Die Familienbrauerei Dinkelacker hat ihren Fuhrpark um einen elektrisch betriebenen Lkw erweitert. Der Batterie-Bierlaster beliefert ab sofort Gaststätten innerhalb des Stuttgarter City-Rings. Die Brauerei kündigte weitere Schritte in Richtung eines umweltfreundlicheren Transports ihrer Getränke an, darunter die Umrüstung mehrerer bestehender Diesel-Lkw auf elektrische Antriebe.
Seinen ersten E-Lkw ließ Dinkelacker von der Firma Orten Electric-Trucks auf Elektroantrieb umrüsten und mit einem gewichtsoptimierten Getränkeaufbau ausstatten. Neben dem nachhaltigen Antrieb weist der 7,5-Tonner 30 Prozent mehr Nutzlast im Vergleich zu einem vergleichbaren Dieselfahrzeug auf. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 km/h, mit einer Batterieladung sind bis zu 100 Kilometer möglich. Geladen wird in maximal vier Stunden ausschließlich mit Ökostrom, der zum Teil durch die Kraft-Wärme-Kopplung der Brauerei selbst erzeugt wird.

„Der Einsatz dieses ersten Modells im ladungs- und gewichtsintensiven Getränketransport ist für uns aber nur der Anfang“, erklärte Ralph Barnstein, Geschäftsführer Technik und Logistik der Brauerei. Wir sehen dies als Meilenstein eines zukunftsträchtigen Mobilitätskonzeptes, das wir in unserem Hause etablieren, um so eine langfristig ressourcenschonende und umweltverträgliche Transportlösung zu finden.“
Ganz neu sind mit Elektromotoren ausgestattete Bierlaster bei Dinkelacker nicht: Robert Leicht, Gründer der heute zu der Familienbrauerei gehörenden Biermarke Schwaben Bräu, war 1897 der erste deutsche Brauer, der Bier in Lastwagen auslieferte. In den 1930er Jahren, als Kraftstoff knapp und teuer war, setzte das Unternehmen auch Elektrofahrzeuge ein.
alupo meint
Selbst ein Umbau mit vermutlich LiFePO4 Zelllen führt zu 30% mehr Ladekapazität? Hätte ich wirklich nicht gedacht.
Damit sind meine allerletzten Minizweifel vergangen dass sich Tesla mit ihrem >800 km Semi etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt haben könnte. Die Aerodynamik des Semi, die NCM811-Zellentechnologie, der hohe Wirkungsgrad der eMotoren etc.. Das passt schon. Eigentlich sollte genau dieser Bericht ein Alarmzeichen für Martin Daum von Daimler sein.