Audi könnte einen Nachfolger des Ende 2023 eingestellten kleinen Sportwagens TT bringen. Die vierte Generation der Baureihe würde wahrscheinlich rein elektrisch fahren. Beschlossen ist aber noch nichts, das gilt auch für einen größeren Sportler.
Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, das Portfolio der Marke um einen Sportwagen zu erweitern, antwortete CEO Gernot Döllner laut Autocar bei der Präsentation der Geschäftszahlen 2024: „Auf jeden Fall. Das ist Teil der DNA der Marke, und wir müssen den richtigen Weg und das richtige Timing finden, um ihn in unser Portfolio zu integrieren.“
Derzeit sei es allerdings nicht angemessen, konkret über eine Portfolioerweiterung zu sprechen, weil sich das Unternehmen inmitten eines weitreichenden Restrukturierungsprogramms befinde. Audi hat für 2024 einen Gewinneinbruch gemeldet und den Abbau von 7.500 Arbeitsplätzen bekannt gegeben. Der CEO merkte an, dass er eine „umfassende Vorstellung davon hat, wo Audi sein sollte und wohin Audi sich bewegt – und wenn man in diese Richtung denkt, sind Sportwagen ein integraler Bestandteil eines solchen Aufbaus“.
Ein neues Modell im Geiste des TT würde laut Döllner keine Evolution des zuletzt angebotenen Modells sein. Man könne als Autohersteller „seine Vergangenheit nicht kopieren“. Man müsse „wirklich analysieren, was die Essenz von Audi ist und diese Essenz nutzen, um etwas absolut Neues zu entwickeln“. Kopien erfolgreicher Autos der Vergangenheit seien „definitiv der falsche Weg“. Er halte es jedoch für „denkbar“, dass Audi einige historische Modellnamen zurückbringt.
Sollte ein neuer Sportwagen von Audi kommen, wird die Einführung wegen der aktuellen Herausforderungen durch neue Konkurrenten wie Tesla und chinesische Hersteller sowie die schleppende Umstellung auf E-Mobilität noch auf sich warten lassen. „Der Übergang erfordert im Moment unsere ganze Energie, und das beginnt definitiv in den Kernsegmenten“, erklärte der CEO. „Dort müssen wir Audi als ersten Schritt robust machen.“
Auf die Frage, ob Audi einen Sportwagen mit Plug-in-Hybrid-Antrieb statt eines reinen Stromers anbieten könnte, sagte Döllner, er sei „aufgeschlossen“, meinte aber, dass elektrischer Antrieb im „Alltagsgebrauch“ mehr Sinn ergebe. „Nicht für die Rennstrecke, aber für die Alpenüberquerung und den Spaß auf der Landstraße spricht nichts gegen ein Elektroauto. Man macht eine Kaffeepause, die Autos laden sich auf und alles ist perfekt.“
Döllner wollte keine konkreten technischen Pläne nennen. Aber ein kompakter Audi-Sportwagen wäre ein passender Kandidat, um Komponenten mit den kommenden elektrischen 718-Modellen von Boxster und Cayman der Konzernschwester Porsche zu teilen. Audi hat laut Autocar zudem Pläne für einen neuen R8-Supersportwagen, der auf dem Lamborghini Temerario Plug-in-Hybrid basieren würde.
Till meint
Die Männer, die sich solch ein Auto kaufen würden, können es sich nicht leisten.
Die Männer, die sich solch ein Auto leisten können, würden es sich nicht kaufen.
brainDotExe meint
Es gibt ja noch Frauen ;)
Dieseldieter meint
Nein, in seiner einfache Welt nicht. Da ist alleine das Patriarchat für alles Ünel verantwortlich.
Ob er damit bei den Frauen punkten kann? Wahrscheinlich nicht. Als männlicher Feminist macht man sich bei beiden Geschlechtern lächerlich.
CJuser meint
„wirklich analysieren, was die Essenz von Audi ist und diese Essenz nutzen, um etwas absolut Neues zu entwickeln“
Ich würde da ja den Sport Quattro in den Raum werfen. Es gab 2010 sogar mal eine Fahrzeugstudie „Audi quattro concept“, welche versucht hat das damalige Konzept in die Moderne zu transportieren. Fünfzylinder mit 2+2 Sitzen und nur 4,28m Außenlänge. Ein technisch gesehen (abgesehen vom Motor) verkürztes RS 5 Coupé.
Der R8 war meines Erachtens nie wirklich Audi und nur eine Lamborghini Kopie. Ein Luxus, den man sich einige Jahre leisten konnte, aber sich kaum jemand leisten konnte und wollte. Lamborghini hat vom Huracan mehr Einheiten produziert, als Audi vom R8. Und das trotz den höheren Preises.
Ich hoffe, dass man einen Zweitürer rausbringt, den man sich halbwegs leisten kann, der auch als Cabriolet/Roadster erscheint, sportlich und trotzdem reisetauglich (Innenraum und Reichweite) ist. Quasi das was herauskommt, wenn man die Konzepte vom TT, A5 und der Studie quattro concept (2010) kombinieren würde.
Favone meint
Der TT wurde eingestellt, weil es für Roadstar keine Nachfrage mehr gab und genauso Cabrios. Wofür ein teures und nie rentabeles Einzelstücke entwickeln und dazu mit altem Single Frame Design?
brainDotExe meint
Prestige.
Single Frame Design ist doch schön und stimmig.
Mäx meint
Prestige muss man sich leisten können.
Ich kann mich erinnern, dass Volkswagen Varianten drastisch zusammenstreichen wollte und unrentable Modelle wegfallen sollen.
Der TT ist nun nicht gerade das Volumenmodell.
Beim R8 hingegen stimme ich zu, dass ist ein Prestige Modell und dazu kann man Premiumpreise aufrufen und die Technik von Lamborghini nutzen.
Das verstehe ich.
Den TT verstehe ich nicht.
Auch BMW hat schon gezeigt, dass ein Z4 sich wohl nur über die Zusammenarbeit mit Toyota (Supra MK5) rechnet.
brainDotExe meint
Ok, da hast du Recht. Der TT ist ein schlechtes Beispiel, da der immer belächelt wurde.
Aber das muss ja nicht heißen, dass es beim potentiell nächsten TT so ist.
Der Sinn eines Prestige Modells ist ja nicht unbedingt dass es sich großartig rechnet, sondern seine „Strahlkraft“ die Marke positiv hervorhebt und Kunden dann andere/günstigere Autos der Marke kaufen.
eikeweigert@web.de meint
Auch beim TT könnte Audi ja theoretisch Synergien nutzen und auf die Basis von kommenden elektrischen Porsche Cayman/Boxter setzen.
Favone meint
Die Kunden wollen kein 25 Jahre altes Single Frame Designs in den Hauptmärkten USA und China. Die Kunden kennen die Autos von ihrem Opa. In China lässt man jetzt von Startups neue Audis designen. In den USA brechen die Umsätze ebenfalls massiv weg. InEuropa kauft keine mehr Roadstar und Cabrios.
brainDotExe meint
Ach, aber du weißt was die Kunden in den USA und China wollen?
Zum Glück ist Audi eine deutsche Marke und entwickelt für den deutschen bzw. europäischen Geschmack. Zumindest hier in Europa wollen die Kunden das.
25 Jahre altes Design? Dann hast du nicht aufgepasst. Vor ca. 10 Jahren gab es zum Beispiel eine große Änderung, da ist der Kühlergrill zum Beispiel auf annähernd die doppelte Breite angewachsen.
Pferd_Dampf_Explosion_E meint
Kühlergrill – doppelt breit – Elektroantrieb: passt das zusammen?
brainDotExe meint
Wo ist das Problem? Der Grill ist beim Elektroauto geschlossen und hat somit keine Auswirkungen auf die Aerodynamik.
Auf der haben Seite steht, dass der Kunde ein normal aussehendes Auto bekommt, das auf den ersten Blick nicht als Elektroauto erkennbar ist.
Favone meint
Da frag doch mal Generation Z ob sie Opa Heinz sein 2004er Audi A4 von einen aktuellen A4 unterscheiden können. Ich sage dir nein. Das Design bei Audi hat sich überlebt und das sieht man am Umsatzeinbruch. In China lässt man nicht umsonst vo lokalen Startups designen ohne Ringe.
In den USA sind sie stark eingebrochen.
brainDotExe meint
Dann hat Gen Z entweder Tomaten auf den Augen oder kein Interesse an Autos.
Wenn ich mir den A4 von 2004 und den von heute anschaue, ist der Grill heute deutlich größer und dadurch deutlich unterscheidbar.
Grüße
Gen Y