Betanken der Fahrzeuge in wenigen Minuten erlauben. Hinzu kommen Finanzierungsangebote für Wasserstofftankstellen oder -fahrzeuge sowie Wartungsservices innerhalb des Renault-Netzwerks.
HYVIA wird europaweit tätig sein, seine Basis jedoch in Frankreich haben, wo das Joint Venture vier Standorte unterhalten wird. In Villiers-Saint-Frédéric werden der Hauptsitz sowie die Forschungs- und Entwicklungsteams angesiedelt. Flins wird zum Standort für die Prozess-, Fertigungs- und Logistikteams. Ende 2021 soll hier die Montage von Brennstoffzellen und Wasserstofftankstellen starten. Das Werk Batilly der Renault Group übernimmt für HYVIA die Montage der Fahrzeuge auf Renault-Master-Basis, welche im Werk erfolgt. Gretz Amainvilliers wird zum Zentrum für die Brennstoffzellen-Integration.
Alupo meint
Wenn sich ein Handwerker das Auto plus die Unterhaltskosten leisten kann und will, nur zu.
Mir ist der persönlich lieber als einer mit Dieselgift und Knattermotor.
Nur wirtschaftlich wird das niemals werden. Das sagen auch meine früheren Kollegen aus der H2-Branche. Aber das verwundert nicht, denn die müssen sich, beruflich bedingt, mit H2 auskennen.
Sebastian meint
zwei Dinge bedenken:
der Preis je KG H2 wird nicht dauerhaft 10 Euro kosten
die Preise fürs H2 Auto werden auch günstiger werden
Beim Auto gibt es unzählige Einsatzzwecke… der eine parkt den ganzen Tag in der Sonne, dem reichen 50 kWh für eine Woche… der andere braucht am Tag min. das 4 vierfache, weil er beruflich jeden Tag den 3,5t Anhänger dran hat.
leben und leben lassen.
Stocki meint
Die Handwerker, die mit ihrem 3,5t Anhänger täglich mehr als 100km fahren, sind wohl eher eine große Ausnahme. Für die restlichen gefühlten 90% ist BEV völlig ausreichend. Selbst für täglich 200km würde ein BEV mit 100kWh Batterie ausreichen. Man sollte nicht so tun, als hätten Handwerker, Pferdeliebhaber, Förster usw. den ganzen Tag nichts anderes zu tun, als das liebe Vieh und schweres Gerät durch die Gegend zu fahren. Die wenigen, die das tatsächlich tun, sollten sich besser mal Gedanken über ihren Lebensstil machen.
jmy2ct
Sebastian meint
Technik sollte sich durchsetzen, auch wenn man selber diese nicht braucht. Meine Vmax 235 brauche ich auch nicht, ebenso die 4,5 Sekunden auf 100… aber anderen das zu verbieten finde ich schäbig.
Bei 5 Euro je KG wird H2 der Renner werden.
SoundOfLithium meint
Das ganze ist also ein H2-„Range extender“….
400 km Reichweite mit Wasserstoff. 100 km aus dem 33 kWh akku.
30 kW Brennstoffzellenleistung aber 100 kW Akku-Leistung zum fahren (oder so).
=> Nach 400 km muss man also auch an die H2-Tanke und da 5 minuten+ Ziehen.
fährt man gar 500 km und den Akku leer. Kann man zwar auch in 5 Minuten H2 Tanken, muss dann aber mit 30 kW-Brennstoffzelle dahindümpeln da der Pufferakku leer ist.
Anstatt teure 2 Antriebs (bzw. Speichertechnologien) zu verbauen, KÖNNTE man natürlich auch nur einen etwas größeren 165 kWh Akku in den Unterboden so einer Karre packen. Das sind dann ebenfalls 500 km Reichweite 100% Elektrisch.
An einem 150 kW Lader ist der Transporter Ding auch in 1h wieder voll (z.B. in der Mittagspause)…oder man lädt auf der Baustelle während der 8h Schicht mit Baustrom oder whatever da ist wenigstens etwas nach. Und nachts zuhause/Betriebshof dann eben den Rest.
Nein – man braucht den Range extender, welcher dann auch noch zwingend den Aufbau einer Parallel-Ladestruktur mit teuren Hochdruck-Wasserstoff-Tankstellen erfordert (also zusätlich zu dem ganzen Rest)…
Jepp. Win-Win-Situation, wie schon bei den Benzin-Range Extender, Diesel-Range Extender.
Just my 2 cents.
Jakob Sperling meint
Jedes FCEV hat auch eine Batterie und kann somit ‚H2-REx‘ genannt werden, wenn man will. Es ist auch ein ‚Plug-In-Hybrid‘ wenn man will, da 2 Systeme und Kabel. Oder eben einfach ein vernünftig konfiguriertes FCEV. (Für meinen Einsatzbereich hätte ich übrigens sehr gerne ein H2-REx mit noch mehr Batterie, nämlich etwa 150 km Batterie für den ganzen lokalen Bereich ab Photovoltaik und dazu H2 für ca. 400 km, die ich bei Langstrecken der Autobahn nach beliebig oft nachladen kann.)
Die Batterie wird übrigens auch für die Rekuperation gebraucht.
Sinnvoll, bzw. sinnvoller als das nur-BEV ist die ganze Konstellation primär aus 2 Gründen:
– 400 km aus H2 ist deutlich leichter als 400 km aus Batterie.
– 400 km aus H2 ist in 10 Minuten nachgeladen.
Stocki meint
„– 400 km aus H2 ist deutlich leichter als 400 km aus Batterie.“
->> Das Gewicht spielt bei BEV eine eher untergeordnete Rolle, dafür hat man im BEV mehr Platz
– 400 km aus H2 ist in 10 Minuten nachgeladen.
->> beim BEV dauert es 30min, na und? auf 400km Strecke einmal 30min (oder vllt. 3*10min) Pause zu machen, scheint für manche Menschen eine echte Kathastrophe zu sein.
Ist zwar nur ein Beispiel von Vielen, aber genau diese Haltung (blos nichts ändern und kein bisschen zurück stecken) lässt mich erheblich daran zweifeln, daß die Menschheit den selbst verbockten Klimawandel in den Griff bekommt.
jmy2ct
SoundOfLithium meint
„– 400 km aus H2 ist deutlich leichter als 400 km aus Batterie.“
Ist es das? Also inklusive der gesamten Brennstoffzelleneinheit? Vom Platzbedarf an sich ganz zu schweigen.
Man hat bei dem Transporter ganz sicherlich aus PLATZ und GEWICHTSgründen nur eine 30 kW Brennstoffzelle eingepackt. Auch um einen möglichst großen H2-Tank nutzen zu können (und bekommt trotzdem „nur“ 400 km Reichweite damit).
TROTZDEM muss man 33 kWh Akkupack nutzen (welche auch 100 km Reichweite sind).
mit 4×33 = 132 kWh Akkupack ganz ohne Brennstoffzelle, hätte man also AUCH die 400 km Reichweit. Wie groß und schwer sind 132 kWh Akku? Das weiss ich leider nicht genau. Aber ca so 800-900 kg? Platzmäßig sicherlich kein Problem in so einer Riesenkarre. Schliesslich passen ja auch schon 100 kWh in einen Tesla oder Audi e-Tron.
Dazu eben die Zusatzkosten…ich hätte da gern mal Rechnungen dazu gesehen was es kostet: Rein FCEV vs RangeExtender FCEV vs BEV mit Reichweiten von 500km vs 400/100 vs 500
Ich fürchte, wenn man das ehrlich und mit sinnvollen Zahlen durchrechnet, verliert der Range Extender sowohl gegen das FCEV als auch gegen das BEV.
Sebastian meint
SoundOfLithium
So ganz hast das nicht verstanden, oder?
Die Brennstoffzelle liefert den Strom für den kleinen Akku, dieser treibt wie beim reinelektrischen Fahrzeug (wobei beide reinelektrisch sind…) für Vortrieb. Der H2 Tank ist also so wie die Ladesäule für unterwegs… im Teillast oder Berg runter, läuft die Brennstoffzelle gar nicht… bei einem gewissen SoC der Batterie springt die Brennstoffzelle an und lädt den Akku wieder. Genau genommen ist das sogar viel verträglicher für den Akku, als wenn man mit 10% an die Ladesäule fahren würde, um die beste Ladeleistung zu erzielen.
SoundOfLithium meint
„So ganz hast das nicht verstanden, oder?
Die Brennstoffzelle liefert den Strom für den kleinen Akku, dieser treibt wie beim reinelektrischen Fahrzeug (wobei beide reinelektrisch sind…) für Vortrieb. Der H2 Tank ist also so wie die Ladesäule für unterwegs…“
Ich versteh das sehr wohl. Was ich meinte ist, hypothetisch der Fall jemand fährt wirklich 500km leer(400+100) und lädt dann „nur“ den H2 nach.
DANN hat er erstmal für eine geraume Zeit nur 30 kW Antriebsleistung (es sei denn er fährt bergab). DENN der Akku ist leer und die BRZ ist damit die „einzige“ Energiequelle.
Schon mein kleiner Ioniq braucht aber gerade beim Anfahren, beschleunigen gern mal >1C oft bis 2C 40-80 kW Leistung. Und der wiegt gerade mal 1.5 tonnen.
Wie „schnell“ kann die Brennstoffzelleneinheit dann also nachdem man maximale Reichweite genutzt hat, weil man ja „schnell“ tanken kann, den Pufferakku soweit wieder aufladen dass man normal fahren kann. Oder gerade auf der Autobahn nicht nur mit Tempo 60 dahindümpeln muss?
Fazit: Der vermeintliche Reichweitenvorteil ist nicht nennenswert bei 400/100 Range Extender. Was anderes wäre es mit 800/100 oder sowas…JA. Dann kann der Vielfahrer gern 8h ohne Pause fahren und kann nach 5minuten Pinkelpause gleich wieder weiter.
Dazu eben die Kosten der System und Platzbedarf/Gewicht (siehe oben)…
Sebastian meint
Hallo… der Akku wird nie ganz leer.
FriendOfZoe meint
Diese Kombi macht absoluten Sinn, denn mit dem begrenzten Rohstoff Lithium sollte man sehr sparsam umgehen und nicht ständig hunderte kg davon spazieren fahren, ohne sie wirklich zu benötigen. Der teure Wasserstoff wird nur für die letzten
10 % der Fahrten eingesetzt, wenn man mal längere Strecken fährt – dann behält man sich im Rahmen der Streckenplanung natürlich einen Teil der Pufferbatterie vor.
Toller Nebeneffekt – man hat ein fahrendes Blockheizkraftwerk. 1 Mio. dieser Fahrzeuge können kurzfristig die Leistung von 20 Großkraftwerken bereitstellen – das müssen die Automobilhersteller aber erst noch lernen.
EVrules meint
Man sieht hier viel Polemik in den Kommentaren, aber ich möcht gern anführen, dass es Bereiche im Straßenverkehr geben kann, in denen Batterien aktuell noch nicht das Mittel der Wahl ist – was sich mit Sicherheit zunehmend ändern wird.
Wasserstoff ist an sich ein toller Energieträger, der erneuerbar hergestellt werden kann und praktisch CO2 frei ist, das können wir soweit anerkennen. Der Energieaufwand ist für die Herstellung und Verteilung hoch, höher als Strom direkt zu nutzen. Dennoch ist der Wirkungsgrad insgesamt nicht schlechter, als in Verbrennungsmotoren, in etwa auf gleichem Niveau.
Die Infrastruktur ist noch nicht gut, auch keinen Zweifel daran – hier bietet Renault in Kooperation mit HYVIA Lösungen an, direkt vor Ort. Über die Kosten können wir allesamt nur rätseln, es sei denn jemand wüsste über die konkreten Zahlen Bescheid.
Wir sollten hier klarer zwischen dem Nutzlastverkehr und PKW-Anwendungen unterscheiden, wir sollten uns vor Augen führen, dass es ein attraktives System für bestimmte Unternehmen darstellen kann und wir sollten uns nicht anmaßen, über alles im Detail im Bilde zu sein und auch den Herstellern zugestehen, dass sie sich bei der Entwicklung etwas dachten.
Steffen H. meint
Danke für diesen Kommentar. +1
Man darf gespannt sein, wie sich die Zulassungszahlen dieser Wasserstofffahrzeuge entwickeln werden. Ich persönlich denke, in Europa langfristig eher auf niedrigem Niveau (batterieelektrisch höher), deswegen bin ich umso mehr gespannt, wie es tatsächlich sein wird.
Alupo meint
Nur wird Wasserstoff kaum erneuerbar hergestellt. Ich habe ca ein Dutzend verschiedener Wasserstoff Anlagen an verschiedenen Orten besichtigt und alle wurden mit fossilen Brennstoffen und Rohstoffen betrieben. Auch die zusätzlich besichtigten Elektrolyseanlagen wurden nicht nach Wasserstoff gefahren sondern nach der Chlorgasmenge (Vorsicht: Chlorchemie!) und mit Strom im 3-stelligen MW Bereich aus fossilen Kraftwerken versorgt.
Wenn jetzt jemand von grünem Wasserstoff redet zeigt er nur, dass ihm das Problem in seiner Größe und der gewaltig höhere Energiebedarf dafür absolut nicht klar ist.
Wir brauchen den überschüssigen grünen Strom, wenn es ihn mal zuverlässig geben wird, zuerst um die bestehende Chemieindustrie auf erneuerbare Energien umzustellen, also diese milliardenteure Anlagen wie die Steamcracker müssen anstatt mit Gas mit Strom beheizt werden.
Selbst das kostet in Europa Milliarden und den Strom gibt es noch gar nicht.
Wir brauchen schnelle Lösungen und die sollten außerdem energieeffizient sein. Für energiefressenden Träumereien wie Brennstoffzellen Autos oder LKWs haben wir einfach keine Zeit mehr.
Sebastian meint
https://www.welt.de/wirtschaft/article232359839/Chiles-Fuehrungsanspruch-Saubere-Energie-ohne-Ende-zu-niedrigsten-Kosten.html?icid=search.product.onsitesearch
solche Projekte sind 100% regenerativ.
okay, der Transport kommt noch dazu… stimmt.
aber solange die BEV Autos mit dem Dieseltransport und dem Schweröltransportschiff quer über die Erde transportiert werden, statt eigenständig und autonom von der Fabrik zum Kunden zu kommen, ist beim BEV auch nix 100% nachhaltig…
Sebastian meint
Googel mal nach „Chile Wasserstoff“….
die sind sogar noch weiter und schneller als die Araber.
Sebastian meint
Und wieder sind alle am meckern ????
Solange Elektroautos mit dem Diesel Autotransporten geliefert werden, sollte man kurz überlegen ob die eigene Meinung wirklich für andere so interessant ist. Mit was sollen die PL und RO Kleintransporter Fahrer denn bitte schön quer durch Europa fahren? Mit einer 150 km BEV Gurke ? Mit was sollen Handwerker auf Montage fahren? Mit einem e Kastenwagen der 70.000 Euro netto kostet und nach WLTP lustige 190 km weit kommt?
Hier meckern Leute die fürs private rum gurken eine 400 PS haben, die 400km weit kommt und in 30 Minuten wieder geladen ist….
Leute, denken! Auch wenn es weh tut.
DerHans meint
Da werden die PL und RO Kleintransporter Fahrer aber Freude haben, wenn sie teuren Wasserstoff an kaum vorhandenen Tankstellen tanken koennen, vom Unterhalt reden wir erst gar nicht. Und der Wasserstofftransporter wird bestimmt auch ein Schnaeppchen unter 20’000 Euro.
Ich frage mich eigenlich was die ganzen Handwerker ueberhaupt handwerken wenn sie staendig nur im Auto sitzen, da die Anfahrtswege jeden Tag ueber 100km betragen sollen.
Aber ohne abstruse Anwendungsbeispiele, laesst sich ja Wasserstoff auf der Strasse nicht mehr rechtfertigen. Da bist du ja total schmerzfrei.
Sebastian meint
Vor 5 Jahren waren 22 kW Ladesäulen das Maximum – heute steht alle Nase lang so ein 350kW HPC.
Kastenwagen etc brauchen halt andere Technik als die Handtaschen Beschleiniger mit 70 kWh Akku.
Chile startet aktuell eine gigantische H2 Anlage, die Araber dito. Mit etwas Logistik wird H2 auch für 5 Euro das Kilogramm profitabel sein…
DerHans meint
Was willst du uns jetzt mit deinem wirren Kommentar sagen? Dass man Kastenwagen an keinem HPC laden kann? Und darum sich wieder von Arabern oder sonst wem abhaengig machen, die bessere Loesung sein soll?
Mir ist hier deine grosse Klappe in letzer Zeit aufgefallen, scheint mir als ob du damit irgendwelche Defizite kompensieren muesstest.
Sebastian meint
Der Hans
so ein schönes Eröffnungsposting direkt an mich gewendet, herrlich – du versüßt meinen Tag!
Also, guck mal… der Hans Peter ist Monteur im Außendienst und wartet RLT Anlagen im süddeutschen Raum… der hat den Sprinter mit 7 Meter Länge vom Betrieb gestellt bekommen, fährt aber jeden Tag andere Kunden an, er parkt den Wagen entweder daheim als Laternenparker oder wenn es vom Ablauf Sinn macht am Hotel zwischen zwei Terminen die weiter weg von daheim sind… sein Jahresmittel an Kilometern liegt bei ca. 50.000 KM… wie gesagt, Hans Peter ist viel unterwegs… das kann den kleinen Mann mit seinem 8 KM ins Büro schon mal geistig überfordern, das Hans Peter mit so einen kleinen Pupsi Auto und ca. 50 kWh Akku nichts anfangen kann. Hans Peter ist jetzt ganz ganz traurig, weil alle elektrisch fahren können…. er aber nicht. Hans Peter möchte auch bei der Energiewende dabei sein und seinen Diesel Kastenwagen gegen etwas zeitgemäßes eintauschen.
Erlauben solche Personen wie Du Hans Peter auch ein elektrisches Fahrzeug?
p.s.
Das Beispiel ist auf min. 200 weitere Berufe übertragbar.
DerHans meint
Ich sag ja grosse Klappe ohne Substanz. Dass der Hans Peter auch mal schlafen muss oder sein Kastenwagen nur rumsteht waehrend er arbeitet, laesst du natuerlich ausser acht. Da nuetzt auch dein kindlicher Aufsatz nichts.
Sebastian meint
ja genau… überall sind Ladesäulen… die Welt ist voll davon. warum kommt da niemand auf die Idee sein Auto zu laden…
Sebastian meint
DerHans meint
08.07.2021 um 14:02
………..
weisst du Hans, ich kapiere und verstehe es ja, das es Leute gibt die ihren Tagesablauf nach den Sonnenstand richten können, ehrlich. geile Sache. Aber nicht jeder ist pennsionierter Rentner, der seinen Wagen nur für 8 KM am Tag benötigt, und viele haben auch keinen Bock auf der Langstrecke blöde Videos anzuschauen, während der Wagen 80% laden muss…. und ein Kastenwagen mit 600 KG Zuladung und Anhänger hat eben keine 18 kWh Verbrauch, sondern fast 50 kWh… klar, das solche Fakten bei vielen nicht ins Gehirn möchte… schön das einige Autos rein elektrisch 400 Km weit kommen… aber bei anderen taugt diese Technik einfach. Geht das ins Oberstübchen rein?
AK swiss meint
Ein neuer Typus von FCEV-BEV-Hybrid. FCBHEV? Bayern-Fans werden sich freuen.
randomhuman meint
Ich halte zwar nichts von Brennstoffzellen im PKW, im Nutzfahrzeugsektor könnte es jedoch eine Nische geben. Bin davon überzeugt, dass es gut ist, dass weiter an Brennstoffzellen geforscht wird. Wasserstoff wird definitiv eine große Zukunft in einer dekarbonisierten Wirtschaft haben (bspw. Stahlproduktion). Genau deswegen wäre es auch sinnlos Wasserstoff und PKWs zu verschwenden.
Alupo meint
Auch da sind sie viel zu teuer.
Wie lange hält so eine kleine Brennstoffzelle?
Schon beim Mirai kostet der Tausch einen mittleren 4-stelligen Betrag.
Vielleicht weiß hier auch jemand wie oft (in Monaten ausgedrückt) Gassensoren üblicherweise kontrolliert werden müssen? Bei mobil montierten Dingen wird sollte das noch öfters der Fall sein.
Wenn man mit einem Mirai nur etwas flotter unterwegs ist, dann braucht so ein FCEV als PKW schon zwischen 1,5 und 2 kg H2 pro Kilometer. Darüber kann ein Diesel Fahrer nur müde lächeln. Ein BEV Fahrer sowieso.
H2 ist keine Lösung, es ist ein Geschäftsmodell. Weiter nichts. Aber wer es haben will der sollte sich ein FCEV kaufen. Ich denke dass das hilft wenn man den Geldbeutel betrachtet.
Stocki meint
Brennstoffzelle: warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? ;-)
Zum Glück wurde erwähnt, daß die Fahrzeuge „lokal emissionsfrei“ unterwegs sind. Wäre peinlich, wenn jetzt noch jemand merkt daß an anderer Stelle durch die Dampfreformierung des Wasserstoffs aus Erdgas Unmengen an CO2 emittiert werden. Elektrolyse, da reichen homöopathische Dosen völlig aus. Für BEV reichts ja nicht, aber für FCEV stehen zum Glück unendliche Mengen regenerativen Stroms zur Verfügung. Energieverbrauch? Pah, Nebensache! Brennstoffzelle muß man sich eben „leisten können“.
Könnt ja jeder kommen…
Alex meint
@Stoki Auf den Punkt gebracht
„Wenn alle Elektro Auto fahren, haben wir nicht genug Strom“
Also dann nehmen wir H2, die meisten wissen ja eh nicht das es ca 4 mal mehr Strom am Ende benötigt ????
Mäx meint
Es ist doch genau so wie mit dem Diesel/Benzin.
Das ist einfach da, zack kommt das aus dem Schlauch an der Tanke.
Strom allerdings muss mühsam erzeugt werden…so eine Strapaze einfach nur. Und die Umweltzerstörung von WKAs und PV-Anlagen…schrecklich.
Da ist Diesel/Benzin doch viel besser.
Mit Wasserstoff ist das ganze dann auch noch Co2 frei…ganz easy. /s
EVrules meint
Auch der heutige Strom aus dem Netz, ist nicht CO2-frei und wird je nach Anbieter als solcher beworben – was jedoch nur ein virtuellen Wert darstellt.
Daher ist die BEV-Mobilität, es sei denn man nutzte direkt PV-Strom vom Dach, genauso wenig CO2-neutral unterwegs.
H2 kann durch EE genauso CO2-frei bereitgestellt werden und egal, ob man die elektrische Energie direkt oder indirekt nutzt, beide Quellen wären für eine Einsparung tauglich.
Wenn es in manchen Nutzungsszenarien/Anwendungsfällen heute und bis in 15 Jahren noch nicht attraktiv ist, ausschließlich mit BEV abzudecken, kann H2 eine Möglichkeit sein. Die Maßstäbe werden hier auch total aus dem Auge verloren, es geht schließlich nicht um den „Allerwelts-PKW“, sondern um Nutzfahrzeuge in relativ kleinen Stückzahlen. Das bisschen Energie für H2, sollte hier nicht das Problem werden.
Also bitte ich darum, den Maßstab nie aus den Augen zu verlieren.