Elaris bietet in China hergestellte Elektroautos in Deutschland an. Das rheinland-pfälzische Start-up gab nun die Ankunft der ersten Fahrzeuge bekannt. Zunächst 74 deutsche Standorte des auf Reifen- und Autoservice spezialisierten Unternehmens Euromaster sowie ein „schnell wachsendes Netzwerk“ von weiteren Elaris-Partnern verkaufen ab sofort den Kleinstwagen Pio und das SUV Beo.

Der Pio ist 2,81 Meter kurz, 1,54 Meter breit und 1,55 hoch. Der Elektroantrieb verfügt über eine Leistung von 36 kW (49 PS), maximal sind damit 105 km/h möglich. Der Verbrauch beträgt gemäß WLTP-Norm 9,7 kWh/100 km. Die Reichweite mit der eingesetzten Lithium-Ionen-Fahrbatterie mit 27 kWh Kapazität wird mit 225 Kilometer angegeben. Regulär kostet der E-Kleinstwagen 18.410 Euro plus Überführungsgebühr und Zulassungskosten. Abzüglich der von Bund und Hersteller finanzierten „Umweltbonus“-Förderung ergibt sich ein Neupreis von 9410 Euro.
Der 4,69 Meter lange, 1,90 Meter breite und 1,69 Meter hohe Beo nutzt eine 72-kWh-Batterie, der Elektroantrieb stellt 150 kW (204 PS) Leistung bereit. Als Verbrauch werden 17,2 kWh/100 km genannt. Der offizielle Preis des E-SUV liegt bei 49.900 Euro plus Überführungsgebühr und Zulassungskosten. Abzüglich Förderung kommt ein Neuwagenpreis von 40.900 Euro zustande.

Interessenten können die Elektroautos, Ladestationen für zu Hause und weiteren Dienstleistungen von Elaris auch online beziehen. Bei der Art der Auslieferung haben die Kunden ebenfalls die Wahl: zwischen dem gewünschten Elaris-/Euromaster-Standort und Direktanlieferung an die Firmen- oder Privatadresse. Den Zulassungsservice übernimmt der Deutsche Auto Dienst, die Auslieferung das Logistikunternehmen BLG. Für die Fahrzeuggarantien arbeitet Elaris mit Real Garant zusammen. Für den Service sind Euromaster und das weitere Partnernetzwerk zuständig. Für Leasing – und Finanzierungsangebote stünden weitere namhafte Partner bereit, so das Start-up.
„In unserem allerseits mit Spannung beobachteten Markteintritt markiert die Ankunft unserer E-Fahrzeuge auf den deutschen Straßen den bisher entscheidendsten Meilenstein“, sagt Elaris-Chef Lars Stevenson. „Wir verkörpern mit unserer strategisch entwickelten Wertschöpfungskette einen Trend, den wir so als neuer Player im Markt selbst geschaffen haben: Fahrzeuge mit nachhaltigem Antrieb und neue Preis-Leistungsstandards – von einem deutschen Unternehmen, welches nach eigenen Vorgaben in chinesischen Qualitätsmanufakturen fertigen lässt.“
Bis Ende 2022 will Elaris über 10.000 Fahrzeuge verkaufen. „Zum Elaris-Rundum-Angebot gehört aber natürlich auch unser Service zur Einrichtung des auf den Kunden zugeschnittenen Ladekonzepts. In diesem Bereich erwarten wir in 2022 einen Umsatz von über 5 Mio. Euro“, heißt es.
Joachim Wiebers meint
Luftschlösser, mehr nicht.
Bei dem ganzen Durch1ander von neuen Firmen, Herstellern usw werden am ENDE nur ein paar innovative, leistungsfähige, vielleicht sogar angemessen bezahlbare Namen übrigbleiben.
Jetzt gehypte Zahlen und Informationen sind reines Wunschdenken.
Der Endverbraucher ist letzendlich ja nicht dumm und alles Andere findet sich.
Gerd meint
Nach 4 Jahren und entsprechender Enttäuschung mit einem Smart ED warte ich auf Alternativen. Bei denen auch die notwendigen Connectivity-Services funktionieren (SoC-Abfrage, Vorklimatisierung, Statusinformationen zu Ladeabbruch etc). und dazu gern auch etwas mehr Reichweite als 80km im Winter. Ob die Chinesen das besser können?
Für mich müssten Finn oder Pio annähernd diese Voraussetzungen erfüllen und ich wäre weg vom Smart. Eigentlich auch schon bei Preis-/Leistungs-Gleichstand, denn der Service bei Smart war völlig „wirkungslos“ und irgendwie verbindet mich mit der Marke inzwischen nicht mehr viel.
alupo meint
Beide Autos sind doch in Zukunft MIC?
Inzwischen ist ein alter Klassenkamerad von mir aber (aktuell) zufrieden mit seinem deutschen Smart. Er bekam gerade das vierte (4!!!) Akkupack auf Herstellerkosten eingebaut (Akku hat er glücklicherweise damals nicht gekauft sondern nur geleast). Jetzt hofft er, dass sein Smartdrame endlich beendet ist.
Er fragt mich immer, wieviele km ich schon gefahren bin und ob ich immer noch denselben (nicht nur dengleichen!), bisher absolut unreparierten Akku eingebaut hätte. Er kann es nicht glauben, aber das ist nun einmal Teslaqualität.
Allstar meint
Immer diese Geschichten von den alten Klassenkameraden, Bekannten, Nachbarn, etc, wer kennt sie nicht?! :-)
David meint
Wenn ich schon „ausstattungsbereinigt“ lese, dann weiß ich schon, die Angebote sind nichts. Das ist wie beim Model Y. Das will ja niemand vom Ausstattungsumfang her nachbauen. Denn es hat viele Sachen, die keiner braucht und einige Sachen, die man gerne hätte, gibt es gar nicht.
Beim Enyaq, der mit ähnlichem Akku 20k weniger kostet, will ich als moderne Familie CarPlay drahtlos, um aus dem Kalender Erinnerungen zu bekommen, Anrufe und Navigationen zu starten. Das ist Serie. Wie auch LED-Licht und Klimaanlage. Mehr braucht man als durchschnittliche Familie nicht. In dem Sinne, dass man dafür lieber einen niedrigen Preis hätte. Und die solventen Kunden sind im Enyaq auch besser bedient, weil er z.B. fünf verschiedene Innenausstattungen bietet, u.a. olivengegerbtes Ökoleder statt Plastikbezüge. Auch gibt es Massage, Head-Up Display und Birds View Kameras sowie ein sich öffnendes Panoramadach. Das alles gibt es im Tesla nicht.
Und so wird das auch hier sein: Viel Zeug seelenlos reingezimmert. Und dann gibt’s einen Preis, der so ähnlich wie der von allen anderen Fahrzeugen ist. Heißt, so fällt die Revolution aus Fernost aus.
Günter meint
schon ein Kunstwerk, in einem Beitrag über chinesische Fahrzeuge, wieder Tesla zu erwähnen und einen radikalen Rund um Schlag loszutreten. Eigentlich komplett themenfremd
Michael meint
Da wir uns gerade ein Fahrzeug anschaffen habe ich mal nachgesehen ob man für die von Dir geposteten 30 T€ vor Förderung all das beim Enyaq bekommt. Also laut Konfigurator ist die günstigste Variante – nur mit einem kleinen 52 KW Akku und wesentlich niedrigerer Reichweite als der BEO der eine 72 KW Batterie hat – für rund 37.000€ (mit Klima, aber mit Stoffsitzen und überhaupt keine Ausstattung). Das Auto hat zu dem Preis aber weder Navigationssystem noch Basics die zumindest wie haben wollen wie induktives laden. Allein das Modell mit gleich großem Akku fängt bei rund 46.000€ an ohne jede Extras – also nackt. Die Preispolitik der deutschen Hersteller feuert das Auto dann schnell über die 60.000€ ;-( Schade also … wie immer wird man mit „leeren“ Einstiegspreisen angelockt
Wir werden mal beide Probefahren und dann entscheiden.
Chris meint
Bisher haben es die Chinesen doch mit ihren Produkten immer über den Preis nach Europa geschafft. Warum probieren sie es hier nicht auch? Müssen die Fahrzeuge immer voll ausgestattet sein? Mir reicht auch eine halbwegs akzeptable Grundausstattung wenn das Auto dafür deutlich billiger ist. Ein ioniq 5 kostet so 37 k nach Förderung mit der dynamic Ausstattung. Weshalb soll ich hier mehr Geld für einen Chinesen ausgeben?
JuergenII meint
Sie müssen nicht immer voll ausgestattet sein, aber meist sind sie das, wenn man in der Aufpreisliste gerne die ganzen netten Helferlein gepaart mit vernünftiger Akkugröße haben möchte. Da tummeln sich dann doch einige in der Region > 50.000 Euro.
Und ganz ehrlich, bräuchte ich ein neues Fahrzeug würde ich a) diese Helferlein nehmen und b) darauf achten, dass sie inkl. Software auch funktionieren. Da fallen dann einige Europäer raus.
Allstar meint
So gut sind die Chinesen nicht ausgestattet, vor allem nicht wenn sie preislich attraktiv sein sollen. Der Aiways zb. hat in der Basis nicht mal Parksensoren vorne. Die kochen auch nur mit Wasser, aber für mich persönlich kommen sowieso keine Chinaböller in Frage.
Pferd_Dampf_Explosion_E meint
Also wer braucht Parksensoren vorn?
Randy meint
Ein Parkassistent bedingt Sensoren an der Front. Das bieten schon Kleinwagen. Ihre Frage kann also nur eine rhetorische Frage sein. Wenn der Rotstift beim Aiways so heftig angesetzt wurde, und das in der Klasse und bei dem Preis, dann kann der Rest auch nicht besonders sein.
JuergenII meint
Naja, die Chinesen sind ja nicht dumm. Orientieren sich halt am bestehenden Preismarkt in Europa und ziehen dann ein paar Prozentpunkte ab. Denke aber die großen Fahrzeuge sind komplett ausgestattet, und dann sind die Preise schon ok.
Für mich der interessanteste neue Vertreter ist der Ora Cat (good) wurde gestrichen. Kommt der wirklich in Komplettausstattung und das bei Preisen knapp über 30.000 Euro vor Förderung, wäre das schon eine Ansage.
Wasco meint
In China gibt es ca. 100 Automarken. Elaris ist eine davon. Diese habe ich erst vor 1 Jahr gehört.
Nur wenige Marken schaffen es in Europa einigermaßen z.B. Volvo/Polestar oder MG, da mal europäisch gewesen. Chancen haben auch Nio, X-Peng oder BYD, da schon bekannt und zuverlässig. Der Beo ist nicht preiswert. Angemessen wären vielleicht 35k €.
Wasco meint
2-3k Fahrzeuge in 2022 kann Elaris schaffen, mehr nicht.
Man sieht an Aiways, Seres oder Suda das es nicht leicht ist.
slefas meint
Sollen sogar ca. 250 Marken sein, wie ich letztes Jahr in einem Artikel las.
Wenn man alle einbezieht, also JV, Sub- und Untermarken sowie die ganzen Start-ups, welche dort beinahe täglich gegründet werden bzw. wurden.
Da zählen natürlich auch 2-Mann Büros mit rein, die ein Bleistiftrendering haben und damit die Welt erobern wollen.
Die genaue Zahl kennt man nicht, da andauernd Firmen neu auftauchen und wieder zahlreiche verschwinden, ohne je auch nur im entferntesten was physisches auf die Beine gestellt zu haben.
Schon Wahnsinn, was da abgeht dort und auch sonst auf der Welt in diesem Bereich.
Werner1 meint
Laut Statista sind es 26 Hersteller in China ;-) Und wie Apple bei Foxconn bauen lässt gibt es Manufakturen die Töchter der großen Hersteller sind und mit ihrem Know How und auf Auftrag Fahrzeuge bauen für OEM´s
Stdwanze meint
Elaris ist keine chinesische Marke sondern Name des (Möchtegern) Importeurs. Ich empfehle jedem Mal den Firmenchef zu recherchieren.
Überlegt ob es wahrscheinlich ist das elaris mit nicht Mal in China groß erfolgreichen Modellen die Marktziele von Nio und co um den Faktor 2-4 übertrifft.
IchAuchMal meint
Die allgegenwärtige Drohung: „Die Chinesen kommen“ erweist sich immer mehr als urban legend.
Was bisher kam war zwar vielfach ganz nett aber nicht überzeugend – manchmal billig aber als Gesamtpaket nicht preiswert.
Dann lieber einer dieser blöden europäischen Hersteller! … Vielleicht sogar ein deutscher?
Thomas meint
Ja, das bisherige Lineup war nicht so überzeugend. Spannend dürfte allerdings NIO werden mit dem ET7. Wenn dieses Fahrzeug tatsächlich mit der angekündigten Technik (autonomes Fahren, Schnellladen, Reichweite) zum akzeptablen Preis kommt, dann ist das ein echter Brocken.
IchAuchMal meint
wenn … warten wir mal ab, wie das mit dem Vertriebsnetz, dem Service usw usw aussieht
Und er Preis nach Steuern ..
Ob es dann für mehr als den Aiways-Scherz langt. Der ist auch ewig gehypt worden und bewegt sich an der 0,1%-Grenze der Wahrnehmbarkeit.
René H. meint
Also der ES8 kostet in Norwegen umgerechnet ab rund 70k€ inkl. dt. MwSt., da wird der ET7 nicht viel billiger sein. Nios laden aktuell recht langsam, unterstützen aber das Nio-eigene System der Wechselakkus. Finanziell ist es wohl auch interessanter, den Akku zu mieten.
Bernhard meint
Die ganzen chinesischen Neuvorstellungen der letzten Tage sind jetzt absolut nicht innovativ und relativ teuer. Ob das nun dieser BEO ist oder der X-Peng oder der U6 von Aiways. Fisker kann man ja nicht Ernst nehmen, aber noch teurer. Da sind rein technisch betrachtet die ID.4 Modelle fast schon Schnäppchen. Mal ganz abgesehen von den rudimentären Servicemöglichkeiten. Einzig die MG-Modelle sind noch relativ günstig. Und die versuchen immerhin über seriöse Autohändler bzw. Werkstätten einen Vertrieb aufzubauen. So müssen sich die europäischen Anbieter keine Sorgen wegen China-Autos machen.
Shullbit meint
Ausstattungsbereinigt ist der Beo schon deutlich billiger als ein ID.4, aber nicht ausreichend billiger, um hier signifikante Marktanteile zu erobern. Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand mit mittlerweile typischerweise 20 Jahren Nutzungsdauer. Kein Mensch weiß, ob Aiways, Elaris und Co. in 2 oder 5 Jahren Jahren noch auf dem deutschen Markt vertreten sind. Genügend chinesische Marken haben schon versucht, den Markt hier zu erobern und sind gescheitert. Wenn man für sein Produkt mit theoretisch 20 Jahren Lebensdauer potentiell in 2 oder 5 Jahren kaum noch Ersatzteile und vor allem keinen Software-Support mehr bekommt, dann ist das ein massiver Kontrapunkt. Der muss einfach eingepreist werden. Das ist nicht der Fall und damit ist das Gesamtpaket unattraktiv.
Letztlich gibt es beim Elaris Beo viele Parallelen zum Aiways U5. Er ist nicht brachialhäßlich gezeichnet; Ausstattung, Qualität, Technik sind OK. Wie Aiways auch investiert Elaris fast kein Geld, um hier den Markt aufzurollen. Man will nicht wie Tesla in eigene Showrooms, in eigene Werkstätten investieren, sondern alles soll mit geringstmöglichen Investitionen über Drittdienstleister abgewickelt werden. Das ist für mich ein Signal, dass die selbst nicht davon überzeugt sind, hier Erfolg zu haben. Alles in allem verkauft Aiways nur in homöopathischer Dosis und bei Elaris wird es ähnlich sein. Und auf dem Niveau dass die aktuell haben, werden die zu dem Schluß kommen, dass es keinen Sinn macht, den Markt hier zu bedienen.
Thomas meint
Pio: interessant da kaum Konkurrenz in der Nische, scheint sparsam zu sein. Wer etwas mehr Fahrzeuglänge in Kauf nimmt ist aber vermutlich mit dem Spring besser bedient.
Beo: optischer und technischer Einheitsbrei zu einem leicht überhöhten Preis. Sehe nicht dass dies erfolgreich sein wird.
Envision meint
Eieiei, bei dem Aussehen und Preis springt einem aber nicht gleich die Brieftasche auf, über 40k inklusive Förderung für den Beo, mit Daten ähnlich dem ID4 und kleinerer 72 kwh (netto?) Batterie.