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Volkswagen setzt weiter auf Plug-in-Hybride, hält aber an Elektroauto-Offensive fest

13.05.2024 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 23 Kommentare

VW-ehybrid

Bild: VW

Volkswagen will in den kommenden Jahren auf dem Weg zu reiner Elektromobilität weiter in Plug-in-Hybrid-Technologie investieren. Markenchef Thomas Schäfer sagte laut Autocar, dass die Technologie angesichts eines „Plateaus“ bei der Nachfrage nach Elektroautos weiter verbreitet und verbessert werden könnte.

Auf die Frage des Autoportals, ob Volkswagen weiter in Hybride investieren werde, sagte Schäfer: „Hybride waren ein Ding der Vergangenheit. Wenn man letztes Jahr die gleiche Frage gestellt hätte, hätte es geheißen: ‚Vergesst Hybride, das ist eine teure Technologie, das lohnt sich nicht‘. Innerhalb der letzten sechs Monate wollen plötzlich alle Hybride.“

Das Unternehmen sei froh, trotz Kritik an Plug-in-Hybridsystemen für Baureihen wie Tiguan, Golf und Passat festgehalten zu haben. Man werde das Angebot wohl noch länger haben. „Es ist eine Brückentechnologie. Der batterieelektrische Antrieb stagniert zwar im Moment ein wenig, aber wir brauchen diese Übergangstechnologie“, so der Manager. Er betonte, dass er „absolut sicher“ sei, dass die Zukunft elektrisch ist. Teilzeitstromer würden aber in der Übergangszeit zu reiner E-Mobilität gebraucht.

VW wird den Worten des Markenchefs nach die bestehenden Plug-in-Hybridlösungen weiternutzen. Die Entwicklung werde fortgeführt, komplett neue Antriebssysteme werde es aber wahrscheinlich nicht geben. Die Entwicklungsarbeit werde den Fokus auf geringere Kosten und höhere rein elektrische Reichweiten legen. Plug-in-Hybride würden dabei nicht in jedem Modell und in jeder Region angeboten.

Die anhaltende Arbeit an teilelektrischen Antrieben werde nicht auf Kosten der Entwicklung neuer Elektroauto-Plattformen gehen, unterstrich Schäfer. Die aktualisierte Version des Stromer-Baukastens MEB – genannt MEB+ – und der für den konzernweiten Einsatz vorgesehene Nachfolger SSP sollen 2025 beziehungsweise 2026 in Produktion gehen.

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Via: Autocar
Unternehmen: VW
Antrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. alupo meint

    14.05.2024 um 22:24

    „…hält aber an Elektroauto-Offensive fest“

    Ein weiterer Rückzieher, nur anders formuliert. Dabei hatte VW einmal solche hochstrebenden Pläne mit ihren BEVs (Tesla wollten sie schon vor vielen Jahren mit ihren BEVs überholt haben). Na gut, dann bauen es eben Andere, darunter auch ganz sicher die Chinesen. Die suchen nach Arbeitsplätzen und damit nach Exportmöglichkeiten, insbesondere nachdem Biden die USA für chinesische BEVs gerade dicht gemacht hat.

  2. South meint

    13.05.2024 um 21:15

    Also für mich wäre ein Plug-in-Hybrid zu komplex, zu teuer, zu fehleranfällig … also never ever. Aber. Es gibt halt auch Kunden die einen, sagen wir mal, sanften Übergang brauchen. In meinem Bekanntenkreis sind einige erst über einen Plug-in-Hybrid zum E Auto gekommen. Einige freuen sich so richtig, dass sie nur noch einmal im Monat tanken müssen… aber alle wollen den Plug-in-Hybrid nicht lange behalten…zu riskant in Wartung, wenn sie alt werden…und einige Warten auf bessere Ladeleistungen bzw. Accus. Es wird noch einen Schubs brauchen für die E Mobilität, aber es hängt an der Technik, nicht an der Subvention…

    • Yoshi meint

      13.05.2024 um 22:10

      Man kennt es, mehrere Hybrid-Fahrer im Bekanntenkreis geben ihr Auto wegen der riskanten Wartung ab. Junge Junge.

      Selbst meine Kinder haben in ein paar Sekunden verstanden was das für ein Müll ist.

    • South meint

      14.05.2024 um 07:26

      Die Intelligenz des Papageis erschöpft sich bei nachplappern… :-)

      • Yoshi meint

        14.05.2024 um 21:37

        Ich lege gar keinen Wert drauf intelligent zu wirken, sonst würde ich mir statt stumpfer Provokation Geschichten aus’m Paulanergarten ausdenken, wie du:)

        • South meint

          15.05.2024 um 11:15

          …das gelingt dir ganz gut… ;-)

  3. B.Care meint

    13.05.2024 um 15:55

    Die richtige Entscheidung liegt ganz bei den Kunden. Wenn die keine Hybride mehr kaufen ….

    • Gerry meint

      13.05.2024 um 16:00

      Es würde schon reichen wenn jedes Modell bei VW auch elektrisch angeboten wird. Dann würde der Verbrenner- und Hybridanteil schnell schrumpfen.

    • Jörg2 meint

      13.05.2024 um 16:07

      Solch Argumentation gleicht der Erfindung des CO2-Fußabdrucks durch BP: Nicht die Industrie ist dafür verantwortlich klimaschonende Produkte auf den Markt zu bringen, alleinig der werbebearbeitete Kunde ist in der Pflicht richtig zu handeln….

      Ich bin da anderer Meinung.

    • GrußeinesNiedersachsen meint

      13.05.2024 um 16:43

      Stelios, der alte Grieche mit dem „Uso“ intus (lat.) wird ws schon wissen, er ist sicher b.rater für große Concerne.

  4. JuergenII meint

    13.05.2024 um 15:00

    Hybride sind nicht verkehrt, vor allem in großen Flächenstaaten. Allerdings sollte sich das auf serielle Hybride beschränken mit einer realistischen E-Reichweite von 150 bis 200 km. Warum? Bei denen fällt die ganze hochmoderne und komplexe fossile Antriebseinheit weg. Es reicht ein kleiner 4-Zylinder der bei Betrieb immer im optimalen Drehzahlbereich läuft und der einen kleinen Akku speist – sofern notwendig. BYD macht das gerade vor. VW-Hybride und Co. sind technisch viel zu aufwendig, haben eine minimale E-Reichweite und der Hybrideinbau ist wirtschaftlich dort reiner Humbug.
    Als reines urbanes Fahrzeug plus normale Wochenendausflüge und ein paar längere Touren im Jahr ist natürlich das reine EV die bessere Wahl.

  5. Mark Müller meint

    13.05.2024 um 11:56

    In 2-3 Jahren werden die Plug-in-Hybride dann nahtlos von Plug-in-Hybriden mit Wasserstoff-Range-Extendern abgelöst werden.

    Eine Batterie für 150-200 km, eine kleine Brennstoffzelle mit ca. 30 kW und 4-6 kg Wasserstoff erfüllen alle Anforderungen, die heute ein Verbrenner-Plug-in-Hybrid erfüllt.

    Lokal fährt man mit Batterie-Strom – vorzugsweise aus der eigenen PV-Anlage. Auf der Langstrecke kommt der H2-REX zum Einsatz, der weitere 500 km liefert und überall an Hauptverkehrsachsen in 10 Minuten nachgeladen werden kann.

    Erste Exemplare dieser Art sind die Lieferwagen von Stellantis und Renault/Hyvia, sowie der neue Honda CR-V hydrogen.

  6. Tadeky meint

    13.05.2024 um 11:37

    Richtige Entscheidung neben reinen Elektroautos auf Hybrid zu setzen. Toyota macht das als grösster Hersteller.

    Selbst die chinesischen Hersteller fahren ihr BEV Engagement zurück, da bei 150 Herstellern und über 300 Marken keiner damit Geld verdient.

    Zulassungszahlen von Hybridefahrzeugen haben sich in China verdreifacht.

    • Gunnar meint

      13.05.2024 um 11:51

      Nur deine Meinung, spiegelt aber nicht die Realität wieder.
      China fährt mitnichten sein BEV Engagement zurück. Ganz im Gegenteil. Schau einfach mal die Neuvorstellungen an. Der absolute Großteil davon sind BEV.
      Und es gibt definitiv viele Hersteller, die damit jetzt schon Geld verdienen. BYD zum Beispiel.
      Der Absatz der Hybridfahrzeuge hat sich ebenfalls nicht verdreifacht. Bitte Quellenangaben für deine tollkühnen Behauptungen zeigen.

    • Thomas meint

      13.05.2024 um 12:23

      Ja, leider sind Hybride gerade im Aufwind. Eigentlich völlig unnötig. Aber letztlich ein Zeichen von Verbraucherverunsicherung. Diesen volkswirtschaftlich und ökologisch teuren Umweg hätte man sich sparen können, wenn es weniger Desinformation bzgl. des eAutos gäbe (vor allem um die Grundsatzfrage, on Stand heute denn irgendeine Alternative vorhanden wäre).

    • F. K. Fast meint

      13.05.2024 um 13:30

      Klar, an Verbrennern verdienen vor allem die Werkstätten und Ersatzteilhersteller.

    • Lanzu meint

      13.05.2024 um 13:33

      Es gibt überhaupt kein Zurück fahren des chinesischen Engagements bei BEV. Das ist einfach Fantasie, wie man auch an der gerade erst gewesenen Automesse und neuen Modellen sieht. Es gibt einen Anstieg der Plug-in-Hybriden, insbesondere vorangetrieben von BYD. Das sind aber komplett andere Hybride als die von Toyota.

    • Jörg2 meint

      13.05.2024 um 14:53

      „Richtige Entscheidung“
      Im Sinne von Umsatz, Marge, Dividende und Boni.
      Auch im Sinne von Klimaschutz, CO2, Mobilitätsumstellung???

      • GrußeinesNiedersachsen meint

        13.05.2024 um 16:45

        Klimaschutz, CO2, Mobilitätsumstellung??

        Weichen Konzern hierzulande interessiert das wirklich? Alles nur g r een wash i n g und Marketing ge wä sch

        • B.Care meint

          13.05.2024 um 17:02

          Natürlich nur hierzulande. Die bösen deutschen Konzerne. Zum Glück sind Nestlé und CocaCola nicht deutsch, da hättet ihr Stoff für die nächsten hundert Jahre, wie furchtbar doch hier alles ist.

        • Jörg2 meint

          13.05.2024 um 20:16

          Gruß….

          Die Konzerne interessiert das nicht. Uns Verbraucher sollte es interessieren.
          Insofern fremdle ich mit einer Verbrauchermeinung „richtige Entscheidung“.

    • Der blume meint

      13.05.2024 um 20:17

      Ja, Toyota geht seinen eigenen Weg und jene Hersteller die diese bis vor einem Jahr kritisiert haben krebsen jetzt zurück. Toyota baut und verkauft vor allem Vollhybride ohne Stecker (letztes Jahr ca 3.5 mio) die keine schwere Batterie mitschleppen und im klassendurchschnitt sogar leichter sind als reine Benzinmodelle aber eben auch rund 25% sparsamer und in der Stadt, wo die Umwelt besonders leidet teils bis zu 50% weniger verbrauchen als vergleichbare Benziner. Klar, wer schon heute zuhause laden kann und mit den Reichweiten sowie dem Kaufpreis kein problem hat, für den ist Elektro das beste…das bestreitet auch Toyota nicht…doch ganz viele können sich den Luxus schlicht nicht leisten und für all jene sind Vollhybride wie sie neben den Asiaten nur Renault noch baut die allerbeste Lösung

  7. hu.ms meint

    13.05.2024 um 11:07

    „angesichts eines „Plateaus“ bei der Nachfrage“
    Ist egentlich logisch, dass man die autos baut, die nachgefragt werden.
    Wenn VW diese hybride nicht baut, werden sie eben von anderen anbietern gekauft.
    Alle die hier immer so schlau schreiben sollten sich mal auf den weg machen und die potenziellen neuwagenkäufer von BEV überzeugen !

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