Hyundai hat das Konzeptfahrzeug Initium mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb (FCEV) vorgestellt. Das Fahrzeug gibt laut den Südkoreanern einen Ausblick auf ein neues Serienauto. Mit dem Konzept führt Hyundai gleichzeitig die neue Designsprache „Art of Steel“ ein, die den Kern von HTWO, dem Geschäftsbereich der Hyundai Motor Group für die Wertschöpfungskette im Bereich Wasserstofftechnologie, widerspiegeln soll.
„Wir haben bereits beim Entwicklungsprozess die Grenzen der Formbarkeit von Stahl ausgelotet, um eine Kunstform zu schaffen“, so SangYup Lee, Executive Vice President und Designchef von Hyundai sowie Genesis. „Mit dem Initium haben wir ein SUV-Design entwickelt, das sowohl robust als auch sicher ist und sich durch seinen kundenzentrierten Ansatz auszeichnet.“
Das Design des Initium verbinde urbane Funktionalität mit Outdoor-Qualitäten, heißt es. „Mit starken Linien, robusten 21-Zoll-Rädern und einem praktischen Dachgepäckträger vereinen sich in der Studie Initium Stadttauglichkeit und Abenteuerlust und es spricht damit vielseitige Zielgruppen an.“ Die Entwicklung des Initium konzentrierte sich den Angaben nach auf drei Aspekte: eine hohe Reichweite und ein verbessertes Fahrverhalten, einen geräumigen Innen- und Kofferraum speziell für Familien sowie „einzigartige Komfort- und Sicherheitssysteme“.
Mit seinen großen Wasserstofftanks biete Initium eine Reichweite von über 650 Kilometern, erklären die Entwickler. Aerodynamisch optimierte Räder verringerten den Luft- und Rollwiderstand. Durch die Weiterentwicklung der Hyundai-Brennstoffzellentechnologie habe man die Leistung des Akkus erhöht und die Batteriekapazität verbessert, sodass eine Elektromotorleistung von bis zu 150 kW/204 PS möglich sei. Das ermögliche eine zügige Beschleunigung und komfortable Fahrten in der Stadt und auf der Autobahn.
Der Innenraum sei geräumig und biete viel Komfort, insbesondere in der zweiten Sitzreihe, bei der die Rücklehnen einen bequemen Neigungswinkel zulassen, so die Designer. Die große Öffnung der hinteren Türen erleichterten zudem den Ein- und Ausstieg für Passagiere auf der hinteren Sitzreihe.
Initium biete einen speziell für Wasserstofffahrzeuge entwickelten Routenplaner, der eine der größten Herausforderungen für Kunden aufgreife: die Tank-Infrastruktur. Diese Funktion ermögliche es Nutzern, eine optimale Route zu planen und Wasserstofftankstellen ohne zusätzliche App zu finden. Sie könnten die Verfügbarkeit und den Zustand einer Tankstelle sowie die Wartezeiten in Echtzeit überprüfen.
Die Brennstoffzelle des Initium erzeugt emissionsfrei Strom, der mit der Vehicle-to-Load-Funktion (V2L) für das Aufladen verschiedener elektronischer Geräte genutzt werden kann. Dadurch kann das Fahrzeug auch als potenzielle Energiequelle verwendet werden.
„Entsprechend des Anspruchs von Hyundai auf kompromisslose Sicherheit wurde Initium entwickelt, um höchste Standards in Sachen Unfall- und Fahrzeugsicherheit zu erfüllen“, betont das Unternehmen. Um den Schutz der Passagiere im Falle eines Aufpralls zu maximieren, wurde das Fahrzeug mit einer mehrschichtigen Karosseriestruktur an der Front sowie verstärkten Seitenteilen und neun Airbags ausgestattet.
Ein Serienfahrzeug, das auf dem Initium-Konzept beruht, will Hyundai in der ersten Jahreshälfte 2025 präsentieren.
Jürgen Baumann meint
Die Zeit von BEV mit Range Extender ist abgelaufen.
Deine Mudder meint
Ziemlich kleingeistig sich als vorgeblich Progressiver über Wasserstoff lustig zu machen, vor 10 bis 15 Jahren war die Vorstellung eines Batterie-Autos mindestens genauso absurd, wie heute die Vorstellung in einigen Jahrzehnte mit Wasserstoff zu fahren.
Ich möchte beides nicht, Wasserstoff tatsächlich aber noch weniger, trotzdem wird Wasserstoff im Schwerverkehr kommen, oder eben der Diesel bleiben.
Steffen meint
Aber eben im Auto nicht. Weil so viel grüner Strom nicht existiert. Auch nicht in 15 oder 20 Jahren.
FahrradSchieber meint
„Weil so viel grüner Strom nicht existiert“
Diese Aussage unterstellt, dass es in den nächsten „15 oder 20 Jahren“ kaum nennenswerte Fortschritte beim Wirkungsgrad geben wird (sowohl bei der Stromerzeugung wie auch bei der Wasserstofferzeugung).
Kann sein. Erscheint mir aber unrealistisch.
Erinnert mich an eine damalige Diskussion, warum sich E-Autos nie durchsetzen werden. War nachvollziehbar: Riesige Blei-Gel-Batterien, knapp über 20 PS und etwas über 50 km Reichweite für teuer Geld.
Wie gut, dass nach dem Golf 3 CityStromer nicht alle aufgehört haben, in diese Richtung zu forschen :-)
volsor meint
Welche Zielgruppe soll das sein von der Herr SangYup Lee da spricht?
Mike meint
Die Mitarbeiter bei einem großen Wasserstoffproduzenten.
Miro meint
Die „Ich warte noch bis Wasserstoff sich durchsetzt“-Zielgruppe. Bis die dann merken, dass das doch nicht so ist wie sie sich das gedacht haben.
Thrawn meint
Diejenigen, die schon seit 40 Jahren auf den Wasserstoffdurchbruch bei PKW warten. Soll demnächst soweit sein…
Ben meint
Für die die es geniesen 45km zur Tankstelle zu fahren und 18€/100km zu zahlen.
E.Korsar meint
Mark Müller.
Steffen meint
Hehe, der war gut. :-)
Qualitativ wie quantitativ richtige Antwort.