Aston Martin hat „branchenführende Ultra-Luxus-Hochleistungs-Elektroautos“ angekündigt. Dafür entwickeln die Briten eine neue modulare E-Auto-Plattform, die unter anderem Technologien des US-Start-ups Lucid nutzt. Darauf sollen mehrere Modelle entstehen.
Die Luxusmarke wird laut Automotive News ab 2025 innerhalb von vier Jahren vier neue vollelektrische Autos auf den Markt bringen, die dank der Technologie von Lucid besonders leistungsfähig sein werden. Bisher hat Aston Martin noch kein Elektroauto im Angebot.
Jedes der vier Modelle werde die aktuelle Modellpalette ergänzen, sagte Aston-Martin-Chef Lawrence Stroll. Das Unternehmen entwickele eine komplett neue Plattform, die die Grundlage für die gesamte künftige elektrifizierte Modellpalette bilde – von Hypercars über Sportwagen und GTs bis zu SUVs. Damit wolle Aston Martin sein Kernprogramm bis 2030 vollständig elektrifizieren.
„Der Zugang zu Lucids aktueller und zukünftiger Antriebsstrang- und Batterietechnologie wird das Herzstück von Aston Martins neuer hauseigener Battery-Electric-Vehicle-(BEV)-Plattform sein“, hieß es zur Bekanntgabe der Kooperation mit dem US-Unternehmen. „Zusammen mit Mercedes-Benz haben wir nun zwei Weltklasse-Zulieferer, die uns bei der internen Entwicklung und den Investitionen zur Umsetzung unserer Elektrifizierungsstrategie unterstützen“, so Stroll weiter.
Mercedes ist an Aston Martin beteiligt und beliefert den Sportwagenbauer schon länger mit Technologie. Die Schwaben werden die Briten laut dem Bericht weiterhin mit Elektronik-Architekturen und V8-Motoren unterstützen, Aston Martin werde aber die Option einer Ausweitung der Liefervereinbarung nicht nutzen. Mercedes werde seinen derzeitigen Anteil von 9 Prozent an Aston Martin nicht aufstocken, zuvor war eine Beteiligung von bis zu 20 Prozent in Aussicht gestellt worden.
Aston Martin kündigte an, bis zu vier Elektromotoren in seinen kommenden Vollstromern einzusetzen. Lucid selbst treibt seine Edellimousine Air derzeit mit maximal drei E-Maschinen an, die in der Topversion Sapphire „über 1200 PS“ (883 kW) leisten.
Durch die geringe Höhe der von Lucid gelieferten Batteriemodule könnte ein zukünftiger GT-Elektro-Sportwagen von Aston Martin niedriger liegen als das zweisitzige Verbrenner-Coupé Vantage, sagte der Technologie-Chef der Marke Roberto Fedeli laut Automotive News. Die Module würden mit zylindrischen Batteriezellen geliefert, die Lucid derzeit entweder von LG Chem, Samsung SDI oder Panasonic bezieht.
Stroll berichtete, dass Aston Martin seit einem Jahr mit Lucid zusammenarbeite. Das Unternehmen habe die „bei Weitem beste existierende, ausgereifte Technologie mit dem höchsten Leistungsniveau und der kleinsten Batteriehöhe“. Die Kooperation sei auch vom saudi-arabischen Staatsfonds PIF angeregt worden, der umfangreich an beiden Unternehmen beteiligt ist. Aston Martin sei aber bereits zuvor mit Lucid im Gespräch gewesen. Lucid wird im Rahmen der künftigen Zusammenarbeit 3,7 Prozent an Aston Martin übernehmen.
Der chinesische Konzern Geely, nach Stroll und PIF der drittgrößte Anteilseigner von Aston Martin, soll ebenfalls eine Schlüsselrolle bei der Beschleunigung der Entwicklung des ersten Elektroautos des Unternehmens spielen. Geely wird nach Informationen von Automotive News Zugang zu seiner globalen Lieferkette bieten, Aston Martin kann so etwa auf Komponenten für Geely-Premiummarken wie Volvo oder Lotus zurückgreifen.
M3YP_2023 meint
Gut möglich dass die langfristige Zukunft von Lucid als Technologielieferant ist, darin sind sie ja ganz ordentlich bei den Leuten. Im selber Auto bauen und vor allem selber verkaufen eher weniger :-) Wobei mit Aston zusammen gibt das immer noch keine nennenswerten Stückzahlen, aber zumindest dürfte das finanzielle Ergebnis dann passen.
MiguelS NL meint
Finde ich super.
Hoffe auch bald James Bond würdig ;-)
Stell euch eins der effizientesten Autos wird ein Austin, wie die Welt sich dreht.
Von 12 Zylindern un 630 PS zu 1.100 PS und 120 Wh/km !!
M. meint
Aston.
Austin war was anderes. Die fuhren auch, aber nicht ganz so beeindruckend. ;-)
Sandro meint
Austin Allegro, der mit dem rechteckigen Lenkrad, war ein Totalausfall. Begründete den endgültigen Niedergang der Marke, die zu „British Elend“ gehörte.
Obwohl, diese Lenkräder sind ja jetzt wieder schwer angesagt :-)