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Studie: E-Auto-Batteriemarkt „einmalige Chance“ für Europas Maschinenbau

22.02.2024 in Autoindustrie, Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 1 Kommentar

Mercedes-Batterieproduktion

Bild: Porsche

Über 200 Batteriefabriken sollen in den kommenden zehn Jahren weltweit gebaut werden, ein Großteil davon in Europa. Für jede dieser Fabriken wird Produktionstechnik im Milliardenwert benötigt. Für deutsche und europäische Maschinen- und Anlagenbauer bietet sich eine große Wachstumschance. Eine neue Studie der Unternehmensberater von Porsche Consulting in Zusammenarbeit mit den Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zeigt, wie sie genutzt werden kann.

Für die Zukunft der Mobilität spielen elektrische Antriebe weltweit eine entscheidende Rolle, dies gilt insbesondere für den Straßenverkehr. Der grüne Strom dafür wird größtenteils in Batterien gespeichert sein. Der Markt für solche Stromspeicher, meist auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie, wird laut den Studienautoren global von heute rund 20 Milliarden Euro im Jahr auf rund 550 Milliarden Euro jährlich bis zum Jahr 2030 wachsen. Zum Vergleich: Während die Halbleiterindustrie für diese Entwicklung einst rund 40 Jahre benötigte, sollen es bei Batterien nur rund zehn Jahre sein.

Ausgestattet werden Batteriefabriken momentan vor allem mit Produktionstechnik aus Asien. Chinesische Maschinenbauer setzen aktuell als Komplettanbieter den Standard. Lediglich acht Prozent der High-Tech-Ausstattung solcher Fabriken kommt der Auswertung zufolge aus Europa. Dieser Anteil sei zu gering, um einen prägenden Einfluss auf die technische Entwicklung zu nehmen und in Europa ein zweites Cluster für Batterietechnik entstehen zu lassen. Dafür wäre dauerhaft ein Marktanteil von etwa 20 Prozent notwendig, so die Autoren.

Die Studie „Battery Manufacturing 2030: Collaborating at Warp Speed“ zeigt Lösungsansätze, wie sich eine technologische Abhängigkeit in diesem zukunftskritischen Feld verhindern lässt. Nach Analysen von Technologie und Anbietern, Prognosen aus eigenen Marktmodellen und einer Serie von Interviews mit Marktteilnehmern sei klar, dass die Zusammenarbeit der Beteiligten eine entscheidende Rolle spielt, heißt es.

„Technologisch ist die europäische Industrie auf Augenhöhe“

„Nur wenn es europäischen Maschinenbauern gelingt, gemeinsam integrierte Fabriklösungen anzubieten, werden sie sich gegen die Konkurrenz aus Asien behaupten können“, sagt Gregor Grandl, Senior Partner bei Porsche Consulting und Co-Autor der Studie. „Technologisch ist die europäische Industrie auf Augenhöhe, aber Unternehmen aus China bieten bereits ganze Batteriefabriken schlüsselfertig an.“ Das reduziere Schnittstellen und damit das zeitliche und finanzielle Risiko bei der Errichtung.

Die Chancen für Maschinenbauer seien riesig: Bereits um den Marktanteil von nur acht Prozent im Batteriemarkt während des rasanten Hochlaufs zu halten, wären Wachstumsraten von 33 Prozent jährlich notwendig. Um auf 20 Prozent Marktanteil zu kommen, müssten die Unternehmen schneller wachsen als der Markt. Etwa 50 Prozent Umsatzsteigerung pro Jahr wären nötig – „und möglich“. Das Marktvolumen bis 2030 betrage für Maschinen- und Anlagenbauer allein im Batteriebereich 300 Milliarden Euro. Ein Erfolg in diesem Wettbewerb würde Europa Zugriff auf die wichtige Zukunftstechnologie Batterie dauerhaft sichern und dabei viele Arbeitsplätze schaffen.

Der deutsche und europäische Maschinenbau hätten das erkannt und adressierten es aktiv, heißt es in einer Mitteilung zu der Studie. „Das Fundament unserer Industrie liegt in der engen Zusammenarbeit zwischen dem Maschinen- und Anlagenbau und seinen Kunden“, sagt Hartmut Rauen, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA. „In dieser Partnerschaft entsteht nicht nur Wissen, sondern auch Innovation.“

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Via: Porsche Consulting
Tags: BatterieAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. one.second meint

    23.02.2024 um 11:15

    Abhängigkeit ist aber kurzfristig billiger. Schachmatt.

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